Autor: Lena, 28.12.2025
Nepal stand lange nicht ganz oben auf meiner Reiseliste. Ein großer Fehler, wie ich nach diesen zehn Tagen voller Wow Momente, Kulturschocks, Naturwunder und herzlicher Begegnungen sagen kann. Dieses Land hat mich komplett überrascht, im allerbesten Sinne. Wer Abenteuerreisen liebt, gerne draußen unterwegs ist und trotzdem Lust auf Kultur, gutes Essen und echte Begegnungen hat, sollte Nepal ganz weit nach oben auf die Wunschliste setzen.
Nepal stellte meine Erwartungen auf den Kopf. Und genau deshalb beginnt diese Geschichte hier.
Ankommen in Kathmandu, laut, chaotisch und faszinierend

Schon die Landung in Kathmandu fühlte sich an wie das Eintauchen in eine andere Welt. Die Einreise verlief entspannt, Geld abheben und eine SIM Karte besorgen ging direkt am Flughafen und war unkompliziert. Unser erster Tipp für Nepal ist die Fortbewegung per InDrive App. Sie funktioniert ähnlich wie Uber, man schlägt selbst einen Preis vor, bekommt aber immer eine realistische Empfehlung. Das Ganze ist sehr praktisch und fair.
Dann begann das Großstadtleben! Mopeds überall, Straßenstände, kleine Shops, Hupen, Stimmen und einfach Leben pur. Mein erster Gedanke war, huch, ist das laut. Mein zweiter Gedanke folgte sofort: wie spannend ist das bitte!
Nach dem Check in im Hostel stand direkt das erste Highlight auf dem Programm, die Swayambhunath Stupa, auch bekannt als Affentempel. Über viele Stufen ging es nach oben, begleitet von neugierigen und ziemlich frechen Affen, die ganz genau wissen, wer Snacks dabeihat. Oben angekommen wurden wir mit einem unglaublichen Blick belohnt. Kathmandu lag uns zu Füßen, bunte Gebetsfahnen flatterten im Wind und die Stupa strahlte eine Ruhe aus, die sofort ankam. Genau so hatte ich mir Nepal vorgestellt. Als Belohnung nach dem Aufstieg gab es eine frische Kokosnuss.
Am Nachmittag ging es weiter zum berühmten Durbar Square. Hier erwarteten uns verwinkelte Gassen, Tempel, Paläste und diese besondere Atmosphäre, die man kaum in Worte fassen kann. Den perfekten Überblick hatten wir von einer Rooftop Bar mit Blick auf das UNESCO Weltkulturerbe. Am Abend folgte dann unser erstes nepalesisches Essen, frisch gemachte Momos. Spoiler, sie sollten nicht die letzten bleiben!
Von Kathmandu nach Pokhara, Postkartenblick inklusive

Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus Richtung Pokhara. Die Fahrt zog sich, die Straßen schlängelten sich durch Berge und Täler, doch die Landschaft machte alles wett. Und dann kam dieser Moment bei der Ankunft am Phewa Lake. Ich hatte keine großen Erwartungen, doch dieser Ort machte mich sprachlos. Der See, eingerahmt von Bergen, wirkte wie eine Kulisse aus einem Traum. Unser Hotel mit Seeblick war ein absoluter Jackpot.
Pokhara ist perfekt für alle, die Natur, Entspannung und Abenteuer miteinander verbinden möchten. Stand Up Paddle, Kajakfahren oder Bootstouren sind hier problemlos möglich. Wir entschieden uns für ein Boot mit Fahrer zum Tal Barahi Mandir, einem Tempel auf einer kleinen Insel mitten im See. Die Fahrt über das Wasser mit den Bergen im Hintergrund war einfach wunderschön.
Die Uferpromenade lädt zu langen Spaziergängen ein. Für alle mit starkem Magen gibt es außerdem das sogenannte Pokhara Disneyland. Dort habe ich ungelogen das schnellste Riesenrad meines Lebens gesehen! Es fühlte sich eher wie ein Breakdancer an! Mein Herz hat definitiv kurz überlegt auszusteigen.
Kulinarisch können wir Pokhara ebenfalls sehr empfehlen. Das Vegan Way direkt an der Promenade ist vegetarisch und vegan, wir waren gefühlt jeden Tag dort und der Ausblick ist unschlagbar. Für den Abend mit Live Musik und Seeblick eignet sich das Juicy Café perfekt.
Mein absolutes Highlight, die Wanderung zum Australian Base Camp

Dann kam das Highlight der gesamten Reise, die Wanderung zum Australian Base Camp. Der Startpunkt lag in Kande, von dort ging es über viele steile Treppen durch den Wald nach oben. Die Strecke ist schweißtreibend, aber gut machbar. Und dann liegt es plötzlich vor einem, das Base Camp mit Blick auf die Annapurna Bergkette. Atemberaubend ist hier wirklich keine Übertreibung.
Viele nutzen das Camp als Startpunkt für längere Trekkings. Wir genossen einfach die Aussicht und wanderten anschließend weiter Richtung Dampush. Auf halber Strecke machten wir Halt auf einer kleinen Farm und bekamen frisch zubereiteten nepalesischen Milk Tea. Der Geschmack war, sagen wir, überraschend. Wie sich herausstellte, bestand er aus frisch gemolkener Büffelmilch. Kein Wunder also, dass mein Gaumen kurz verwirrt war.
In Dampush stärkten wir uns mit einem Mittagessen, bevor es weiter nach Phedi ging, dem Endpunkt der Wanderung. Diese Tour ist perfekt für alle, die echtes Himalaya Feeling erleben möchten, aber keine Zeit oder Kondition für mehrere Tage Trekking haben.
Sonnenaufgang über dem Himalaya, Sarangkot View Point

Am letzten Tag in Pokhara klingelte der Wecker sehr früh. Unser Ziel war der Sonnenaufgang am Sarangkot View Point. Und ja, es hat sich absolut gelohnt! Als die ersten Sonnenstrahlen die Berge in warme Orangetöne tauchten, war es einfach magisch. Einer dieser Momente, die man nie vergisst.
Dschungelabenteuer im Chitwan Nationalpark

Früh am Morgen ging es weiter Richtung Chitwan Nationalpark. Vor Ort fuhren wir wie die Locals im Tuk Tuk zu unserer Unterkunft, ein Glamping mitten in der Natur. Morgens mit Vogelgezwitscher aufzuwachen, draußen zu sein und trotzdem bequem zu schlafen, ist eine klare Empfehlung.
Zum Sonnenuntergang ging es ans Flussufer. Mit einem Sundowner in der Hand passierte plötzlich etwas völlig Unerwartetes. Wie aus dem Nichts kam ein Nashorn aus dem Wald und überquerte den Fluss. Einfach so. Dazu seltene Vögel und zwei Krokodile, die das Ganze perfekt machten. Ein echter Gänsehautmoment.
Am nächsten Tag starteten wir entspannt mit einem Spaziergang durchs Dorf, der Urlaubsmodus war voll aktiviert. Mittags begann unsere Safari im offenen Jeep. Trotz hoher Gräser hatten wir großes Glück. Schon nach wenigen Minuten stand ein Elefant vor uns. Es folgten Affen, Nashörner, Echsen, Krokodile und unzählige Rehe.
Abschied von Nepal, zurück in Kathmandu
Für die letzten zwei Nächte kehrten wir nach Kathmandu zurück. Das letzte große Highlight wartete dort noch auf uns, die Boudhanath Stupa. Sie ist riesig, beeindruckend und voller spiritueller Atmosphäre. Den besten Blick hat man von einem der Rooftop Restaurants rund um die Stupa. Der perfekte Ort, um diese Reise noch einmal Revue passieren zu lassen.
Mein Fazit ist klar, mein Herz ist voll. Nepal hat mich komplett überrascht. Die Menschen sind unglaublich herzlich, die Landschaft reicht von hohen Bergen bis zu grünen Nationalparks und es gibt unendlich viel zu entdecken.
Du willst Nepal auch erleben? Dann schau dir unsere Abenteuerreisen an und lass dich inspirieren.
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Nepal ist kein Reiseziel, das man einfach abhakt. Nepal bleibt!

