Auyan Tepui Trekking: acht Tage über den Tafelberg und 14 Abseilfahrten über den Salto Ángel
Dieses Auyan Tepui Trekking endet nicht auf dem Plateau. Es endet an einem Seil. Nach acht Tagen Fußmarsch über den Tafelberg stehst du an der Kante, an der der Río Kerepakupai ins Nichts kippt und steigst dann in rund 14 Abseilfahrten die Ostwand des Salto Ángel hinunter. 979 Meter, der höchste Wasserfall der Erde, von oben nach unten. Dazwischen liegt eine Nacht auf einem Felsband mitten in der Wand, geschützt gegen den Regen nur so weit, wie Fels eben schützt. Das machen weltweit ein paar Dutzend Menschen im Jahr.
Für wen dieses Trekking gemacht ist und für wen nicht
Sei ehrlich zu dir: Das ist keine Trekkingreise mit Extras. Der Veranstalter vor Ort stuft die Tour mit 5 von 5 als extrem ein und das ist keine Untertreibung. Acht Tage läufst du mit eigenem Gepäck (gegen Aufpreis auch mit Träger) durch Savanne, Galeriewald, Sumpf und Felslabyrinth, schläfst im Zelt und unter Felsdächern, wäschst dich im Fluss und hast kein Netz. Dann kommen zwei Tage an der Wand, bei denen du deine Abseilausrüstung selbst bedienst.
Wer Höhe nicht aushält oder körperlich nicht sehr fit ist, wird hier unglücklich. Wer genau das sucht, findet kaum etwas Vergleichbares auf der Welt.
Der Auyan Tepui: ein Felslabyrinth von der Fläche Hamburgs
Häuser der Götter im Canaima Nationalpark
Der Auyan Tepui liegt im Canaima Nationalpark im Südosten Venezuelas, seit 1994 UNESCO-Weltnaturerbe und mit rund 30.000 Quadratkilometern größer als Belgien. Tepuis nennen die Pemón Häuser der Götter, bestiegen wurden sie über Jahrhunderte nicht.
667 Quadratkilometer Gipfelfläche
Mit rund 667 Quadratkilometern Gipfelfläche ist der Auyan Tepui einer der größten dieser Tafelberge: ein zerklüftetes Steinlabyrinth aus Canyons, Platten, Türmen und Spalten, dazu die Simas, mehrere hundert Meter tiefe Löcher im Fels. Genau dieses Gelände macht das Trekking auf dem Auyan Tepui so fordernd und so einzigartig.
Eine vergessene Welt aus Milliarden Jahre altem Gestein
Älter als fast alles
Das Gestein ist Roraima-Quarzit und gehört mit einem Alter im Milliardenbereich zu den ältesten Sedimenten der Erde. Fossilien gibt es keine, denn als sich diese Schichten ablagerten, lebten auf dem Planeten kaum mehr als Einzeller.
Arten, die es nur hier gibt
Was oben auf den Plateaus wächst, ist seit Ewigkeiten von der Tiefebene abgeschnitten und hat sich getrennt entwickelt. Viele Arten kommen nur auf einem einzigen Tepui vor. Arthur Conan Doyle hat daraus Die vergessene Welt gemacht und oben zwischen Nebel, schwarzem Fels und fleischfressenden Pflanzen verstehst du sofort warum.
Geführt von jemandem, der diese Wand selbst eingerichtet hat
Geführt wird die Expedition von einem venezolanischen Bergführer mit über 37 Jahren Erfahrung an den Tepuis, der die Wand des Salto Ángel zweimal geklettert und die festen Standplätze für die Abseilfahrten selbst neu eingerichtet hat.
2x Übernachtung in einer einfachen Posada in Canaima (Mehrbettzimmer)
1x Übernachtung in einer einfachen Posada in Uruyén (Mehrbettzimmer)
8x Übernachtung im Zelt (Zweipersonen-Zelt, teilweise unter Felsdächern)
1x Biwak auf dem Felsband in der Wand des Salto Ángel
2x Übernachtung in Hängematten (Isla Ratón und Camp Aonda)
Linienflug Caracas (Maiquetía) – Canaima – Caracas (Maiquetía), 23 kg Freigepäck und 5 kg Handgepäck
Buschflug Canaima – Uruyén mit einer Cessna 206, 15 kg Freigepäck
Alle Bootstransfers laut Programm (Laguna de Canaima, Salto El Hacha, Salto El Sapo, Mirador Ucaima, Rückweg ab Isla Ratón)
Eintritts- und Gemeindegebühren für den Canaima Nationalpark sowie für Canaima und Kamarata
alle nötigen Permits
Beantragung und Abwicklung der INPARQUES-Genehmigungen
Spezialisierte Guides mit Zertifizierung in Seiltechnik und Abseilen während der gesamten Tour
Einheimische Pemón-Guides während des gesamten Trekkings
Träger für das Gemeinschaftsgepäck (Zelte, Verpflegung, Küchenausrüstung, Seile)
Koch und komplette Küchenausrüstung während der Trekkingtage
Zertifizierte Seile und Gruppenausrüstung für die Abseilfahrten am Salto Ángel
Persönliche Ausrüstung: Klettergurt, Helm, Bandschlingen und Reepschnüre
Abseiltraining vor Reisebeginn zur Materialkunde und Eingewöhnung
Persönliche Vorabberatung zu Ausrüstung und Vorbereitung
Erste-Hilfe-Ausrüstung
Satellitentelefon (ausschließlich für Notfälle)
Reise-T-Shirt
Mahlzeiten: 14x Frühstück, 14x Mittagessen, 14x Abendessen (vom Mittagessen am 1. Tag bis zum Frühstück am Abreisetag)
Optionale Leistungen
internationale Flüge nach und ab Caracas
Zusatznacht Caracas: La Guaricha (einfach): 75 EUR pro Zimmer, La Floresta (mittel): 225 EUR pro Zimmer, Sebas 202 (gehoben) 250 EUR pro Zimmer inklusive aller Flughafentransfers
Übergepäck auf den Inlands- und Buschflügen
persönliche Träger für das eigene Gepäck während des Trekkings (400 EUR für 15 kg bei 10 Tagen)
persönliche Abseilausrüstung: 5 Karabiner und 1 Abseilgerät (ATC). Die technischen Spezifikationen und Bezugsquellen bekommst du vorab von uns
Isomatte und Schlafsack
Trinkgelder
persönliche Ausgaben
nationale und internationale Flughafen- und Ausreisesteuern
nicht genannte Mahlzeiten und Getränke in Caracas (ca. 120 EUR)
Mehrkosten für spezielle Verpflegung (vegan, Unverträglichkeiten, Allergien)
Gelbfieberimpfung und weitere reisemedizinische Vorsorge (die Gelbfieberimpfung ist für den Zugang zum Canaima Nationalpark verpflichtend)
Kosten für Rettung, Bergung und Evakuierung im Notfall
Reiseversicherung: Reisestorno, Reiseabbruch und Reise-Krankenversicherung inklusive Rückholung (diese ist obligatorisch). Achte darauf, dass Trekking und Abseilen ausdrücklich eingeschlossen sind, viele Standardtarife schließen genau das aus. Der Abschluss einer Reisegepäckversicherung ist ratsam. Unsere detaillierten Angebote kannst du hier nachlesen: Reiseversicherungen
Verpflegung während der Venezuela Expedition In Caracas sind die Mahlzeiten nicht im Reisepreis enthalten, du isst dort in kleinen Restaurants, Cafés und Bars. Ab dem Mittagessen des ersten Reisetages bis zum Frühstück am Abreisetag ist Vollpension inklusive. Das Frühstück besteht aus Kaffee, Tee, heißer Milch, Margarine, Käse, Wurst, Marmelade, Brot und Eiern, ab und zu gibt es frisch gebackene Arepas. Verderbliche Waren wie Wurst und Käse halten sich bei der Hitze allerdings nicht lange. Das Frühstück fällt gegen Ende des Trekkings deshalb kleiner aus, denn unterwegs gibt es keine Möglichkeit, Lebensmittel nachzukaufen. Der Mittagssnack besteht meist aus einem Sandwich, Thunfischsalat mit Crackern oder ähnlich leichter Kost, herzhafte Mahlzeiten würden beim Trekking zu schwer im Magen liegen. Am Abend steht dafür ein ausgiebiges Essen mit Suppe, Hauptgericht und Nachtisch auf dem Programm. Zusätzlich musst du Snacks für rund zehn Tage selbst mitbringen, zum Beispiel Nüsse, Trockenfrüchte, Riegel und Schokolade.
Informationen zur Reise
1. Tag: Caracas – Canaima Nationalpark, Ankunft am Salto El Sapo
Von Maiquetía, dem Flughafen von Caracas, fliegst du direkt in die Pemón-Gemeinde Canaima nmitten im Canaima Nationalpark. Schon der Anflug lohnt den ganzen Tag: unter dir die Gran Sabana, dann die ersten Tafelberge, die wie Schiffsrümpfe aus dem Regenwald ragen. Nach der Landung wird die Parkgebühr entrichtet (im Preis enthalten) und es geht in die Posada.
Der Nachmittag gehört der Laguna de Canaima. Der Río Carrao stürzt hier gleich über mehrere Stufen in eine Lagune mit rosafarbenem Sandstrand, gefärbt von Quarz und von Tannin aus dem Urwald. Am Salto El Sapo läufst du hinter dem Wasserfall entlang, zwischen Fels und herabstürzender Wand aus Wasser. Nass wirst du garantiert. Dazu kommen der Salto El Hacha und der Blick von Ucaima. Am späten Nachmittag wird es ernst: Ausrüstung sortieren, Gepäck wiegen, Logistik für die kommenden Tage festzurren.
Übernachtung: Posada in Canaima, Mehrbettzimmer Transport: Linienflug Maiquetía – Canaima, Boot, zu Fuß Mahlzeiten: Mittagessen, Abendessen
2. Tag: Flug nach Uruyén, Ankunft am Fuß des Auyan Tepui
Nach dem Frühstück steigst du in eine Cessna 206 und fliegst 30 Minuten zur Pemón-Gemeinde Uruyén, die am Südrand des Auyan Tepui liegt. Der Flug ist tief, laut und spektakulär. Wenn die Maschine auf der Graspiste ausrollt, hast du die letzte Straße, das letzte Netz und die letzte Steckdose für die nächsten elf Tage hinter dir.
In Uruyén wird die Expedition organisiert: Träger werden angeheuert, Lasten verteilt, jedes Kilogramm einzeln abgewogen. Das ist kein Beiwerk, sondern der Moment, in dem sich entscheidet, wie hart die kommenden Tage werden. Bleibt Zeit, geht es noch in den Cañón de Yurwán, eine enge Schlucht direkt bei der Gemeinde.
Auyan Tepui heißt „Haus des Teufels“
In der Sprache der Pemón bedeutet „Auyan“ Teufel und „tepui“ Haus. Für die Pemón waren die Tafelberge über Jahrhunderte tabu, bestiegen wurden sie nicht. Wer nachvollziehen will, warum ausgerechnet dieser Berg so heißt, muss nur den Nebel beobachten, der fast täglich von der Plateaukante herunterrutscht. Der Canyon, in den der Salto Ángel stürzt, trägt bis heute den Namen Cañón del Diablo.
Übernachtung: einfache Posada in Uruyén Transport: Buschflugzeug Cessna 206 (max. 15 kg Gepäck) Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
3. Tag: Uruyén – Guayaraca, Beginn des Auyan Tepui Trekkings
Der erste Gehtag beginnt sanft und endet steil. Du querst offene, flache Savanne, durchwatest den Río Guayaraca und stehst dann vor der ersten Schuttstufe am Fuß des Auyan Tepui. Der Aufstieg dorthin ist kurz, aber kräftig und der Grund, warum viele diesen Tag unterschätzen: es ist heiß, die Luft steht und die Feuchtigkeit macht jeden Höhenmeter doppelt schwer. Oben angekommen hast du zum ersten Mal die Wand des Tepui direkt über dir.
Übernachtet wird im Zelt. Ab heute gibt es keine Dusche mehr, nur Flüsse.
Gehzeit: ca. 5 Stunden Strecke: ca. 9 km Höhe Camp: ca. 1.008 m Guayaraca Übernachtung: Zeltcamp Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
4. Tag: Guayaraca – El Peñón, durch Galeriewald zur zweiten Stufe
Der längste Gehtag des Aufstiegs. Erst wechseln sich Galeriewald und flache Savanne ab, dann schluckt dich der Bergwald. Mittagspause an der Piedra del Danto, dem Tapirfelsen. Danach folgt ein langer, zäher Anstieg durch Wald und durch das, was die Guides „Labyrinthe“ nennen: enge Gassen zwischen Felsblöcken, in denen du dich ohne ortskundige Begleitung innerhalb von Minuten verlaufen würdest. Steile Passagen, Wurzeln, nasser Fels. Das Camp liegt am Felsen El Peñón.
Gehzeit: ca. 6 bis 7 Stunden Strecke: ca. 12 km Höhe Camp: ca. 1.840 m El Peñón Übernachtung: Zeltcamp Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
5. Tag: El Peñón – El Libertador – El Oso, Aufstieg auf das Plateau
Der spektakulärste Tag des Aufstiegs und zugleich der technischste. Über Wurzeln, Stufen und steile Rampen arbeitest du dich direkt an die Wand des Auyan Tepui heran. Den letzten Teil überwindest du mit Seilsicherung über glatte Felsblöcke, bis du bei El Libertador auf rund 2.400 Metern das Hochplateau betrittst. Das ist der höchste Punkt dieser Route.
Oben ist plötzlich alles anders. Kein Wald mehr, sondern schwarzer, zerfressener Quarzit, weißer Quarzsand in den Mulden, Nebel, der in Minuten kommt und geht. Nach dem Mittagessen folgen zwei Stunden Abstieg zum Camp an der Piedra del Oso, einem natürlichen Felsdach.
Gehzeit: ca. 6 bis 7 Stunden Strecke: ca. 8 km Höhe: ca. 2.404 m El Libertador, ca. 2.102 m El Oso Übernachtung: Camp unter Felsdach Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
6. Tag: Ruhetag am Camp El Oso mit Abseiltraining
Ein Tag ohne Marsch, aber kein freier Tag. An eingerichteten Felsen direkt beim Camp übst du Abseilen und Klettern, kontrollierst dein Material und lernst die Abläufe, die später an der Wand des Salto Ángel sitzen müssen. Die Guides schauen sich dabei sehr genau an, wie sicher du mit dem Gerät umgehst.
Nutze die freie Zeit auch, um dich umzusehen. Das Plateau des Auyan Tepui ist mit rund 667 Quadratkilometern eines der größten der Welt und hydrologisch wie eine eigene Insel. Wer hier drei Stunden querfeldein läuft, sieht Landschaften, die nie ein Mensch betreten hat.
Gehzeit: nur kurze Wege am Camp Übernachtung: Camp unter Felsdach Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
7. Tag: El Oso – Camp Dragón, Abstieg zum Río Churún
Der leichteste Tag auf dem Plateau. Fast durchgehend bergab läufst du zum Río Churún, jenem Fluss, der sich tief in den Auyan Tepui hineingefressen und den Cañón del Diablo geschaffen hat. Das Wasser ist teebraun, gefärbt von Gerbstoffen aus der Vegetation und erstaunlich kalt. Du folgst dem Ufer bis zum Camp im Tepui-Wald direkt am Fluss.
Gehzeit: ca. 5 Stunden Strecke: ca. 7 km Übernachtung: Zeltcamp am Fluss Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
8. Tag: Camp Dragón – Camp Neblina, über die Segunda Muralla
Heute steigst du auf die Segunda Muralla, die zweite Mauer und tauchst tief in das Innere des Tafelbergs ein. Labyrinthe, Bachdurchquerungen und in der Regenzeit ein ausgedehntes Sumpfgebiet bestimmen den Tag. Dazwischen stehen niedrige Wälder aus Bonnetia, einer Pflanzengattung, die praktisch nur auf den Tepuis vorkommt. Mittagspause am Río Lomita, danach zwei weitere Stunden durch Farnfelder bis zum Camp Neblina. Bei Sonne wird es hier oben überraschend heiß.
Eine Insel in der Zeit
Das Gestein unter deinen Füßen ist Roraima-Quarzit mit einem Alter von rund 1,7 Milliarden Jahren, also eines der ältesten Sedimente der Erde. Fossilien gibt es keine, denn zur Zeit der Ablagerung existierten nur Einzeller. Weil die Wände das Plateau seit Ewigkeiten von der Tiefebene abschneiden, hat sich das Leben oben getrennt entwickelt. Die nächsten Verwandten vieler Tepui-Pflanzen stehen nicht in der Gran Sabana, sondern in Afrika, das vor etwa 120 Millionen Jahren noch mit Südamerika verbunden war. Der Boden ist so nährstoffarm, dass sich zahlreiche Arten von Insekten ernähren: Heliamphora, Sonnentau und Wasserschlauch wachsen hier in freier Wildbahn. Im westlichen Teil des Plateaus liegt außerdem das Höhlensystem der Sima Aonda mit rund 360 Metern Tiefe, eine der bedeutendsten Quarzithöhlen der Welt.
Gehzeit: ca. 6 bis 7 Stunden Strecke: ca. 9 km Übernachtung: Zeltcamp Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
9. Tag: Camp Neblina – Abbruchkante des Salto Ángel
Der längste Gehtag der Reise und der emotionalste. Von der Estación La Neblina läufst du quer durch den Tepui-Wald genau dorthin, wo der höchste Wasserfall der Erde entsteht. Unterwegs querst du den Río Kerepakupai, der zwei Kilometer weiter flussabwärts über die Kante kippt und zum Salto Ángel wird. Der Weg ist abenteuerlich, voller umgestürzter Stämme, kleiner Hügel und Bachläufe.
Das Camp steht 20 Minuten von der Abbruchkante entfernt. Du hörst den Wasserfall, bevor du ihn siehst.
Gehzeit: ca. 8 Stunden Strecke: ca. 10 km Übernachtung: Zeltcamp nahe der Abbruchkante Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
10. Tag: Erkundungstag am Salto Ángel und am Cañón del Diablo
Ein Tag für die Aussichtspunkte an der Kante. Du schaust dorthin, wo das Wasser 979 Meter in die Tiefe fällt und dabei größtenteils zu Nebel zerstäubt, bevor es unten ankommt. Gegenüber öffnet sich der Cañón del Diablo. Dazu kommen letzte Abseilübungen, Materialcheck und die mentale Vorbereitung auf den nächsten Morgen. Fotografisch ist das der beste Tag der gesamten Auyan Tepui Trekking Expedition.
Jimmie Angel und das Flugzeug auf dem Plateau
Am 16. November 1933 flog der US-amerikanische Buschpilot Jimmie Angel auf der Suche nach Gold den Canyon des Río Churún entlang und sah den Wasserfall. Vier Jahre später, am 9. Oktober 1937, landete er mit seiner Maschine tatsächlich auf dem Hochplateau des Auyan Tepui. Das Fahrwerk brach im weichen Untergrund ein, starten war unmöglich. Elf Tage brauchten er und seine Begleiter, darunter seine Frau Marie, um über eine Steilstufe zu Fuß abzusteigen. Das Flugzeug blieb 33 Jahre oben liegen, bevor es zerlegt und ausgeflogen wurde. Heute steht es vor dem Flughafen von Ciudad Bolívar.
Übrigens, der Pemón-Name des Wasserfalls ist älter und schöner: Kerepakupai Vená.
Gehzeit: kurze Wege zu den Aussichtspunkten Übernachtung: Zeltcamp nahe der Abbruchkante Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
11. Tag: Erster Abseiltag am Salto Ángel, Nacht in der Cueva Vivac
Start im Dunkeln. Je früher der Einstieg, desto mehr Zeit bleibt in der Wand und Zeit ist hier die wichtigste Währung. Es geht um die ersten rund 500 Höhenmeter. Die ersten Abfahrten hängen frei, ohne Wandkontakt, mit dem Regenwald 900 Meter unter dir. Genau dafür bist du hergekommen.
Der Tag dauert in der Regel bis zum Abend. Übernachtet wird auf der Cueva Vivac, einem breiten Felsband mitten in der Wand, das nur teilweise vor Regen schützt. Jede Person trägt die eigene Abseilausrüstung vom ersten Gehtag an mit: Helm, Klettergurt und Bandschlingen.
Dauer: ganztägig Übernachtung: Biwak auf Felsband in der Wand Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
12. Tag: Zweiter Abseiltag, Mirador Laime und Isla Ratón
Der zweite Tag am Seil führt durch den senkrechten Dschungel. Weniger luftig und technisch einfacher als gestern, dafür unübersichtlicher: kurze Abfahrten zwischen Bäumen und Wurzeln, kleine Querungen über bewachsene Bänder, dazwischen immer wieder Seilstellen. Ganz unten stehst du am Fuß der Wand und kannst, wenn es die Zeit erlaubt, im Becken unterhalb des Wasserfalls baden.
Dann erreichst du den Mirador Laime, den Aussichtspunkt, zu dem die normalen Tagesgäste heraufwandern. Dieser Moment hat etwas Seltsames: dort stehen Menschen in sauberer Kleidung und fotografieren den Wasserfall von unten und du kommst gerade von oben herunter. Weiter geht es zur Isla Ratón, wo dich ein Einbaum abholt und ins Camp bringt.
Dauer: ganztägig Übernachtung: Camp an der Basis des Salto Ángel, Hängematten Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
13. Tag: Bootsfahrt zum Camp Aonda mit Blick auf den Auyan Tepui
Nach dem Frühstück fährst du mit dem Einbaum flussabwärts zum Camp Aonda. Ein echter Ruhetag: Ausrüstung reinigen, Kleidung waschen, schlafen, den Berg anschauen, an dem du gerade zwölf Tage verbracht hast. Von hier siehst du die Wand des Auyan Tepui noch einmal in ganzer Breite. Die meisten Teilnehmer beschreiben diesen Tag als den, an dem die Reise emotional erst wirklich ankommt.
14. Tag: Zurück nach Canaima, Besuch bei der Orquesta Sinfónica
Die letzte Bootsetappe bringt dich zurück in die Gemeinde Canaima. Der Nachmittag ist frei für die Lagune und für die Casa Cultural, wo du Kunsthandwerk der Pemón kaufen kannst. Am Abend spielt die Orquesta Sinfónica de Canaima, ein Jugendorchester mitten im Nationalpark, mehrere Flugstunden von der nächsten Konzerthalle entfernt. Ein ungewöhnlicher und sehr passender Abschluss. Übernachtung in der Posada, zum ersten Mal seit elf Tagen wieder in einem Bett.
Nach dem Frühstück bringt dich der Linienflug zurück nach Maiquetía. Von oben siehst du den Auyan Tepui ein letztes Mal, diesmal mit dem Wissen, wie es dort aussieht, wenn man genau hinschaut.
Häufige Fragen zum Auyan Tepui Trekking und zum Abseilen am Salto Ángel
Für wen ist diese Auyan Tepui Expedition geeignet?
Für Menschen mit sehr guter Kondition, Erfahrung auf mehrtägigen Trekkingtouren und einem entspannten Verhältnis zu Höhe und Ausgesetztheit. Der Veranstalter stuft die Tour mit 5 von 5 als extrem ein. Du bist elf Tage ohne Dusche, ohne Strom und ohne Netz unterwegs, davon zwei Tage am Seil in einer fast tausend Meter hohen Wand. Wer noch nie abgeseilt hat oder wem bei Ausgesetztheit die Knie weich werden, sollte diese Reise nicht buchen.
Wann muss ich in Caracas ankommen und wann kann ich zurückfliegen?
Plane deine Anreise mindestens einen Tag vor dem offiziellen Tourstart nach Caracas. Der Anschluss an den Inlandsflug nach Canaima ist eng und Flugverbindungen nach Venezuela sind weniger stabil als anderswo. Wer am selben Tag ankommt und sich verspätet, verpasst den Start der Expedition. Dasselbe gilt für den Rückweg: Plane mindestens einen zusätzlichen Tag in Caracas ein, bevor dein internationaler Flug geht. Buschflüge und Bootsetappen hängen von Wetter und Wasserstand ab, Verschiebungen um einen Tag sind auf dieser Route normal. Gerne buchen wir dir die Übernachtungen in Caracas mit.
Wann findet die Auyan Tepui Expedition statt?
Wir bieten drei feste Termine an, jeweils 15 Tage: 03. bis 17. Dezember 2026, 03. bis 17. Januar 2027 sowie 11. bis 25. April 2027. Alle Termine liegen bewusst in der Trockenzeit. Das ist der entscheidende Unterschied zur früheren Trekkingvariante ohne Abseilpassagen, die auch in der Regenzeit machbar war.
Warum findet die Tour nur in der Trockenzeit statt?
Wegen der Wand. In der Regenzeit führt der Salto Ángel enorme Wassermassen, der Fels ist nass, die Standplätze sind schwer zu erreichen und die Gischt macht die oberen Abseilfahrten gefährlich. Dazu kommen Sumpfpassagen auf dem Plateau, die dann unter Wasser stehen, und Gewitter, die dich in exponiertem Gelände erwischen können. Ein Abseilprojekt über fast tausend Meter Wand ist unter diesen Bedingungen nicht verantwortbar. Deshalb gilt hier die umgekehrte Logik der klassischen Salto-Ángel-Touren: nicht möglichst viel Wasser, sondern möglichst wenig.
Sehe ich den Salto Ángel in der Trockenzeit überhaupt?
Ja, aber sei vorbereitet: Er führt dann deutlich weniger Wasser als auf den bekannten Fotos. In manchen Jahren ist er in der späten Trockenzeit nur noch ein schmaler Schleier, der auf dem Weg nach unten fast vollständig zu Nebel zerstäubt. Wer den Wasserfall in voller Wucht sehen will, bucht die Bootstour zum Mirador Laime in der Regenzeit. Wer ihn abseilen will, nimmt den niedrigen Wasserstand in Kauf. Beides gleichzeitig geht nicht und wir sagen dir das lieber jetzt als am Kraterrand.
Welcher der drei Termine passt zu mir?
Die Unterschiede sind real, auch wenn alle drei in der Trockenzeit liegen. Der Dezembertermin liegt am Übergang aus der Regenzeit heraus, du siehst am meisten Wasser am Wasserfall, musst dafür aber eher mit Regen, nassem Fels und höherer Luftfeuchtigkeit rechnen. Der Apriltermin liegt am trockenen Ende, mit den stabilsten Bedingungen in der Wand und dem schwächsten Wasserfall. Der Januartermin liegt dazwischen. Welcher Termin für dich der richtige ist, hängt also davon ab, ob dir die Wand oder das Bild wichtiger ist. Ruf uns an, dann gehen wir das gemeinsam durch.
Was bedeutet der Wasserstand für die Bootsetappen?
Nach den Abseiltagen führt die Route mit dem Einbaum von der Isla Ratón zum Camp Aonda und weiter nach Canaima. Bei niedrigem Wasserstand des Río Churún können diese Flussetappen langsamer, beschwerlicher oder nur mit Umtragen möglich sein. Rechne damit, dass sich dieser Teil des Programms verschiebt oder angepasst wird. Die Guides entscheiden das vor Ort nach Wasserstand, nicht nach Zeitplan.
Muss ich klettern können?
Klettern im Sinne von Vorstieg nicht. Abseilen musst du können und zwar selbstständig. Am Camp El Oso ist ein kompletter Übungstag eingeplant, dazu kommen Vorabaktivitäten vor Reisebeginn, bei denen du Material und Abläufe kennenlernst. Trotzdem gilt: Die Tour ist kein Kurs. Wer mit Gurt, Abseilgerät und Selbstsicherung nicht sicher umgeht, bringt sich und die Gruppe in Gefahr. Vorerfahrung im Abseilen, Klettersteiggehen oder Canyoning ist dringend zu empfehlen.
Wie viele Abseilfahrten sind es und wie hoch?
Rund 14 Abseilfahrten, verteilt auf zwei Tage, über die Ostwand des Salto Ángel bis zum Mirador Laime. Am ersten Tag geht es um die oberen etwa 500 Meter, teilweise frei hängend ohne Wandkontakt. Am zweiten Tag folgt der senkrechte Dschungel mit kürzeren Abfahrten zwischen Bäumen, Wurzeln und bewachsenen Felsbändern.
Wo schlafe ich zwischen den beiden Abseiltagen?
In der Cueva Vivac, einem breiten Felsband mitten in der Wand. Es schützt teilweise vor Regen, mehr aber auch nicht. Das ist für viele der intensivste Moment der gesamten Reise und gleichzeitig der Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt.
Wie schwer ist das Trekking vor dem Abseilen?
Acht Tage zu Fuß über den Tafelberg, mit Etappen zwischen 7 und 12 Kilometern und Gehzeiten von 5 bis 8 Stunden. Der Weg führt fast durchgehend steil bergauf oder bergab, oft über rutschige Felsen und Wurzeln, bei denen du die Hände einsetzen musst. Dazu kommt feucht-heißes Klima, das jede Anstrengung verdoppelt. Vergleiche mit einer Alpenwanderung führen in die Irre.
Wie hoch geht es hinauf und brauche ich Höhentraining?
Der höchste Punkt der Route ist El Libertador auf rund 2.400 Metern. Höhentraining ist nicht nötig, Höhenkrankheit spielt hier keine Rolle. Was dich fordert, ist nicht die Höhe, sondern die Dauerbelastung bei Hitze und Feuchtigkeit.
Wie sollte ich mich vorbereiten?
Mindestens drei bis vier Monate gezieltes Ausdauertraining, zwei bis drei Einheiten pro Woche Laufen oder vergleichbar, dazu lange Bergtouren mit Rucksack an aufeinanderfolgenden Tagen. Trainiere ausdrücklich das Bergabgehen, denn die Abstiege belasten die Knie am stärksten. Wenn du Zugang zu einem Klettergarten hast, übe Abseilen bis es Routine ist.
Muss ich mein Gepäck selbst tragen?
Das Gemeinschaftsgepäck mit Zelten, Verpflegung, Küchenausrüstung und Seilen tragen Träger. Dein persönliches Gepäck trägst du selbst, außer du buchst gegen Aufpreis einen persönlichen Träger. Der Veranstalter kalkuliert dafür etwa 40 EUR pro Tag für 15 Kilogramm. Deine Abseilausrüstung trägst du ab dem ersten Gehtag selbst.
Wie viel Gepäck darf ich mitnehmen?
Auf dem Linienflug nach Canaima sind 23 Kilogramm aufgegeben und 5 Kilogramm Handgepäck erlaubt. Der Buschflug mit der Cessna 206 nach Uruyén lässt nur 15 Kilogramm zu. Entscheidend ist aber die Wand: Vor den Abseilfahrten muss alles in einen einzigen Rucksack passen, der mit nach unten geht. Was nicht mitkommt, bleibt zurück. Übriges Gepäck lagerst du in Canaima ein.
Was muss ich unbedingt einpacken?
Trekkingrucksack um 50 Liter, ein kleiner Angriffsrucksack, zwei Garnituren Wanderkleidung aus Schnelltrockenmaterial mit langen Ärmeln und langen Beinen, ein trockenes Set zum Schlafen in drei Lagen, Regenjacke, feste Bergschuhe (sie werden nass bleiben), Sandalen fürs Camp, Stirnlampe mit Ersatzbatterien, Sonnenschutz, Mückenschutz, persönliche Medikamente und Snacks für zehn Tage. Packe alles doppelt wasserdicht in Ziplocks und Müllsäcke. Verzichte auf frische Kleidung für jeden Tag, jedes Kilogramm zählt.
Welche Abseilausrüstung muss ich selbst mitbringen?
Enthalten sind Seile und die zertifizierte Gruppenausrüstung sowie an persönlichem Material Gurt, Helm, Bandschlingen und Reepschnüre. Selbst mitbringen musst du fünf Karabiner und ein Abseilgerät vom Typ ATC. Der Veranstalter gibt vorab die technischen Spezifikationen durch und sagt dir, wo du die Teile bekommst.
Wie viele Teilnehmer sind dabei?
Maximal acht Personen. Die Reise findet erst statt, wenn die Mindestteilnehmerzahl erreicht ist. Bei einem Produkt dieser Komplexität ist das keine Formalie: Plane deine Flüge entsprechend und buche sie erst nach schriftlicher Durchführungsbestätigung.
Wer führt die Expedition?
Ein venezolanischer Bergführer mit über 37 Jahren Erfahrung an den Tepuis, der die Wand des Salto Ángel zweimal geklettert hat und die festen Standplätze für die Abseilfahrten selbst neu eingerichtet hat, dazu ein zweiter Guide mit Ausbildung in Seiltechnik, Höhenarbeit und Erster Hilfe sowie Pemón-Guides, die die Route seit Generationen kennen.
Wie ist das Wetter auf dem Tafelberg?
Die Temperaturen liegen laut Veranstalter zwischen 17 und 27 Grad. Das klingt angenehm, täuscht aber: Unten ist es feucht-heiß, oben auf dem Plateau kann es durch Nebel, Wind und Nässe empfindlich kühl werden, besonders nachts. Auch in der Trockenzeit kann es regnen. Du wirst in beiden Fällen nass, entweder von oben oder von innen.
Gibt es unterwegs Handyempfang?
Nein. Ab Uruyén gibt es kein Netz und keinen Strom. Die Gruppe führt ein Satellitentelefon mit, das ausschließlich für Notfälle vorgesehen ist. Plane damit, dass du rund zwölf Tage nicht erreichbar bist, und informiere deine Angehörigen vorher.
Was passiert bei einem Unfall in der Wand?
Das ist die wichtigste Frage der ganzen Reise. Es gibt in dieser Region keine organisierte Bergrettung und keinen verlässlichen Hubschrauberrettungsdienst. Eine Evakuierung aus der Wand oder vom Plateau dauert im besten Fall viele Stunden, realistisch eher Tage. Der Veranstalter stellt Erste-Hilfe-Ausrüstung und ein Satellitentelefon, schließt Rettungskosten aber ausdrücklich aus. Wer dieses Risiko nicht akzeptieren kann, sollte die Reise nicht buchen.
Brauche ich eine Versicherung?
Ja, zwingend. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholung ist Pflicht. Achte darauf, dass Trekking und Abseilen in großer Höhe ausdrücklich eingeschlossen sind, viele Standardtarife schließen genau das aus. Prüfe außerdem, wie sich eine bestehende Reisewarnung auf deinen Schutz auswirkt, denn manche Versicherer sind in solchen Fällen leistungsfrei. Kläre das schriftlich mit deinem Versicherer, bevor du buchst.
Brauche ich eine Gelbfieberimpfung?
Ja, und zwar zwingend. Ohne gültigen Gelbfieber-Impfnachweis bekommst du keinen Zugang zum Canaima Nationalpark. Die Impfung muss mindestens zehn Tage vor der Einreise erfolgt sein, damit der Nachweis gültig ist. Plane sie also früh ein und nimm das gelbe Impfbuch im Original mit auf die Reise, eine Kopie reicht nicht. Wer sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, kann an dieser Reise nicht teilnehmen. Zu Malariaprophylaxe und weiteren Impfungen berät dich eine reisemedizinische Praxis, idealerweise sechs bis acht Wochen vor Abreise.
Kann sich der Reiseverlauf ändern?
Ja, und das ist bei einer Expedition normal. Flugzeiten der Buschflieger, Wetter, Wasserstände und die allgemeine Lage im Land können den Ablauf verschieben. Guides und Veranstalter haben bei Anpassungen der Route immer das letzte Wort. Zusatzkosten, die durch solche Änderungen entstehen, gehen laut den Bedingungen des Veranstalters zulasten der Teilnehmer. Genau deshalb der Rat, am Ende einen Puffertag in Caracas einzuplanen.
Wie sicher ist eine Reise nach Venezuela aktuell?
Die Lage ändert sich laufend, deshalb nennen wir hier keine Momentaufnahme, die morgen falsch sein kann. Maßgeblich sind die offiziellen Hinweise deines Heimatlandes: Auswärtiges Amt, BMEIA Österreich und EDA Schweiz. Die drei Länder bewerten die Lage unterschiedlich. Vor jeder Buchung besprechen wir die aktuelle Einschätzung offen mit dir und sagen dir auch, wenn wir von einem Termin abraten.
Was bedeutet die Lage konkret für diese Reise?
Drei Dinge. Erstens brauchst du Zeitpuffer zwischen internationalem Flug und dem Inlandsflug nach Canaima, denn Flugverbindungen nach Venezuela sind weniger stabil als in anderen Ländern. Zweitens ist konsularische Hilfe im Ernstfall nur eingeschränkt möglich. Drittens kann eine bestehende Reisewarnung deinen Versicherungsschutz und dein Rücktrittsrecht berühren. Wer diese Unsicherheiten nicht tragen will, ist mit einem anderen Ziel besser bedient und das sagen wir dir lieber vorher als hinterher.
Beginnt die Reise in Deutschland?
Nein. Der beschriebene Ablauf startet und endet in Caracas. Den internationalen Flug planen wir mit dir separat. Du brauchst mindestens eine Übernachtung vor dem Inlandsflug nach Canaima sowie einen Puffertag vor dem Rückflug.
Brauche ich ein Visum für Venezuela?
Die Einreisebestimmungen ändern sich, deshalb prüfe sie vor jeder Buchung auf den Seiten des Auswärtigen Amts. Grundsätzlich brauchst du einen Reisepass, der bei Einreise noch ausreichend lange gültig ist. Rechne mit gründlichen Kontrollen und längeren Wartezeiten bei Ein- und Ausreise.
Wie bezahle ich vor Ort?
In bar, in US-Dollar. Kartenzahlung funktioniert für Ausländer in Venezuela praktisch nicht und auf Geldautomaten kannst du dich nicht verlassen. Nimm deine Dollar in kleinen, sauberen und unbeschädigten Scheinen mit, beschädigte Noten werden oft abgelehnt. Kalkuliere eine Reserve für Unvorhergesehenes ein.
Was kostet die Reise und was ist enthalten?
Der Veranstalter ruft je nach Gruppengröße 3.950 bis 4.200 US-Dollar pro Person auf. Enthalten sind die Inlandsflüge Caracas nach Canaima und Canaima nach Uruyén, die Gemeinde- und Nationalparkgebühren, alle Unterkünfte, sämtliche Mahlzeiten vom Mittagessen des ersten Tages bis zum Frühstück des Abreisetages, spezialisierte Guides und Pemón-Guides, Träger für das Gemeinschaftsgepäck, Koch und Küchenausrüstung, Zelte, zertifizierte Seile und Ausrüstung, Bootstransfers, Erste-Hilfe-Ausrüstung und ein Satellitentelefon. Wir schlagen auf den Preis unserer Partner nichts auf.
Was ist nicht enthalten?
Internationale Flüge, die Übernachtungen in Caracas vor und nach der Expedition, Übergepäck, persönliche Träger, Versicherungen und Rettungskosten, Mahlzeiten und Getränke außerhalb des Programms, Mehrkosten für spezielle Ernährung, die persönlichen Ausrüstungsteile Karabiner und Abseilgerät sowie Trinkgelder.
Ich ernähre mich vegan oder habe Unverträglichkeiten. Geht das?
Sag uns das bei der Buchung, nicht erst vor Ort. Die Verpflegung wird komplett eingeflogen und über zwölf Tage von Trägern transportiert, Nachbestellen ist unmöglich. Mehrkosten für spezielle Verpflegung trägst du selbst. Sehr eingeschränkte Ernährungsformen lassen sich auf dieser Tour nur begrenzt abbilden, das besprechen wir vorher ehrlich mit dir.
Wie wird angezahlt und storniert?
Der Veranstalter verlangt 40 Prozent Anzahlung zur Reservierung. Die Stornostaffel ist hart: Vier Wochen vor Reisebeginn werden bis zu 50 Prozent erstattet, drei Wochen vorher 30 Prozent, zwei Wochen vorher 15 Prozent und darunter nichts. Die Inlandsflugtickets sind nicht erstattungsfähig, lassen sich aber innerhalb eines Jahres umbuchen. Die für dich geltenden Bedingungen bekommst du vor Vertragsschluss schriftlich.
Kann ich den Salto Ángel auch einfacher sehen?
Ja. Es gibt Rundflüge ab Canaima und die klassische Bootstour den Río Churún hinauf zum Mirador Laime mit Übernachtung in Hängematten. Das ist die Variante für alle, die den höchsten Wasserfall der Erde sehen wollen, ohne acht Tage über einen Tafelberg zu laufen. Sprich uns an, wir stellen dir das passende Programm zusammen.
Gibt es Erfahrungsberichte von dieser Reise?
Ja. Den ausführlichen Reisebericht von Jasmin findest du hier: Erfahrungsbericht Auyan Tepui Trekking. Wenn du lieber zuhörst, gibt es den Podcast Venezuela bereisen. Beide beziehen sich auf die frühere Trekkingvariante ohne Abseilpassagen, geben aber ein gutes Gefühl für Land, Menschen und Bedingungen.
Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.
Du hast weitere Fragen? Dann wirf doch mal einen Blick auf unsere FAQs.
Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des jeweiligen Veranstalters sowie die AGB der traveljunkies GmbH als Vermittler. Unsere AGB findest du hier.
Venezuela Urlaub: Canaima Nationalpark mit Salto Angel & Salto Sapo
Auyan Tepui Besteigung & Angel Falls Expedition
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