Backpacking Reise Kirgisistan: 9 Tage zwischen Bergen, Jurten und Seen
Diese Backpacking Reise durch Kirgisistan wirft dich direkt ins Herz des Landes. Schneebedeckte Gipfel des Tian Shan, Bergseen, Canyons und Jurtencamps unter einem Himmel voller Sterne. Du reitest zu einem versteckten Wasserfall, siehst Adlerjäger bei der Arbeit, badest in heißen Quellen und baust mit deinen eigenen Händen eine echte kirgisische Jurte.
Warum Kirgisistan gerade jetzt
Kirgisistan ist eines der letzten Reiseziele in Asien, das noch nicht überlaufen ist. Über 90 Prozent des Landes liegen im Gebirge, es gibt mehr Pferde als Autos in den Tälern und die Nomadenkultur ist kein Museumsstück, sondern gelebter Alltag. Wer schon in Südostasien war und diesmal etwas völlig anderes will, landet hier goldrichtig.
Neun Tage, ein Rundkurs
Start und Ziel ist Bischkek, dazwischen liegt eine Runde durch die spannendsten Ecken des Landes. Du übernachtest in einer Mischung aus Hotels und Jurten, jeweils im Doppel- oder Dreibettzimmer. Enthalten sind 8 Frühstücke, 3 Mittagessen und 3 Abendessen, alle Transporte und dein Guide, der dich die ganze Zeit begleitet.
Bischkek und Ala-Archa: Ankommen in den Bergen
Bischkek, die entspannteste Hauptstadt Zentralasiens
Kirgisistan beginnt in Bischkek. Die Hauptstadt ist bekannt für ihre Kulisse aus schneebedeckten Tian-Shan-Gipfeln und für ein Tempo, das man in einer Millionenstadt nicht erwartet. Du hast den Tag zum Erkunden, am Abend triffst du beim Willkommensdinner deine Crew.
Ala-Archa Nationalpark
Am zweiten Tag geht es in den Ala-Archa Nationalpark, einen der spektakulärsten Bergparks des Landes, eingebettet in den nördlichen Tian Shan. Du wanderst durch das Alpental, stehst zwischen Gipfeln, die deutlich über 4.000 Meter reichen und atmest Luft, die anders schmeckt.
Issyk-Kul: Canyons, Adler und Jurten am Ufer
Kok Moinok Canyon
Auf dem Weg an den Issyk-Kul stoppt ihr am Kok Moinok Canyon mit seinen wilden Sandsteinformationen und schmalen Schluchten. Der See selbst ist der zweitgrößte Gebirgssee der Welt und friert trotz 1.600 Metern Höhe nie zu, daher sein Name: warmer See.
Adlerjagd in Bokonbajewo
In Bokonbajewo siehst du eine traditionelle Vorführung der Berkut-Jagd mit dem Steinadler. Diese nomadische Fertigkeit wird seit Jahrhunderten weitergegeben, die Vögel wiegen bis zu sieben Kilo und haben eine Spannweite von über zwei Metern. Wenn so ein Tier auf den Handschuh des Jägers zufliegt, wird es in der Gruppe schlagartig still.
Nacht im Jurtencamp am See
Am Nachmittag erreicht ihr euer Jurtencamp direkt am Ufer. Sonnenuntergang über dem Wasser, ein Sprung in den See, Abendessen unter freiem Himmel. Weil es hier kaum Lichtverschmutzung gibt, siehst du nachts mehr Sterne, als du für möglich gehalten hättest.
Skazka, Barskoon und die eigene Jurte
Skazka Canyon: Landschaft wie aus Dune
Der Skazka Canyon, übersetzt Märchen-Canyon, sieht aus wie eine Filmkulisse, die man sich ausgedacht hat. Rot-orange Felsformationen, geformt von Wind und Wasser, in denen man mit etwas Fantasie Drachen und Burgen erkennt. Genau daher kommt der Name.
Barskoon: Wasserfälle und ein Essen bei Einheimischen
Weiter geht es in die Barskoon-Schlucht mit Wasserfällen und Bergpanoramen. Danach kocht eine einheimische Familie für euch traditionell auf. Du sitzt bei Leuten am Tisch, siehst wie sie leben und verstehst am Ende des Nachmittags mehr von Kirgisistan als aus jedem Reiseführer.
Jurtenbau zum Mitmachen
Nachmittags wird es praktisch: Du lernst, wie man eine echte kirgisische Jurte baut. Das Gerüst aus Holz, der Filz, der Tündük genannte Dachkranz, der es sogar in die Nationalflagge geschafft hat. Nomadenfamilien schaffen den Aufbau in unter einer Stunde, du vermutlich nicht, dafür weißt du danach, warum diese Konstruktion seit Jahrtausenden funktioniert.
Jeti-Ögüs und Altyn Arashan: Pferde und heiße Quellen
Zu Pferd in die Jeti-Ögüs-Schlucht
Aufsteigen. Heute geht es in die Jeti-Ögüs-Schlucht und nach Kok-Djaik, auf dem Pferderücken zu einem versteckten Wasserfall. Für viele ist das einer der besten Tage der ganzen Reise und Reiten ist in Kirgisistan keine Touristenattraktion, sondern die normale Art, sich in den Bergen fortzubewegen. Jeti-Ögüs bedeutet übrigens sieben Stiere, benannt nach den roten Felsen am Eingang der Schlucht.
Altyn Arashan: Offroad zu den heißen Quellen
Am nächsten Morgen tauscht ihr den Minibus gegen ein Geländefahrzeug und fahrt hinauf ins Altyn-Arashan-Tal. Die Piste ist ruppig, das gehört dazu. Oben warten natürliche heiße Quellen auf 2.600 Metern, umgeben von Bergen. Du liegst im warmen Wasser, schaust auf Schneegipfel und hast eine Weile keine Fragen mehr.
Karakol und das Chon-Kemin-Tal
Dunganen-Moschee und orthodoxe Kathedrale
Karakol zeigt, wie vielfältig dieses Land ist. Die Dunganen-Moschee wurde ohne einen einzigen Nagel gebaut und sieht aus wie ein chinesischer Tempel, weil sie von chinesischen Muslimen errichtet wurde. Ein paar Straßen weiter steht die Dreifaltigkeitskathedrale, komplett aus Holz und russisch-orthodox. Zwei Bauwerke, wenige Minuten auseinander, zwei völlig verschiedene Welten.
Chon-Kemin-Tal: Jurte zwischen Wald und Fluss
Entlang der Nordküste des Issyk-Kul geht es weiter ins ruhige Chon-Kemin-Tal. Eine Nacht im Jurtencamp, umgeben von Wald und Fluss. Dieser Ort ist der Grund, warum Leute nach Kirgisistan fahren und danach nicht mehr aufhören, davon zu erzählen.
Burana und zurück nach Bischkek
Der Burana-Turm
Am letzten vollen Tag stoppt ihr am Burana-Turm mit seinem Freilichtmuseum. Das Minarett stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist der Rest der Stadt Balasagun an der alten Seidenstraße. Rundherum stehen Balbals, steinerne Grabfiguren, die deutlich älter sind.
Abschiedsessen in Bischkek
Zurück in Bischkek bleibt Zeit für letzte Einkäufe, danach steigt das Abschiedsdinner. Neun Tage, ein Land, das kaum jemand auf dem Zettel hat und eine Gruppe, die sich vor anderthalb Wochen noch nicht kannte.
Ehrlich gesagt: Für wen sich Backpacking in Kirgisistan eignet
Was du einkalkulieren solltest
Kirgisistan ist ein Bergland, entsprechend rau sind die Straßen und einfach die Unterkünfte. Eine Jurte hat keine Steckdose neben dem Bett und meist ein Gemeinschaftsbad. Leitungswasser ist nicht trinkbar, auch nicht in Bischkek. Englisch wird außerhalb der Touristenorte kaum gesprochen, Kirgisisch und Russisch sind die Amtssprachen. Und in den Bergen wird es nachts kalt, selbst im Hochsommer.
Und für wen es die beste Entscheidung ist
Wenn du ein Land sehen willst, bevor alle anderen es entdecken, ist dieser Moment jetzt. Kirgisistan gilt als eines der sichersten und gastfreundlichsten Ziele Zentralasiens, für viele Nationalitäten ist die Einreise visumfrei und die Landschaft spielt in derselben Liga wie die Alpen, nur ohne Seilbahnen. Sag uns Bescheid, wenn du unsicher bist. Wir sagen dir ehrlich, ob diese Reise zu dir passt.



