1. Tag: Kapstadt, hier fängt alles an
Die Ankunft in Kapstadt ist zu jeder Zeit möglich. Wenn du früh landest, hast du Zeit, dich umzusehen, und Kapstadt gibt dafür mehr her als die meisten Städte der Welt.
Am Abend beginnt dein Abenteuer offiziell mit einem kurzen Begrüßungstreffen, danach gibt es ein optionales gemeinsames Abendessen. Schau die Leute genau an, mit denen wirst du in den kommenden Wochen den halben Kontinent durchqueren.
Wichtig vorab: Vergewissere dich, dass du bis zum Begrüßungstreffen alle erforderlichen Visa besorgt hast. An der Grenze nach Namibia werden keine Visa ausgestellt, das ist kein Detail, sondern ein Reiseabbruch, wenn du es vergisst.
Wer die südafrikanische Weintour vorab bucht, sollte eine Nacht früher anreisen, denn die Tour startet um 8 Uhr und du würdest sonst möglicherweise das Begrüßungstreffen verpassen. Dein CEO hinterlässt dir in dem Fall eine Nachricht mit Zeit und Treffpunkt für den nächsten Morgen.
Aktivitäten: Willkommenstreffen mit CEO und Mitreisenden, optionales Gruppendinner
Optional: Wanderung auf den Tafelberg (2.100 ZAR, 2 bis 4 Stunden, 4 bis 6 km), Seilbahn auf den Tafelberg (420 ZAR), Two Oceans Aquarium (235 ZAR), Cape Point Explorer Tagestour (1.750 ZAR), Urban Explorer Tagestour (1.900 ZAR), West Coast Explorer Tagestour (1.950 ZAR), Overberg Explorer Tagestour (3.450 ZAR), Sandboarding und San Kultur Tagestour (3.630 ZAR), Sandboarding Halbtagestour Atlantis Dunes (1.400 ZAR), Kajaktour Hout Bay (1.500 ZAR), südafrikanische Weintour und Verkostung (5 bis 7 Stunden)
Übernachtung: Hotel Sky Cape Town, Mehrbettzimmer (oder ähnliche Unterkunft)
2. Tag: Von Kapstadt nach Cederberg
Rein in den Lando, so heißt der Overland Truck bei G Adventures, und ab durchs Westkap. Erster Stopp ist ein Mittagessen an der Küste.
Danach besucht ihr das !Khwa ttu San Culture and Education Centre. Das Volk der San im südlichen Afrika litt über Jahrhunderte unter politischer und kultureller Unterdrückung. Das Zentrum bietet jungen San eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Ausbildung, im Interpretationsmuseum lernst du ihre Kultur und Geschichte kennen. Deine Anwesenheit hilft den Teilnehmenden, Erfahrung mit internationalen Gästen zu sammeln, und finanziert die Arbeit des Zentrums.
Am Nachmittag erreicht ihr den ersten Campingplatz. Zeit für regionalen Wein, für eine Runde Fußball mit den Kindern aus der Nachbarschaft oder für den Pool mit Blick auf die Weinberge. Erster Abend im Zelt, und die meisten schlafen besser als erwartet.
Hinweis: Das !Khwa ttu San Centre ist an Weihnachten und Neujahr geschlossen.
Aktivitäten: Besuch des !Khwa ttu San Culture and Education Centre, Zeit zur freien Verfügung in Cederberg
Optional: Weinprobe in einer Weinkellergenossenschaft
Distanz: Kapstadt nach Cederberg (ca. 7,5 bis 8 Stunden, 300 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Highlanders Campsite and Lodge (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
3. Tag: Von Cederberg an den Oranje
Die Fahrt führt nach Norden, vorbei an weitläufigen Rooibos-Plantagen. Diese Pflanze wächst weltweit nur in dieser einen Region, dein Tee zuhause kommt also genau von hier.
Ihr campt direkt am Oranje und kommt früh genug an für ein Bad im Fluss am späten Nachmittag. Auf der anderen Seite liegt schon Namibia.
Aktivitäten: Fahrt zum Oranje
Optional: Kanufahrt auf dem Oranje (400 ZAR, 2 bis 3 Stunden)
Distanz: Cederberg zum Oranje (ca. 8 Stunden, 350 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Paddle Power Fiddlers Creek Campsite (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
4. Tag: Vom Oranje zum Fish River Canyon
Heute überquert ihr bei Vioolsdrift und Noordoewer die Grenze nach Namibia. Stempel Nummer eins, und ab hier wird alles weiter, leerer und staubiger.
Ziel ist der Fish River Canyon, der größte Canyon Afrikas und nach dem Grand Canyon wahrscheinlich der zweitgrößte der Welt. Ihr steigt am frühen Abend aus und schaut zu, wie die Sonne über den Rand kippt. Das Gestein wandert dabei von orange über rot bis violett, und niemand redet dabei besonders viel.
Der Abstieg in den Canyon braucht eine Genehmigung, ihr habt Zugang zum Rand. Die Aussicht reicht völlig. Abends sitzt ihr am Lagerfeuer.
Aktivitäten: Grenzüberquerung von Südafrika nach Namibia bei Vioolsdrift und Noordoewer, Besuch des Fish River Canyon zum Sonnenuntergang
Distanz: Oranje zum Fish River Canyon (ca. 5 Stunden, 180 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Hobas Lodge Campsite (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
5. Tag: Vom Fish River Canyon in die Namib
Zehn Stunden auf langen, holprigen Straßen nach Norden. Ihr kommt an den verlassenen Ortschaften Bethanien und Helmeringhausen vorbei, und irgendwann fällt dir auf, wie lange du keinen Gegenverkehr mehr gesehen hast. Namibia hat rund drei Einwohner pro Quadratkilometer, das merkst du heute körperlich.
Am späten Nachmittag erreicht ihr die Gegend, in der die hochaufragenden roten Sanddünen von Sossusvlei den Eingang zur Namib bilden, der ältesten Wüste der Welt. Hier hast du wirklich das Gefühl, mitten im Nirgendwo zu sein, und genau dafür bist du hergekommen.
Aktivitäten: Fahrt in die Namib
Distanz: Fish River Canyon in die Namib (ca. 10 Stunden, 560 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Sossus Oasis Camp Site (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
6. Tag: Düne 45, Deadvlei und der Sesriem Canyon
Der Tag beginnt im Dunkeln, und das ist keine Schikane. Ihr besteigt die Düne 45 zum Sonnenaufgang. Der Aufstieg im weichen Sand ist zäher, als er aussieht, jeder Schritt rutscht ein Stück zurück. Oben sitzt du auf dem Grat, siehst zu, wie das Licht über die Wüste läuft, und weißt sofort, warum du den Wecker gestellt hast.
Danach geht es optional weiter zum Deadvlei, einer Tonpfanne, in der abgestorbene schwarze Bäume auf weißem Boden stehen, umgeben von bis zu 300 Meter hohen roten Dünen. Der Kontrast wirkt unwirklich und ist der wohl meistfotografierte Ort Namibias.
Am Sesriem Canyon wird es schattiger. Alle fünf Jahre fließt der Tsauchab durch diese kleine Schlucht, und dabei entsteht die Salz- und Tonpfanne bei Sossusvlei. Wenn die Zeit reicht, gibt es unterwegs noch einen Stopp im winzigen Ort Solitaire, berühmt für seinen Apfelkuchen mitten im Nichts.
Am Abend kannst du optional an einem Wüstenspaziergang teilnehmen, bei dem es um Überlebensstrategien der Buschmänner, die Geologie der Dünen und die Tierwelt geht, mit Sonnenuntergang als Abschluss.
Hinweis: Die Parkgebühren für Düne 45 und Sesriem Canyon sind inklusive, der Shuttle zum Deadvlei kostet extra.
Aktivitäten: Besteigung der Düne 45 zum Sonnenaufgang, Besuch des Sesriem Canyon
Optional: Deadvlei (200 NAD), Spaziergang in der Namib-Wüste (350 NAD, 2 bis 3 Stunden)
Distanz: Fahrt durch die Namib (ca. 9 bis 10 Stunden)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Bushman’s Desert Camp (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
7. Tag: Von der Namib nach Swakopmund
Ihr durchquert trockene Gebirgspässe und die leere Weite der Wüste auf dem Weg in die Adrenalinhauptstadt Swakopmund. Am Ende der Fahrt taucht plötzlich der Atlantik auf, dazu deutsche Kolonialarchitektur mitten in Afrika. Ein Kontrast, der beim ersten Mal für Verwirrung sorgt.
Zwei Nächte bleibt die Gruppe hier, es ist also reichlich Zeit für alles, was Swakopmund zu bieten hat.
Aktivitäten: Durchquerung der Namib
Distanz: Namib nach Swakopmund (ca. 4 Stunden, 300 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Amanpuri Backpackers (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen
8. Tag: Swakopmund, so viel Adrenalin wie du willst
Freier Tag, und die Auswahl ist absurd gut.
Beim Sandboarding geht es raus in die Wüste. Board schnappen und die Dünen hinunter, entweder liegend mit dem Kopf voraus und deutlich mehr Tempo oder stehend wie ein Surfer.
Beim Fallschirmspringen schnallst du dir den Gurt an, übst den Ausstieg und steigst mit dem Flugzeug über die Dünen. Tief durchatmen, springen, freier Fall, dann öffnet dein Tandempartner den Schirm und du gleitest über die Namib nach unten. Danach bist du eine Weile sehr still.
Ruhiger, aber mindestens so interessant ist die Kulturelle Tour. Du erkundest die Gassen, erfährst mehr über die Geschichte der Stadt und besuchst eine Frau der Herero, die als Nama-Medizinfrau arbeitet und dir die Klicklaute der Sprache Damara beibringt. Die Tour endet in einer Shebeen, wo du Mopani-Würmer probieren kannst, eine regionale Buschdelikatesse.
Und wer es größer will, bucht den Rundflug über die Skelettküste: Vogelkolonien, Schiffswracks und eine der größten Robbenkolonien der Welt, auf dem Rückweg der höchste Berg Namibias, Damaraland und die Spitzkoppe von oben.
Hinweis: In Swakopmund sind keine Mahlzeiten inbegriffen, damit du die Restaurants und Bars der Stadt selbst erkunden kannst.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung in Swakopmund
Optional: Sandboarding in der Namib (700 NAD), Fallschirmspringen (3 bis 4 Stunden), Kulturelle Tour in Swakopmund (750 NAD), Rundflug über die Skelettküste (4.800 NAD)
Übernachtung: Amanpuri Backpackers (oder ähnliche Unterkunft)
9. Tag: Von Swakopmund zur Spitzkoppe
Kurze Etappe zu den Granitgipfeln der Spitzkoppe, dem Matterhorn Namibias. Du kannst auf eigene Faust losziehen und die Felsformationen erkunden.
Der eigentliche Grund, hier zu übernachten, kommt aber erst nach Sonnenuntergang. Der Sternenhimmel über der Spitzkoppe gehört zu den klarsten der Welt, weil es weit und breit kein künstliches Licht gibt. Die Milchstraße steht als Band über dir, und du siehst mehr Sterne, als du für möglich gehalten hättest.
Das Busch-Camp ist sehr einfach: Plumpsklos, kein fließendes Wasser. Genau deshalb funktioniert der Himmel.
Aktivitäten: Aufenthalt an der Spitzkoppe
Distanz: Swakopmund zur Spitzkoppe (ca. 3 bis 3,5 Stunden)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Spitzkoppe Community Restcamp (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
10. Tag: Von der Spitzkoppe zum Etosha Nationalpark
Noch einmal diese seltsame Landschaft auf dich wirken lassen, dann geht es weiter zum Etosha Nationalpark. Schon auf dem Weg zum Camp gibt es eine erste Safarifahrt aus dem Overland Truck.
In Etosha leben über 100 Säugetierarten: Löwen, Nashörner, Elefanten, Giraffen, Streifengnus, Springböcke, Zebras und Hyänen. Die Salzpfanne zieht zusätzlich Pelikane, Flamingos und viele andere Vögel an.
Abends wartet die Attraktion, für die Okaukuejo berühmt ist: eine beleuchtete Wasserstelle direkt am Camp. Du sitzt mit einem Getränk davor und wartest, wer kommt. Nashörner tauchen hier regelmäßig nach Einbruch der Dunkelheit auf. Das Camp ist sicher und mit Flutlicht gut ausgeleuchtet.
Aktivitäten: Tierbeobachtungsfahrt im Etosha Nationalpark
Optional: Nachtsafari im offenen Allradfahrzeug (750 NAD)
Distanz: Spitzkoppe zum Etosha Nationalpark (ca. 9 Stunden, 435 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: NWR Etosha Okaukuejo Restcamp (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
11. Tag: Etosha Nationalpark, ganztägige Safari
Ein voller Tag auf Safari im Etosha Nationalpark, auf der Suche nach den über 100 Säugetierarten, die hier zuhause sind.
Das Besondere an Etosha ist die Trockenheit. Es gibt keine fließenden Gewässer, deshalb müssen alle Tiere zu den wenigen Wasserstellen. Du fährst also nicht hinter den Tieren her, du setzt dich hin und wartest, bis die halbe Savanne zu dir kommt. In der Trockenzeit von Mai bis Oktober versammeln sich die Tiere so dicht an den Wasserlöchern wie kaum irgendwo sonst auf der Welt.
Abends kannst du optional noch einmal im offenen Fahrzeug hinaus, denn viele Tiere kommen erst im Schutz der Dunkelheit ans Wasser.
Aktivitäten: ganztägige Tierbeobachtungsfahrt im Etosha Nationalpark
Optional: Safarifahrt im offenen Fahrzeug bei Nacht (1.200 NAD)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: NWR Etosha Okaukuejo Restcamp (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
12. Tag: Vom Etosha zum Waterberg Plateau
Heute geht es nach Süden zum Waterberg Plateau, einem Tafelberg aus rotem Sandstein, der 200 Meter über der Ebene aufragt. Weil er so schwer zugänglich ist, wurden hier bedrohte Arten angesiedelt.
Am Nachmittag hast du frei: Wandern auf den Trails, eine weitere Safarifahrt oder einfach Camp und Pool. Die Landschaft ringsum ist in jedem Fall ein Genuss.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung am Waterberg Plateau
Distanz: Etosha zum Waterberg Plateau (ca. 5 bis 6 Stunden, 300 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Waterberg Campsite (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
13. Tag: Vom Waterberg Plateau nach Windhoek
Weiter in die Hauptstadt Namibias. Dort besucht ihr Penduka, ein Projekt, das mit Frauen aus dem Katutura Township und den umliegenden ländlichen Gemeinden arbeitet.
Penduka bildet Frauen aus und beschäftigt sie, die durch Armut, Behinderung, gesundheitliche Umstände oder fehlende Bildung benachteiligt sind. Sie lernen Textilarbeit, Perlenstickerei und Töpfern. Du holst dir im Café ein frisch zubereitetes Lunchpaket, machst danach einen Rundgang und kannst Handwerksarbeiten kaufen. Dein Geld bleibt hier.
Hinweis: Diese Reise ist eine Kombitour. In Windhoek verlassen möglicherweise Mitreisende die Gruppe und neue kommen dazu. Abends gibt es ein optionales gemeinsames Essen mit alten und neuen Gesichtern.
Aktivitäten: Besuch von Penduka in Windhoek
Distanz: Waterberg Plateau nach Windhoek (ca. 4 bis 5 Stunden, 305 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Urban Camp (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen
14. Tag: Von Windhoek nach D’kar in die Kalahari
Morgens verlasst ihr Windhoek, fahrt durch den Osten Namibias und überquert bei Buitepos und Mamuno die Grenze nach Botswana. Danach geht es ins Zentrum der Kalahari.
Am frühen Abend erreicht ihr den Campingplatz, gerade rechtzeitig für den optionalen Buschmann-Spaziergang mit den San. Sie zeigen dir, wie man in dieser Umgebung überlebt: welche Wurzel Wasser speichert, welche Spur wovon stammt. Dieses Wissen wurde über Zehntausende von Jahren weitergegeben und passt in keine App.
Abends sitzt du am Lagerfeuer und bekommst die alten Tanzrituale zu sehen. Tanz und Geschichten erzählen von der Geschichte und Kultur der San.
Aktivitäten: Grenzüberquerung von Namibia nach Botswana bei Buitepos und Mamuno
Optional: Buschmann-Spaziergang mit den San, Tanzrituale am Lagerfeuer
Distanz: Windhoek nach D’kar (ca. 8 bis 9 Stunden, 565 km)
Transport: Overland Truck
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
15. Tag: Von D’kar nach Maun
Weiter Richtung Maun, dem Tor zum Okavango Delta. Am Nachmittag hast du frei, bevor ihr gemeinsam das Camp aufbaut.
Hier rüstest du dich für die zweitägige Exkursion mit Übernachtung im Delta aus. Wichtig: Nimm eine 5-Liter-Flasche Wasser pro Person mit, die reicht zum Trinken und zum Waschen.
Optional kannst du in deiner freien Zeit einen Helikopterflug über das Delta buchen, und zwar mit ausgehängten Türen. Von oben öffnet sich das Buschland zu Überschwemmungsebenen, durchzogen von Wasserwegen, Flusspferdpfaden und Wildwechseln. Du bekommst Headsets, damit dein Pilot dir unterwegs erklären kann, was du da eigentlich siehst.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung in Maun, Vorbereitung auf die Delta-Exkursion
Optional: Helikopter-Rundflug über das Okavango Delta mit ausgehängten Türen
Distanz: D’kar nach Maun (ca. 4 Stunden, 280 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Sedia Hotel Campsite (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen
16. Tag: Von Maun ins Okavango Delta
Heute geht es mitten hinein in die Natur. Mit dem Safarifahrzeug fahrt ihr anderthalb Stunden zum Flussufer, dort wechselt ihr in Mokoros, die traditionellen Einbaumkanus.
Dein Poler stakt das Boot lautlos durch schmale Kanäle zwischen Schilf und Seerosen. Ohne Motor klingt Afrika völlig anders: Vögel, Wind, das Streifen der Halme am Boot. Das Okavango Delta ist das größte Binnendelta der Welt, ein Fluss, der nie das Meer erreicht.
Nachmittags geht es zu Fuß auf Pirsch, abends sitzt ihr mit den Einheimischen am Lagerfeuer, zählt Sternschnuppen, singt und trinkt einen Sundowner.
Hinweis: Es gibt keine Duschen und nur eine Buschtoilette. Das Camp ist sehr einfach und liegt mitten in der Natur. Bei dieser Landschaft und Tierwelt lohnen sich diese Abstriche.
Aktivitäten: Mokoro-Fahrt im Okavango Delta (1 bis 1,5 Stunden), Safariwanderung, Vogel- und Tierbeobachtung
Distanz: Maun ins Okavango Delta (ca. 1,5 Stunden)
Transport: Safariwagen, Mokoro
Übernachtung: Okavango Delta Camp (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
17. Tag: Vom Okavango Delta nach Nata
Der Tag beginnt mit einem Safari-Spaziergang bei Sonnenaufgang. Danach geht es im Mokoro und mit dem Motorboot zurück nach Maun, wo ihr um die Mittagszeit ankommt.
Truck beladen, weiter zu den uralten Affenbrotbäumen. Manche dieser Baobabs sind über tausend Jahre alt, ihre Stämme so dick, dass zehn Menschen sie nicht umfassen können.
Am späten Nachmittag erreicht ihr das Camp. Rundgang, Fotos, Sprung in den Pool und nach der Nacht im Busch endlich wieder eine ordentliche Dusche.
Aktivitäten: Safari-Spaziergang bei Sonnenaufgang, Rückkehr nach Maun, Besichtigung uralter Affenbrotbäume
Distanz: Mokoro-Fahrt (1 bis 1,5 Stunden), Delta nach Maun (ca. 1,5 Stunden), Maun nach Nata (ca. 5 Stunden, 301 km)
Transport: Mokoro, Safariwagen, Overland Truck
Übernachtung: Elephant Sands Lodge Campsite (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
18. Tag: Von Nata nach Kasane am Chobe
Weiter nach Norden nach Kasane am Chobe Nationalpark, der die größte Elefantenpopulation im südlichen Afrika beherbergt.
Am späten Nachmittag lohnt sich die optionale Bootsfahrt bei Sonnenuntergang auf dem Chobe. Dann kommen die Herden ans Wasser, teilweise zu Hunderten, dazu Krokodile und Flusspferde. Du sitzt im Boot mit einem Drink in der Hand und musst nichts weiter tun als schauen.
Danach Camp aufbauen unter einem Himmel voller Sterne.
Aktivitäten: Fahrt nach Kasane
Optional: Bootsfahrt bei Sonnenuntergang auf dem Chobe
Distanz: Nata nach Kasane (ca. 4 Stunden, 420 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Thebe River Safari Lodge Campsite (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen
19. Tag: Von Kasane zu den Victoriafällen
Wer mag, startet früh mit einer optionalen Safarifahrt im Chobe Nationalpark, im offenen Fahrzeug entlang des Flusses. Die dreistündige Fahrt am frühen Morgen ist die beste Gelegenheit für außergewöhnliche Sichtungen, und die Big Five sind hier keine Seltenheit.
Danach überquert ihr bei Kazungula die Grenze nach Simbabwe. Der Einstieg in Victoria Falls ist ungewöhnlich gut: Ihr esst traditionell simbabwisch beim Lusumpuko Women’s Club, einer Gruppe von Frauen aus einem nahen Township. Sie zeigen euch die traditionellen Essgewohnheiten und servieren ein Farm-to-Table-Menü aus lokalen, saisonalen Zutaten. Diese Mahlzeit sichert den 20 Mitgliedern der Kooperative ein Einkommen, das ihr Leben und das ihrer Familien verändert.
Hinweis: Eure Unterkunft liegt in Victoria Falls in Simbabwe, nicht in Livingstone in Sambia. Stelle sicher, dass du das passende Visum hast. Manche Nationalitäten brauchen ein Visum für Simbabwe, viele davon sind direkt an der Grenze erhältlich.
Aktivitäten: Grenzüberquerung von Botswana nach Simbabwe bei Kazungula, Mittagessen beim Lusumpuko Women’s Club
Optional: Safarifahrt im Chobe Nationalpark, Besuch der Victoriafälle (50 USD), Helikopterflug über die Victoriafälle (15 Minuten)
Distanz: Kasane nach Kazungula (ca. 1 Stunde, 20 km), Kazungula nach Victoria Falls (ca. 2 bis 3 Stunden, 65 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Explorers Village Camping (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen
20. Tag: Victoriafälle, Rafting im Sambesi
Freier Tag, und Victoria Falls ist der Ort, an dem auf einer Afrika Backpacking Reise die meisten ihr Budget deutlich überziehen. Zu Recht.
Der Klassiker ist die Wildwasser-Rafting-Tour auf dem Sambesi, direkt unterhalb der Fälle. Ihr navigiert durch die Schlucht, die das Wasser über Jahrtausende geschnitten hat, Stromschnellen bis Grad 5, Transfers und Mittagessen sind dabei.
Ein paar ehrliche Hinweise: Bedingungen und Preise schwanken je nach Saison. Hochwasser ist von Februar bis Juli, Niedrigwasser von August bis Januar, dann ist der Sambesi am wildesten. Zwischen März und April ist der Fluss je nach Regenmenge oft gesperrt. Du musst die tiefe Batoka-Schlucht hinab- und wieder hinaufsteigen, dafür solltest du einigermaßen fit sein. Die Parkgebühr von 10 USD ist nicht enthalten.
Wer lieber springt als paddelt, nimmt den Bungeesprung von der Victoria Falls Bridge. Und wer die Fälle von oben sehen will, bucht den Helikopterflug.
Ein Tipp mit Wirkung: Der Princess Laundry Service wäscht deine Sachen und wird von zehn Frauen aus der Gemeinde Mkhosana betrieben. Nach drei Wochen im Zelt ist saubere Wäsche ohnehin überfällig, und dein Geld finanziert hier Schulgeld.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung
Optional: Rafting bei den Victoriafällen (120 USD, 4 bis 7 Stunden), Sambesi-Bungeesprung (168 USD), Besuch der Victoriafälle (50 USD), Helikopterflug (15 Minuten), Princess Laundry Service (20 USD)
Übernachtung: Explorers Village Camping (oder ähnliche Unterkunft)
21. Tag: Victoriafälle, zweiter Tag zum Nachholen
Noch ein Tag hier. Komm ganz nah an die Fälle heran und werde vom Sprühnebel klatschnass, oder hol nach, was gestern nicht gepasst hat.
Neu im Angebot ist heute das Ziplining über dem Sambesi: 300 Meter an einem Stahlseil über den Stromschnellen der Batoka-Schlucht, mit Blick auf die Fälle. Beim Schaukeln über dem Sambesi springst du 80 Meter von der Victoria Falls Bridge, schnellst aber nicht zurück wie beim Bungee, sondern schwingst nach dem freien Fall durch die Schlucht. Wer moralische Unterstützung braucht, schwingt zu zweit.
Der 25-minütige Helikopterflug zeigt dir zusätzlich Livingstone Island, den Mosi-oa-Tunya Nationalpark und die hoch aufragenden Wände der Batoka-Schlucht.
Heute stoßen möglicherweise neue Reisende für den Rest des Abenteuers dazu. Abends kannst du sie bei einem Treffen mit der Gruppe kennenlernen, danach gibt es ein optionales gemeinsames Essen.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung, Willkommenstreffen mit neuen Mitreisenden
Optional: Helikopterflug 25 Minuten (284 USD), Helikopterflug 15 Minuten, Rafting (120 USD), Sambesi-Bungeesprung (168 USD), Schaukeln über dem Sambesi (168 USD), Ziplining über dem Sambesi (50 USD), Besuch der Victoriafälle (50 USD), Princess Laundry Service (20 USD)
Übernachtung: Explorers Village Camping (oder ähnliche Unterkunft)
22. Tag: Von den Victoriafällen nach Lusaka
Wecker klingelt früh, Abfahrt gegen 6 Uhr. Ihr überquert die Grenze von Simbabwe nach Sambia und fahrt über unebene, holprige Straßen Richtung Lusaka.
Ziel ist eine private Farm rund 29 Kilometer außerhalb der Hauptstadt. Dort kannst du Zebras, Büffel und Antilopen beobachten und dich am Pool oder an der Bar erholen.
Ehrlich gesagt ist das ein Zwischenstopp zwischen zwei Tagen auf Achse. Für Lusaka selbst bleibt keine Zeit.
Aktivitäten: Grenzüberquerung von Simbabwe nach Sambia
Distanz: Victoria Falls nach Lusaka (ca. 11 Stunden, 543 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Eureka Camping Park (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
23. Tag: Von Lusaka nach Südluangwa
Dreizehn Stunden. Das ist der längste Fahrtag der gesamten Reise, und daran gibt es nichts schönzureden. Die gute Nachricht: Genau an solchen Tagen entstehen die besten Gespräche im Truck, und am Ende kennst du die Lebensgeschichte von Leuten, die du vor drei Wochen nicht kanntest.
Ziel ist ein Camp am Ufer des Luangwa. Nach der Ankunft hast du Zeit, dich umzusehen.
Aktivitäten: Fahrt durch Sambia
Distanz: Lusaka nach Mfuwe (ca. 13 Stunden, 575 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Croc Valley Camp (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
24. Tag: Südluangwa, wo die Walking Safari erfunden wurde
Freier Tag im Wildtierparadies Südluangwa-Nationalpark.
Der Südluangwa gilt als Ursprungsort der Safari-Wanderung in Afrika. Zu Fuß durch den Park zu streifen ist etwas völlig anderes als eine Fahrt im Auto. Du hörst mehr, riechst mehr und bist unmittelbar Teil der Umgebung. Hier leben Thornicroft-Giraffen, die es nur in diesem Tal gibt, dazu Elefanten und Kapbüffel.
Alternativ gibt es die Safarifahrt, wahlweise morgens oder abends. Wer will, besucht ein nahegelegenes Dorf.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung in Mfuwe
Optional: Safarifahrt in Südluangwa (50 USD), Safari-Wanderung in Südluangwa (65 USD)
Übernachtung: Croc Valley Camp (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
25. Tag: Von Südluangwa nach Lilongwe
Früh raus für eine optionale Morgensafari, Kamera bereit.
Danach Mittagsstopp bei Tribal Textiles, einem Community-Workshop, der über 100 Menschen aus der Region beschäftigt. Die dort hergestellten Textilien finanzieren Bildungsarbeit in der Gemeinschaft und Organisationen, die sich für den Erhalt der Tierwelt im Südluangwa-Nationalpark einsetzen. Regelmäßige Arbeit hält außerdem die Wilderei in Schach, denn Menschen mit Einkommen müssen nicht wildern. Nach einer kurzen Führung esst ihr im Courtyard Café, das die einheimische Köchin Dorica und ihr Team leiten.
Anschließend überquert ihr bei Mwami und Mchinji die Grenze nach Malawi und fahrt weiter nach Lilongwe.
Aktivitäten: Besuch von Tribal Textiles mit Mittagessen im Courtyard Café, Grenzüberquerung von Sambia nach Malawi
Optional: Safarifahrt in Südluangwa (50 USD), Safari-Wanderung in Südluangwa (65 USD)
Distanz: Mfuwe nach Lilongwe (ca. 6 bis 7 Stunden)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Barefoot Lodge und Safaris (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
26. Tag: Von Lilongwe nach Kande Beach
Heute erreicht ihr den Malawisee, liebevoll See der Sterne genannt, weil die Lichter der Fischerboote nachts wie Sterne auf dem Wasser liegen.
Vier Nächte am See stehen bevor. Strandspaziergänge, Schwimmen im kristallklaren Wasser, Schnorcheln zwischen tropischen Fischen. Der Malawisee hat mehr Fischarten als jeder andere See der Erde, die meisten davon gibt es nirgendwo sonst. Für die Einheimischen ist er die Lebensgrundlage, sie fischen mit Einbaumkanus und langen Netzen.
Rund um den See leben viele ethnische Gruppen mit eigenen Sprachen, die meisten Menschen sind Christen, andere folgen traditionellen Glaubensvorstellungen.
Hinweis: In der Öffentlichkeit wird zurückhaltende Kleidung erwartet, Knie und Schultern bedeckt. Im Camp sind Badesachen in Ordnung.
Aktivitäten: Fahrt zum Malawisee
Distanz: Lilongwe nach Kande Beach (ca. 10 Stunden, 400 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Kande Beach Resort (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
27. Tag: Kande Beach, Strand und Abendessen im Dorf
Ein ganzer freier Tag an einem Ort, an dem nichts muss. Nach den langen Fahrtagen genau richtig.
Am Abend geht es zu Fuß ins Dorf Kande Beach, wo eine einheimische Familie für euch kocht. Du sitzt bei Leuten zuhause, siehst, wie sie leben, und verstehst danach mehr von Malawi als aus jedem Reiseführer.
Optional lernst du auf einem Dorfspaziergang die Lebensweise der Tonga kennen oder gehst schnorcheln. Der Malawisee bietet einige der besten Süßwasser-Schnorchelplätze Afrikas, mit klarer Sicht und einer Menge bunter Fische.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung, traditionelles Abendessen bei einer einheimischen Familie in Kande Beach
Optional: Dorfspaziergang (20 USD), Schnorcheln (25 USD)
Übernachtung: Kande Beach Resort (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
28. Tag: Von Kande Beach nach Chitimba
Ihr fahrt am Seeufer entlang in den Norden nach Chitimba. Vom Strand aus siehst du die Berge im Hintergrund und über den See hinweg bis nach Tansania.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung am nördlichen Malawisee
Distanz: Kande Beach nach Chitimba (ca. 7 Stunden, 235 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Chitimba Camp (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
29. Tag: Von Chitimba nach Iringa in Tansania
Vierzehn Stunden, der zweitlängste Tag der Reise. Dafür bekommst du eine der schönsten Strecken überhaupt.
Ihr überquert bei Songwe und Kasumulu die Grenze nach Tansania und klettert aus dem Großen Afrikanischen Grabenbruch über spektakuläre Gebirgspässe. Unterwegs ziehen weite Teeplantagen und Hochland am Fenster vorbei. Ziel ist die Kisolanza Farm bei Iringa, ein altes Farmhaus in Familienbesitz.
Aktivitäten: Grenzüberquerung von Malawi nach Tansania bei Songwe und Kasumulu
Distanz: Chitimba nach Iringa (ca. 14 Stunden, 534 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: The Old Farm House Kisolanza (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
30. Tag: Von Iringa ins Baobab Valley
Nach den beiden Monstertagen wird es heute deutlich entspannter. Es geht weiter nach Nordosten zum Camp im Baobab Valley am Ufer des Ruaha.
Zelt aufbauen, dann nach oben schauen. Der Sonnenuntergang über dem fruchtbaren Land Tansanias ist spektakulär, und danach kommen die Sternschnuppen. Wünsch dir was, bevor du einschläfst.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung im Baobab Valley
Distanz: Iringa ins Baobab Valley (ca. 5,5 Stunden)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Tan-Swiss Lodge Campsite (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
31. Tag: Vom Baobab Valley nach Dar es Salaam
Aufwachen zwischen Affenbrotbäumen, dann Fahrt nach Dar es Salaam. Irgendwann taucht am Horizont das Blau des Indischen Ozeans auf, und nach Wochen im Landesinneren riecht die Luft plötzlich nach Salz.
Die Stadt begann Mitte des 19. Jahrhunderts als Fischerdorf, bevor sie zum Hafen- und Handelszentrum wurde. Der Name bedeutet Haus des Friedens. Eine Nacht bleibt ihr hier, morgen geht es nach Sansibar.
Aktivitäten: Fahrt nach Dar es Salaam
Distanz: Baobab Valley nach Dar es Salaam (ca. 6 bis 6,5 Stunden)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Kipepeo Beach Camp Village (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
32. Tag: Von Dar es Salaam nach Jambiani auf Sansibar
Mit der Fähre setzt ihr nach Sansibar über, danach geht es im Privatfahrzeug quer über die Insel zu den Stränden im Südosten. Ziel ist Jambiani: weißer Sand, türkisfarbenes Wasser, Fischerboote am Horizont. Nach vier Wochen Staub fühlt sich das an wie eine andere Reise.
Hinweis: Sansibar ist muslimisch geprägt. In Stone Town gelten kurze Röcke und kurze Hosen als große Beleidigung und ziehen Belästigung nach sich. Am Strand sind die Sitten lockerer, respektiere die Kultur der Insel trotzdem und kleide dich in der Öffentlichkeit entsprechend. Mach nie ein Foto von Menschen, ohne vorher zu fragen.
Distanz: Dar es Salaam zum Hafen (ca. 1 Stunde), Fähre nach Stone Town (ca. 1,5 Stunden), Stone Town nach Jambiani (ca. 1,5 Stunden, 60 km)
Transport: Overland Truck, Fähre, Privatfahrzeug
Übernachtung: S&S Hotel Jambiani (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
33. Tag: Jambiani, Korallen und Dhow-Segeln
Ein freier Tag am Indischen Ozean. Tauchen, schnorcheln, segeln oder einfach in der Sonne liegen, du entscheidest.
Der Klassiker ist der ganztägige Safari Blue Segelausflug auf einer Dau, dem traditionellen Segelboot. Ihr legt an einer einsamen Sandbank an und esst ein traditionelles Gericht aus dem Fang des Tages. Danach paddelst du in einem Kanu, das aus einem einzigen Mangobaum geschnitzt wurde. Schnorchelausrüstung ist dabei.
Beim Tauchen geht es per Boot nach Mnemba, einer kleinen Insel mit ringförmigem Riff, bunten Korallen und exzellenter Sicht. Mit Glück tauchen Große Tümmler auf.
Bei der Swahili Kulturtour lernst du das Leben der Einheimischen kennen: Männer flechten Palmwedel für die Strohdächer ihrer Hütten, du spielst eine Partie Bao, die Lieblingsbeschäftigung der Sansibaren, und schaust einer traditionellen Tanzvorführung zu.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung in Jambiani
Optional: Safari Blue ganztägiger Segelausflug (60 bis 100 USD), Swahili Kulturtour (70 bis 200 USD, 3 bis 4 Stunden), Tauchen bei Mnemba (130 USD), Schnorcheln (40 USD)
Übernachtung: S&S Hotel Jambiani (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
34. Tag: Von Jambiani nach Stone Town
Zurück nach Stone Town, dem Herz der Insel, für einen letzten Abend auf Sansibar.
Vorher steht die Gewürzplantage auf dem Programm, und ohne die wäre kein Sansibar-Besuch komplett. Schwarzer Pfeffer, Kardamom, Zimt, Muskatnuss, Brotfrucht, Jackfrucht, Vanille, Zitronengras. Du riechst, probierst und erfährst, wie man das alles verwendet. Und du erfährst auch die andere Seite: Es waren genau diese Plantagen, die ab etwa 1840 den berüchtigten Sklavenhandel nach Sansibar brachten.
Danach erkundest du das Labyrinth aus engen Kopfsteinpflastergassen zwischen arabisch geprägten Gebäuden. Halte Ausschau nach Tingatinga-Malereien, Antiquitätenläden, bedruckten Tüchern und kleinen geschnitzten Truhen. Optional gibt es eine Stadtführung, bei der ihr auch die historische Stätte des Sklavenmarkts besucht.
Aktivitäten: Führung auf einer Gewürzplantage, Zeit zur freien Verfügung in Stone Town
Optional: Stadtführung durch Stone Town (15 USD)
Distanz: Jambiani nach Stone Town (ca. 3 Stunden, 60 km)
Transport: Privatfahrzeug
Übernachtung: Spice Palace Hotel (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
35. Tag: Von Stone Town nach Bagamoyo
Mit der Fähre zurück aufs Festland, danach nach Norden in die Küstenstadt Bagamoyo. Am Abend hast du frei, um durch die unbefestigten Straßen zu laufen. Bagamoyo war im späten 19. Jahrhundert einer der wichtigsten Handelshäfen der ostafrikanischen Küste und steht heute auf der UNESCO-Welterbeliste.
Hinweis: Wenn du den Sansibar Express gebucht hast, bleibst du in Stone Town, während die Gruppe zur Fähre aufbricht. Du hast einen freien Tag zum Shoppen, Entspannen oder für Sehenswürdigkeiten und fliegst morgen zur Gruppe. Inklusive sind alle Transfers, der Inlandsflug und eine zusätzliche Nacht in Stone Town, Frühstück inbegriffen. Damit sparst du dir die zweitägige Überlandfahrt.
Distanz: Fähre Stone Town nach Dar es Salaam (ca. 1,5 Stunden), Dar es Salaam nach Bagamoyo (ca. 1,5 bis 2 Stunden, 60 km)
Transport: Fähre, Overland Truck
Optional: Sansibar Express, Flug statt Überlandfahrt
Übernachtung: Firefly Bagamoyo Campsite (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
36. Tag: Von Bagamoyo nach Arusha
Dreizehn Stunden durch wechselnde Landschaften. Halte die Augen offen: Unterwegs zeigt sich mit etwas Glück der Kilimandscharo, mit 5.895 Metern der höchste Berg Afrikas. Glück deshalb, weil er meistens hinter einem Wolkenschleier steckt. Wenn er sich zeigt, hältst du unwillkürlich die Luft an.
Arusha liegt am Fuß des zerklüfteten Mount Meru, einem der höchsten Berge Afrikas, und ist das Tor zur Serengeti.
Nutze den Nachmittag, um deinen Tagesrucksack für die dreitägige Exkursion in die Serengeti und zum Ngorongoro-Krater zu packen. Denk an warme Kleidung für die Nacht am Kraterrand, dazu Insektenschutz, Sonnencreme und Wasser. Bettwäsche ist gestellt, ein zusätzlicher Schlafsack schadet trotzdem nicht, oben wird es kalt.
Sansibar Express: Am Morgen Transfer vom Hotel in Stone Town zum Flughafen, Flug nach Arusha, danach zurück zur Gruppe. Nur Frühstück und Abendessen inbegriffen.
Aktivitäten: Vorbereitung auf die Exkursion in die Serengeti
Distanz: Bagamoyo nach Arusha (ca. 13 Stunden, 590 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Meserani Snake Park (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
37. Tag: Von Arusha in den Serengeti Nationalpark
Wenn du von deiner Afrika Backpacking Reise nur einen Tag mitnehmen dürftest, wäre es wahrscheinlich dieser. Nach dem Frühstück startet der dreitägige Ausflug in den Serengeti Nationalpark und zum Ngorongoro-Krater, zwei der wichtigsten Wildschutzgebiete des Kontinents.
Ihr steigt in Allrad-Safarifahrzeuge für sieben Personen um und lernt eure Fahrer und Safari-Guides kennen. Die Wagen haben Schiebefenster und ein großes einklappbares Verdeck, du stehst also mit dem Oberkörper im Freien und hast freie Sicht in alle Richtungen. Weil sie kleiner sind als der Overland Truck, kommt ihr dorthin, wo er nicht hinkommt. Die Gruppe wird auf mehrere Fahrzeuge verteilt.
Am Nachmittag folgt auf dem Weg zum Campingplatz die erste Safarifahrt. Zebras, Gnus, Löwen, Elefanten, Büffel. Die tansanische Serengeti ist deutlich leerer als viele Reservate in Kenia, du teilst dir die Aussicht also nicht mit dreißig anderen Jeeps. Der Name kommt aus der Sprache der Maasai und bedeutet endlose Ebene. Nach zehn Minuten verstehst du, warum.
Aktivitäten: Safarifahrt durch den Serengeti Nationalpark
Distanz: Arusha in die Serengeti (ca. 10 Stunden, 320 km)
Transport: 7-sitziger Allrad-Geländewagen
Übernachtung: Seronera Campsite (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
38. Tag: Von der Serengeti zum Ngorongoro
Noch eine Safari am frühen Morgen, bevor ihr die Serengeti verlasst. Du siehst zu, wie die Savanne wach wird, und das ist eine komplett andere Tageszeit als jede andere hier. Alles bewegt sich, alles jagt oder frisst oder trinkt.
Danach Camp abbauen und weiter ins Landschaftsschutzgebiet Ngorongoro, das für die besten Tierbeobachtungen Afrikas berühmt ist. Am Kratergrund gibt es ganzjährig Wasser, deshalb sind dort immer Tiere. Die Aussicht vom Kraterrand haut dich um. Am späten Nachmittag erreicht ihr den Campingplatz oben, und jetzt zahlt sich der Pulli aus: Auf dieser Höhe wird es nachts richtig kalt.
Hinweis: Wenn du die Serengeti-Ballonsafari vorab gebucht hast, findet sie voraussichtlich heute statt. Eine Stunde lautlos über Gras und Herden, danach Champagnerfrühstück im Nichts. Der Termin kann sich ändern, dein CEO bestätigt ihn vor Ort. Du verpasst die Morgensafari mit der Gruppe, hast dafür aber die Aussicht, von der die anderen später Fotos sehen wollen.
Aktivitäten: Safari im Serengeti Nationalpark am Morgen
Optional: Serengeti-Ballonsafari
Distanz: Serengeti zum Ngorongoro (ca. 10 Stunden, 160 km)
Transport: 7-sitziger Allrad-Geländewagen
Übernachtung: Simba Campsite (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
39. Tag: Vom Ngorongoro zurück nach Arusha
Wecker früh stellen, es lohnt sich. Ihr fahrt hinunter in den Ngorongoro-Krater, vorbei an Maasai-Hirten, die im Morgennebel auftauchen wie aus einem Film.
Unten wartet eine der dichtesten Tierpopulationen der Welt, eingesperrt von 600 Meter hohen Kraterwänden. Zebras, Gazellen, Büffel, Warzenschweine. In Sumpf und Wald leben Flusspferde, Spitzmaulnashörner, Elefanten, Paviane und weitere Affenarten. Kamera bereit für Löwenrudel oder einen Leoparden, der allein durch die Savanne zieht.
Am späten Vormittag geht es aus dem Krater heraus und zurück nach Arusha.
Aktivitäten: Safarifahrt im Ngorongoro-Krater am Morgen
Distanz: Ngorongoro nach Arusha (ca. 9 Stunden, 200 km)
Transport: 7-sitziger Allrad-Geländewagen
Übernachtung: Meserani Snake Park (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
40. Tag: Von Arusha nach Nairobi
Abfahrt am Morgen, Überlandfahrt nach Nairobi. An der Grenze bei Namanga gibt es den nächsten Stempel, und langsam füllt sich dein Pass ganz ordentlich.
Ehrlicher Hinweis: Dies ist ein Kombi-Trip. Einige Mitreisende beenden ihre Reise heute Abend hier. Nach so vielen Wochen zusammen fühlt sich dieser Abend seltsam an, und du solltest ihn entsprechend begehen.
Aktivitäten: Grenzüberquerung von Tansania nach Kenia bei Namanga
Distanz: Arusha nach Nairobi (ca. 7 bis 8 Stunden, 283 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: The Heron Hotel Nairobi (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen
41. Tag: Nairobi, Tag zur freien Verfügung
Ein freier Tag in einer Metropole mit über vier Millionen Einwohnern, bevor es weiter nach Uganda geht. Nach fünf Wochen unterwegs ist Nichtstun eine völlig legitime Option.
Wer trotzdem raus will: Das David Sheldrick Elefanten-Waisenhaus zieht die meisten an. Die Organisation rettet verwaiste Elefanten und Nashörner und wildert sie später wieder aus. Wenn die Jungtiere zur Fütterung angerannt kommen, wird selbst der coolste Typ in der Gruppe kurz still.
Das Karen Blixen Museum war das Wohnhaus der dänischen Schriftstellerin und Kaffeefarmerin, deren Buch als Jenseits von Afrika verfilmt wurde, mit Blick auf die Ngong Hills. Bei Bomas of Kenya siehst du, wie unterschiedlich die Volksgruppen des Landes leben, samt Tanzvorführung. Und wer kulinarisch mutig ist, geht ins Carnivore Restaurant und probiert sich über offener Flamme durch alles, was du zuhause nicht auf der Karte findest.
Am Abend kannst du optional zum Begrüßungstreffen dazukommen, denn hier stoßen neue Leute zur Gruppe.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung in Nairobi
Optional: Begrüßungstreffen für Reisende auf Kombi-Trips
Übernachtung: The Heron Hotel Nairobi (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
42. Tag: Von Nairobi in die Masai Mara
Durch den Großen Afrikanischen Grabenbruch geht es zu einem der berühmtesten Nationalparks Afrikas. Am späten Nachmittag folgt die erste Tierbeobachtungsfahrt, mit guten Chancen auf einige der Big Five.
Die Masai Mara spielt in der obersten Liga. Sie ist bekannt für ihre Dichte an Großkatzen, also Löwen, Leoparden und Geparden. Dazu ziehen jedes Jahr rund zwei Millionen Gnus, Zebras und Thomson-Gazellen auf der Suche nach Wasser über diese Steppen, die größte Tierwanderung der Erde.
Du beobachtest grasende Elefanten und Giraffen, fotografierst Zebras und Gnus und siehst mit etwas Glück Raubtiere an einer frisch erlegten Beute. Das ist dann nicht mehr Doku, das ist direkt vor deinem Fenster.
Aktivitäten: Safarifahrt in der Masai Mara am späten Nachmittag
Distanz: Nairobi in die Masai Mara (ca. 6,5 Stunden, 386 km)
Transport: Safariwagen
Übernachtung: Kenia Safari Camp, Zelte (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
43. Tag: Masai Mara, Safari am frühen Morgen
Früh raus, denn dann passiert am meisten. Auch im weiteren Tagesverlauf beobachtest du Wildtiere, während ihr die Ebenen und Flüsse des Naturschutzgebiets durchquert.
Hinweis: Falls du die Ballonsafari über der Masai Mara vorab gebucht hast, ist heute wahrscheinlich der Tag. Es geht kurz vor Sonnenaufgang los, eine Stunde schwebst du über dem Mara River, den Ebenen und Wäldern, danach wartet am Landeplatz ein Champagnerfrühstück. Der Ballon startet nur mit mindestens zwei Passagieren an Bord, sonst bekommst du dein Geld zurück. Dein CEO bestätigt den Termin vor Ort. Du verpasst die inkludierte Morgensafari, hast dafür die Perspektive, die alle wollen.
Aktivitäten: Safarifahrt in der Masai Mara
Optional: Ballonsafari über der Masai Mara
Transport: Safariwagen
Übernachtung: Kenia Safari Camp, Zelte (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
44. Tag: Von der Masai Mara zum Lake Nakuru Nationalpark
Mittagspause im Café Ubuntu, das unser Partner unterstützt. Jede Mahlzeit hier fließt zurück in die Gemeinschaft und finanziert die Ubuntu School, die sich für die Rechte und die Bildung von Kindern mit besonderem Förderbedarf einsetzt, über therapeutische und berufsbildende Programme. Wenn du hier ein Souvenir kaufst, hat es tatsächlich eine Geschichte und nicht nur ein Preisschild.
Am Nachmittag folgt die Safarifahrt im Lake Nakuru Nationalpark. Halte Ausschau nach Spitzmaulnashörnern, Büffeln, Impalas, Hyänen und mit Glück nach Löwen und Leoparden. Am Seeufer stehen Pelikane und Kormorane, dazu leben hier zahlreiche weitere Vogelarten wie Taucher, Weißflügelseeschwalben, Stelzenläufer, Säbelschnäbler und Enten.
Aktivitäten: Besuch des Café Ubuntu mit Mittagessen, Safarifahrt im Lake Nakuru Nationalpark
Distanz: Masai Mara nach Maai Mahiu (ca. 4 Stunden, 210 km), Maai Mahiu zum Lake Nakuru Nationalpark (ca. 3 Stunden, 70 km)
Transport: Safariwagen, Overland Truck
Übernachtung: Campingplatz Nderit (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
45. Tag: Vom Lake Nakuru nach Eldoret
Am Morgen noch eine Safarifahrt im Lake Nakuru Nationalpark, diesmal aus dem Overland Truck heraus. Nashörner, Büffel, Impalas, Hyänen, Löwen und Leoparden, letzte Chance auf dieser Etappe.
Danach weiter nach Eldoret, einer Stadt auf über 2.000 Metern. Aus dieser Gegend kommt ein Großteil der besten Langstreckenläufer der Welt, was in dieser Höhenlage plötzlich sehr viel Sinn ergibt.
Aktivitäten: Safarifahrt im Lake Nakuru Nationalpark
Distanz: Lake Nakuru Nationalpark nach Eldoret (ca. 3 bis 4 Stunden, 170 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Greenwoods Resort and Campsite (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
46. Tag: Von Eldoret nach Kampala
Grenze bei Malaba, danach campt ihr am Rand der Hauptstadt Ugandas. Ein langer Tag, bei dem die Grenzformalitäten zusätzlich Zeit fressen. Solche Tage gehören zu einer Afrika Backpacking Reise dazu und sind meistens genau die, an denen die besten Gespräche im Truck entstehen.
Aktivitäten: Grenzüberquerung von Kenia nach Uganda bei Malaba
Distanz: Eldoret nach Kampala (ca. 11 bis 12 Stunden, 350 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Red Chilli Hideaway (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
47. Tag: Von Kampala zum Bunyonyi-See
Mach es dir bequem, heute steht eine lange Etappe an. Unterwegs überquert ihr den Äquator. Ja, es gibt ein Schild. Ja, alle machen das Foto. Mach es auch.
Distanz: Kampala zum Lake Bunyonyi (ca. 11 Stunden, 520 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Bunyonyi Overland Resort (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
48. Tag: Gorilla-Trekking im Bwindi Impenetrable National Park
Heute kommt der Tag, von dem du in zehn Jahren noch erzählst: eine geführte Wanderung tief in den Bwindi Impenetrable National Park zu einer Familie von Berggorillas.
Die Wanderung dauert zwischen einer und sechs Stunden, je nachdem, wo die Tiere gerade unterwegs sind. Bereite dich ordentlich vor: genug Wasser, wasserdichte Kleidung, denn hier fängt es innerhalb von Minuten an zu schütten, dazu Schutzhüllen für die Kamera. Lange Kleidung schützt Arme und Beine vor den Brennnesseln. Bis du warmgelaufen bist, ist es kühl.
Und dann stehst du da. Ein Silberrücken dreht sich um, schaut dich an und wendet sich wieder ab, als wärst du nicht weiter der Rede wert. Genau diese Beiläufigkeit ist das, was dich umhaut.
Hinweis: Je nachdem, an welchem Tag eure Permits gelten, kann die Wanderung auch erst am zweiten vollen Tag am Bunyonyi-See stattfinden. Die Behörden in Uganda schützen die Tiere streng und erlauben derzeit maximal acht Personen pro Tag und Gorillafamilie. Die Gruppe wird deshalb aufgeteilt und wandert je nach Teilnehmerzahl an unterschiedlichen Tagen.
Aktivitäten: geführte Berggorilla-Wanderung im Bwindi Impenetrable National Park (1 bis 6 Stunden)
Übernachtung: Bunyonyi Overland Resort (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
49. Tag: Bunyonyi-See, der Ort der kleinen Vögel
Freier Tag am wohl schönsten See Ugandas, umgeben von terrassierten Hügeln. Nach dem gestrigen Tag darf der Kopf ruhig mal leerlaufen.
Spring ins Wasser, das erfrischt nach Wochen im Staub. Optional leihst du dir ein Kanu und paddelst raus, oder du gehst mit einem fachkundigen Ornithologen am Ufer entlang. Das Wort Bunyonyi bedeutet in der Landessprache Ort der kleinen Vögel, und der Name ist hier Programm. Beim Naturspaziergang entdeckst du die Landschaft rund um den See und lernst in den Dörfern die Menschen kennen. Entspannter wird es bei einer Motorbootfahrt, bei der du die Geschichten der umliegenden Inseln erfährst.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung am Bunyonyi-See
Optional: Kanuverleih (10 USD, 3 bis 4 Stunden), ornithologische Wanderung (10 USD), Naturspaziergang (5 USD), Motorbootfahrt (40 USD, 15 Minuten bis 1 Stunde)
Übernachtung: Bunyonyi Overland Resort (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Abendessen
50. Tag: Vom Bunyonyi-See zum Kalinzu Forest Reserve
Ein Reisetag, an dem Uganda an dir vorbeizieht. Und Uganda ist grüner, als die meisten Afrika erwarten, nicht umsonst nannte Churchill das Land die Perle Afrikas.
Am Ziel gibt es optional eine zweistündige Bootsfahrt auf dem Kratersee, mit Blick auf Wizard Island, Phantom Ship und weitere Felsformationen.
Aktivitäten: Fahrt zum Kalinzu Forest Reserve
Optional: Bootsfahrt auf dem Kratersee (40 USD, ca. 2 Stunden)
Distanz: Lake Bunyonyi zum Kalinzu Forest Reserve (ca. 4 bis 5 Stunden, 155 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Craters Campsite und Country Lodge (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
51. Tag: Schimpansen im Kalinzu Forest, weiter zum Lake Mburo
Früh aus dem Zelt für den inkludierten Ausflug auf den Spuren der Schimpansen. Du hörst sie lange, bevor du sie siehst, ihre Rufe tragen kilometerweit durch den Wald.
Ihr wandert entlang der Bergrücken und Täler des Rift-Tals und beobachtet die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum. Von den Waldwegen hast du Ausblicke auf das Rwenzori-Gebirge, den Eduardsee, den Kazinga-Kanal und bis in den Kongo. Euer Naturführer erzählt von den volkstümlichen Bräuchen und der Nutzung dieser Waldregion.
Danach besuchst du mit einem lokalen Guide eine Teeplantage und erfährst alles von der Ernte bis zur perfekten Tasse, bevor es weiter zum Lake Mburo Nationalpark geht.
Aktivitäten: Ausflug zur Schimpansenbeobachtung im Kalinzu Forest Reserve (1 bis 5 Stunden), Besuch einer Teeplantage (ca. 1 Stunde)
Optional: Bootssafari am Lake Mburo (30 USD), Naturspaziergang im Lake Mburo Nationalpark (25 USD)
Distanz: Kalinzu Forest Reserve zum Lake Mburo Nationalpark (ca. 4 bis 5 Stunden, 150 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Leopard Rest Camp (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
52. Tag: Vom Lake Mburo nach Jinja
Auf dem Weg nach Jinja, Ugandas Abenteuerhauptstadt, überquert ihr den Äquator zum zweiten Mal. Diesmal darfst du das Foto überspringen.
Unterwegs haltet ihr am AidChild Equation Café mit Galerie, das direkt auf dem Äquator liegt. Umgeben von Gemälden und Kunsthandwerk lokaler Künstler isst du eine Mahlzeit aus traditionellen ugandischen Zutaten mit modernem Twist. Dein Mittagessen unterstützt AidChild, eine Non-Profit-Organisation, die Kindern und Jugendlichen mit HIV in Uganda Unterstützung, medizinische Versorgung und Bildung bietet.
Aktivitäten: Besuch des AidChild Equation Café mit Mittagessen
Distanz: Lake Mburo Nationalpark nach Jinja (ca. 9 bis 10 Stunden, 325 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Nile River Explorers River Camp (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen
53. Tag: Jinja, Rafting auf dem Weißen Nil
Jinja ist die Adresse für Outdoor und Adrenalin, und heute gehört der Tag ganz dir.
Das Aushängeschild ist das Rafting auf dem Nil. Früh raus, dann eine ganztägige Tour, bei der du deine Paddelkünste unter Beweis stellst, während die Gischt ins Achtmannboot schlägt. Geeignet von Einsteigern bis Profis, Essen und Getränke mit der Gruppe sind dabei. Das lässt sich schon bei der Buchung dazunehmen, sprich uns einfach an.
Wer es kontrollierter mag, macht einen Kajaktrip auf dem Wildwasser, entweder mit Einführungskurs oder direkt im Zweierkajak mit erfahrenem Guide. Beim Quadausflug fährst du am Nilufer entlang durch Wälder, über Farmland und vorbei an kleinen Dörfern. Die Mountainbiketour im Mabira-Wald führt durch Dörfer und Plantagen, danach in den Wald auf Affensuche.
Ruhiger wird es bei der Nil-Kreuzfahrt zum Sonnenuntergang, mit einem Cocktail in der Hand. Und wenn nach fast acht Wochen Afrika immer noch Adrenalin fehlt: Bungee-Jumping über dem Nil.
Aktivitäten: Zeit zur freien Verfügung in Jinja
Optional: Rafting auf dem Nil (140 USD), Kajakfahren (140 bis 160 USD, 5 bis 6 Stunden), Bungee-Jumping (145 USD, 3 bis 4 Stunden), Quadausflug (105 USD), Mountainbiken im Mabira-Wald (55 USD), Nil-Kreuzfahrt bei Sonnenuntergang (30 USD)
Übernachtung: Nile River Explorers River Camp (oder ähnliche Unterkunft)
54. Tag: Von Jinja nach Eldoret
Zurück über die Grenze bei Malaba nach Kenia. Ein Zwischenstopp zwischen zwei langen Fahrtagen, mehr steht heute nicht an. Zeit, die Fotos zu sortieren und zu realisieren, wie viel du in den letzten Wochen gesehen hast.
Aktivitäten: Grenzüberquerung von Uganda nach Kenia bei Malaba
Distanz: Jinja nach Eldoret (ca. 8 bis 9 Stunden, 270 km)
Transport: Overland Truck
Übernachtung: Greenwoods Resort and Campsite (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen
55. Tag: Von Eldoret nach Nairobi, Ende der Reise
Letzte Etappe nach Nairobi, wo deine Reise am späten Nachmittag endet. 55 Tage, neun Länder, ein halber Kontinent. Der Moment, in dem der Truck zum letzten Mal ausrollt, ist merkwürdig leise. Nummern tauschen, bevor sich alle in verschiedene Richtungen verteilen.
Wir empfehlen dir dringend, mindestens eine weitere Nacht in Nairobi zu buchen. Nach so einer Reise willst du nicht direkt in den Flieger steigen. Bei Übernachtungen und Anschlusstouren helfen wir dir gerne weiter.
Aktivitäten: Abreise
Distanz: Eldoret nach Nairobi (ca. 9 bis 10 Stunden, 315 km)
Transport: Overland Truck
Mahlzeiten: Frühstück