Australien Backpacking Reise entlang der Ostküste: Von Sydney nach Cairns
Ein Abenteuerurlaub in Australien war schon immer dein Traum? Diese Australien Backpacking Reise nimmt dich mit auf die komplette Ostküste, von der Millionenstadt Sydney bis in die Tropen von Cairns. Unterwegs: Koalas, Regenwald aus der Urzeit, drei Tage Segeln in den Whitsundays und ziemlich viele neue Leute.
Warum die Ostküste die beste erste Australienreise ist
Australien ist so groß wie Europa, deshalb wird jeder Versuch, alles zu sehen, zwangsläufig ein Rennen. Die Ostküste löst das Problem: Auf einer Linie liegen Großstadt, Surferorte, Nationalparks, Inseln und das Great Barrier Reef. Du siehst die Vielfalt des Kontinents, ohne dauernd im Flugzeug zu sitzen.
Mit wem du unterwegs bist
Du reist mit anderen jungen Leuten, die dasselbe suchen. In Sydney lernst du deine Gruppe und deinen Reiseleiter beim Begrüßungstreffen kennen, in Brisbane stoßen weitere dazu. Spätestens nach der ersten Nacht auf dem Segelboot kennt ihr euch besser, als euch lieb ist.
New South Wales: Von Sydney bis Byron Bay
Sydney: Der Startpunkt
Deine Zeit beginnt in Sydney. Hier triffst du deine Mitreisenden und deinen Reiseleiter, ihr besprecht beim Begrüßungstreffen alles Wichtige für die kommenden Tage. Wer früher anreist, hat Opernhaus, Harbour Bridge und Bondi Beach direkt vor der Tür.
Crowdy Bay: Mermaid Lookout Track
Erster Stopp in der Natur ist der Crowdy Bay Nationalpark. Auf dem Mermaid Lookout Track läufst du zu einem Aussichtspunkt hoch über der Küste, unter dir glitzert der Pazifik bis zum Horizont. In der Wanderzeit siehst du mit Glück Kängurus, die hier ziemlich entspannt herumliegen.
Port Macquarie: Koalas aus nächster Nähe
Nach einer Nacht in Port Macquarie geht es ins Koala-Krankenhaus. Die Einrichtung war weltweit eine der ersten ihrer Art und pflegt verletzte und kranke Tiere, bevor sie ausgewildert werden. Bei der Führung erfährst du, warum es diese Arbeit überhaupt braucht, und siehst die Tiere aus wenigen Metern Entfernung. Kein Streichelzoo, sondern eine Klinik.
Red Rock: Barbecue und Paddleboarding mit den Gumbaynggirr
In Red Rock endet der Tag mit einem Barbecue zum Sonnenuntergang. Besser lässt sich ein Reisetag kaum abschließen.
Am nächsten Morgen lernst du beim Stand Up Paddleboarding die Gumbaynggirr kennen, die traditionellen Eigentümer dieses Landes. Du paddelst gemeinsam los und hörst dabei Geschichten über einen Ort, den diese Gemeinschaft seit Tausenden von Jahren kennt. Das ist eine völlig andere Art, eine Landschaft zu verstehen.
Byron Bay: Surfen am östlichsten Punkt Australiens
Dann der Klassiker: Byron Bay. Der Ort ist entspannt, barfüßig und trotzdem nie langweilig. Optional nimmst du einen Surfkurs, und Byron ist einer der besten Orte der Welt, um es zum ersten Mal zu probieren. Wer lieber sitzen bleibt, erkundet den Byron Bay Marine Park mit dem Kajak, wo Delfine keine Seltenheit sind. Cape Byron ist übrigens der östlichste Punkt des australischen Festlands.
Queensland: Regenwald, Gold Coast und Brisbane
Natural Bridge im Springbrook Nationalpark
Nach einem ausgiebigen Frühstück auf einer Farm geht es zur Natural Bridge im Springbrook Nationalpark. Ein Wasserfall stürzt hier durch ein Loch in der Höhlendecke in ein Becken darunter. Der Springbrook gehört zu den Gondwana-Regenwäldern, die UNESCO-Welterbe sind und zu den ältesten der Erde zählen.
Lamington Nationalpark: Urwald zum Anfassen
In der Lodge im Lamington Nationalpark kannst du durchatmen. Rundherum ziehen sich Wanderwege durch subtropischen Regenwald mit Baumfarnen, Wasserfällen und Vögeln, deren Rufe klingen, als wären sie erfunden. Wer die Augen offen hält, sieht Pademelons, kleine Verwandte der Kängurus.
Sobah an der Gold Coast: Bier ohne Alkohol
An der Gold Coast besuchst du die Sobah-Brauerei, und die ist anders als alle anderen. Hier wird alkoholfreies Bier gebraut, aromatisiert mit einheimischen Zutaten wie Finger Lime, Davidson Plum oder Lemon Aspen. Gegründet wurde sie von einem First-Nations-Unternehmer, unter anderem als Antwort auf die Folgen von Alkohol in indigenen Gemeinschaften. Trink ein Bier und hör dir die Geschichte dahinter an.
Brisbane: Neue Gesichter und Strand mitten in der Stadt
In Brisbane stoßen weitere Mitreisende zur Gruppe. Deine Freizeit kannst du an den South Bank Parklands verbringen, wo mitten in der Stadt ein künstlicher Lagunenstrand liegt, kostenlos und mit Blick auf die Skyline.
Sunshine Coast und die Whitsundays
Noosa: Küstenwanderung und Hell’s Gates
Schnür die Wanderschuhe, in Noosa wartet eine der schönsten Küstenwanderungen der Ostküste. Der Weg führt an Buchten entlang bis zum Hell’s Gates Aussichtspunkt. Halte die Augen offen: Von hier siehst du mit Glück Delfine, Meeresschildkröten oder Fischadler, in der Saison auch Buckelwale. Auf dem Weg dorthin schlafen regelmäßig Koalas in den Bäumen.
Optional: Everglades und K’gari
Noosa hat zwei Ausflüge, die sich lohnen. Die Noosa Everglades sind eines von nur zwei Everglade-Systemen weltweit, das Wasser spiegelt dort so klar, dass Fotos auf dem Kopf genauso aussehen. Und K’gari, früher Fraser Island, ist die größte Sandinsel der Erde, mit Regenwald, der auf reinem Sand wächst, und Süßwasserseen mitten in den Dünen.
Nachtzug nach Proserpine
Von der Sunshine Coast geht es mit dem Nachtzug Richtung Norden nach Proserpine. Einschlafen im Süden, aufwachen in den Tropen, und der Preis dafür ist eine Nacht, in der du wenig schläfst und viel redest.
Drei Tage Segeln in den Whitsundays
Von Airlie Beach aus gehst du an Bord für dein dreitägiges Segelabenteuer durch die Whitsundays. 74 Inseln, mitten im Great Barrier Reef Marine Park, dazu Schnorchelstopps über Korallengärten.
Der berühmteste Halt ist Whitehaven Beach. Sein Sand besteht zu rund 98 Prozent aus Silizium, ist deshalb strahlend weiß und wird selbst in der Mittagssonne nicht heiß. Vom Aussichtspunkt am Hill Inlet siehst du, wie sich Sand und Wasser bei jeder Tide neu vermischen. Dieses Bild kennst du von Postkarten, in echt ist es besser.
Tropischer Norden: Magnetic Island bis Cairns
Magnetic Island und der Forts Walking Track
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Townsville setzt du über nach Magnetic Island. Der Forts Walking Track führt zu Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg mit Rundblick über die Küste. Vor allem aber ist es der zuverlässigste Ort Australiens, um wild lebende Koalas zu sehen. Schau in die Astgabeln der Eukalyptusbäume, sie sitzen fast immer da.
Mungalla Station: Bei den Nywaigi
Auf der Mungalla Station triffst du die Nywaigi, die traditionellen Eigentümer dieses Landes. Sie erzählen dir ihre Geschichte, zeigen dir ihre Kultur und wie sie die Feuchtgebiete auf dem Gelände wieder renaturiert haben. Ein Nachmittag, der hängen bleibt.
Mission Beach und Cairns
Der letzte Abend gehört Mission Beach. 14 Kilometer Strand, Regenwald direkt dahinter, und mit sehr viel Glück ein Kasuar am Wegrand, einer der seltensten und eindrucksvollsten Vögel der Welt. Stoßt an auf alles, was hinter euch liegt.
In Cairns endet deine Reise. Von hier aus sind es nur Stunden zum Great Barrier Reef und in den Daintree Rainforest, es ist also ein guter Ausgangspunkt für alles, was danach kommt.
Ehrlich gesagt: Für wen diese Australien Backpacking Reise passt
Was du einkalkulieren solltest
Die Ostküste ist lang. Zwischen den Highlights liegen Fahrstunden, eine Nacht verbringst du im Zug und drei Nächte auf einem Segelboot mit begrenztem Platz und Gemeinschaftsbad. Wer viel Privatsphäre braucht, sollte das wissen. Und Australien ist kein günstiges Reiseziel, das Budget vor Ort liegt deutlich über Südostasien.
Und für wen sie genau richtig ist
Wenn du zum ersten Mal nach Australien willst und in zwei Wochen einen ehrlichen Querschnitt suchen: Großstadt, Surferorte, Urwald, Inseln und Riff. Dazu drei Begegnungen mit First-Nations-Gemeinschaften, die deutlich mehr sind als Programmpunkte. Sag uns Bescheid, wenn du unsicher bist. Wir sagen dir ehrlich, ob diese Reise zu dir passt.













