Reiseverlauf
18 Tage Nicaragua, Etappe für Etappe
Ankunft plus 3 Std. Fahrt
Tag 1 bis 3: Vulkane und Kolonialstadt in León
Am Flughafen Managua wartet schon ein Fahrer, zehn Minuten später checkst du im Hotel Camino Real ein. Der Abend ist frei. Am nächsten Morgen triffst du deine deutschsprachige Reiseleitung und stehst kurz darauf auf der Loma de Tiscapa, wo früher der Präsidentenpalast stand. Unter dir liegen die Stadt, die Lagune von Tiscapa und am Horizont der Vulkan Momotombo.
Dann geht es Richtung Norden ins Naturreservat Juan Venado. Das Boot gleitet durch Mangroven, auf den Ästen sonnen sich Leguane und mit etwas Glück liegt ein Krokodil am Ufer. Am späten Nachmittag erreichst du den Pazifikstrand von Las Peñitas. Wenn das Wetter mitspielt, versinkt die Sonne hier im Meer, bevor du nach León weiterfährst.
Tag 3 beginnt am Cerro Negro, einem der jüngsten und aktivsten Vulkane des Landes. Der Aufstieg über schwarze, rutschige Asche kostet Kraft, oben blickst du in den Krater. Runter geht es zu Fuß oder optional auf einem Board die Asche hinunter. Am Nachmittag zeigt dir die Reiseleitung León mit der Kathedrale, von deren weißem Dach du über die ganze Stadt bis zu den Vulkanen schaust.
ÜbernachtungCamino Real Managua, La Recolección León, jeweils oder ähnlich
Verpflegung2 Frühstück, 1 Mittagessen, 1 Abendessen
Streckerund 150 km und 45 km
HürdeAufstieg im losen Vulkansand
4 Std. Fahrt pro Tag
Tag 4 bis 5: Zigarren und die Schlucht von Somoto
Auf dem Weg nach Norden hältst du an den heißen Quellen von San Jacinto. Aus Erdspalten steigt Dampf, in grauen Löchern blubbert heißer Schlamm. Es riecht nach Schwefel. Weiter geht es nach Estelí, dem Zentrum des Tabakanbaus. In einer Zigarrenfabrik siehst du, wie Blatt für Blatt von Hand gerollt wird. Über Condega, Palacagüina und Yalagüina erreichst du am Abend Somoto nahe der Grenze zu Honduras.
Am nächsten Morgen geht es mit einem lokalen Guide in die Schlucht von Somoto. Die Felswände rücken eng zusammen, du läufst über Steine, fährst ein Stück mit dem Boot und schwimmst je nach Wasserstand durch die engsten Passagen. Das Canyon-System wurde erst vor wenigen Jahrzehnten wissenschaftlich kartiert.
Zurück in Somoto probierst du Rosquillas, ein Maisgebäck, für das die Region bekannt ist. Danach geht es durch Kaffeeland Richtung Matagalpa, die „Perle des Nordens“, bis zur La Sombra Lodge mitten im Grünen.
ÜbernachtungHotel Rual’s Somoto, La Sombra Lodge, jeweils oder ähnlich
Verpflegung2 Frühstück, 2 Abendessen
Streckerund 200 km und 210 km
HürdeSchwimmen im Canyon, je nach Wasserstand
Wanderung plus 6 Std. Fahrt
Tag 6 bis 7: Nebelwald und Tortillas im Hochland
Heute geht es ins Peñas-Blancas-Massiv, eine der ursprünglichsten und am wenigsten besuchten Regionen Nicaraguas. Mit einem lokalen Naturführer wanderst du durch tropischen Bergwald, an klaren Bächen entlang und zu versteckten Wasserfällen. Es ist feucht und der Boden ist oft matschig. Zwischen den Bäumen rufen Vögel, die du eher hörst als siehst. Mit etwas Glück zeigen sich Affen.
An Tag 7 verlässt du die Berge. Kaffee und Nebelwald weichen den weiten Weiden von Chontales, der Viehzuchtregion des Landes. In Camoapa machst du Halt, bekannt für Milchprodukte, Lederhandwerk und geflochtene Hüte aus Pita-Faser. Danach besuchst du eine Familie in La Palma, die dir zeigt, wie Tortillas und Cuajada, ein frischer Käse, entstehen. Du knetest selbst mit und isst danach gemeinsam, was ihr gemacht habt.
Mit rund 310 Kilometern ist dies der längste Fahrtag der Reise. Am Abend erreichst du Santo Tomás, wohin sich kaum ein Tourist verirrt.
ÜbernachtungLa Sombra Lodge, Hotel Rayos del Sol bei Santo Tomás, jeweils oder ähnlich
Verpflegung2 Frühstück, 2 Mittagessen, 1 Abendessen
Streckerund 100 km und 310 km
Hürdematschige Wege, sechs Stunden Fahrt
6 Std. Fahrt, dann Boote
Tag 8 bis 10: Karibik in Laguna de Perlas und Bluefields
Über El Rama fährst du Richtung Karibik, vorbei an Bananen- und Ölpalmenplantagen. Mit jedem Kilometer wird es heißer, grüner und karibischer. Am Nachmittag erreichst du Laguna de Perlas, ein Fischerdorf an einer großen Lagune, in dem Kreolisch, Miskito und Spanisch gesprochen wird. Für die nächsten zwei Nächte packst du eine kleine Tasche, der große Koffer bleibt im Fahrzeug.
Tag 9 gehört den Cayos Perlas. Rund zwei Stunden fährt das Boot hinaus zu kleinen Koralleninseln mit Palmen und weißem Sand. Du bekommst eine Einführung ins Schnorcheln, isst unter Palmen zu Mittag und hast Zeit zum Baden. An Tag 10 besuchst du per Boot Gemeinden rund um die Lagune, darunter die Garífuna-Gemeinde Orinoco. Dabei erfährst du, wie anders das Leben an der Karibikküste ist als im Rest des Landes.
Danach geht es über Kukra Hill weiter und zusammen mit Einheimischen im öffentlichen Boot durch Mangrovenkanäle nach Bluefields, der Hauptstadt der südlichen Karibikregion.
ÜbernachtungHotel Queen Lobster, Hotel Caribbean Dream, jeweils oder ähnlich
Verpflegung3 Frühstück, 2 Mittagessen
Streckerund 275 km, danach Boote
HürdeHitze, einfache Hotels, kleines Gepäck
5 Std. Fahrt, Boot
Tag 11 bis 12: Festung und Regenwald am Río San Juan
Nach einem kurzen Rundgang durch Bluefields geht es rund fünf Stunden durch dünn besiedeltes Tiefland bis Boca de Sábalos. Dort steigst du ins Privatboot und fährst flussaufwärts nach El Castillo, einem Dorf direkt am Río San Juan. Über dem Fluss thront die Festung La Fortaleza de la Inmaculada Concepción, im 17. Jahrhundert gegen Piraten gebaut. Von ihren Mauern schaust du über Fluss und Regenwald.
Am nächsten Morgen bringt dich das Boot zum Indio-Maíz-Biosphärenreservat, einem der größten zusammenhängenden Regenwälder Mittelamerikas. Mit einem lokalen Naturführer wanderst du durch Primärwald. Mit etwas Glück siehst du Affen, Tukane, Pfeilgiftfrösche, Kaimane oder sogar Große Soldatenaras. Für den Weg brauchst du feste Schuhe oder Stiefel, der Boden ist nass.
Den Nachmittag verbringst du in El Castillo, etwa bei der örtlichen Kakaokooperative oder auf einer Terrasse über dem Fluss.
ÜbernachtungHotel Victoria, El Castillo, oder ähnlich, 2 Nächte
Verpflegung2 Frühstück, 2 Abendessen
Streckerund 300 km, 25 Min. und 1 Std. Boot
HürdeHitze und Nässe im Regenwald
3,5 Std. Boot
Tag 13: Los Guatuzos und die Inseln von Solentiname
Mit dem öffentlichen Boot fährst du flussabwärts nach San Carlos. Von dort geht es ins Naturreservat Los Guatuzos, ein Feuchtgebiet mit Kanälen und Lagunen. Vom Boot aus siehst du Vögel, Kaimane, Schildkröten und mit etwas Glück Affen in den Bäumen am Ufer.
Am Nachmittag erreichst du über den Nicaraguasee die Solentiname-Inseln, rund 35 vulkanische Inseln, die der Dichter und Priester Ernesto Cardenal international bekannt gemacht hat. Bekannt sind die Inseln für ihre naive Malerei und Figuren aus Balsaholz. Der Rest des Tages ist frei.
Solentiname ist der ruhigste Ort der Reise. Die Unterkunft ist einfach, die Stille dafür umso größer.
ÜbernachtungHotel Cabañas Paraíso oder ähnlich
VerpflegungFrühstück, Mittagessen, Abendessen
Streckerund 3,5 Std. auf Fluss und See
Hürdeöffentliches Boot, einfache Unterkunft
Boot, 3,5 Std. Fahrt, Fähre
Tag 14 bis 15: Zwei Vulkane auf Ometepe
Früh am Morgen bringt dich ein Privatboot über den Nicaraguasee zum Festland. Dann geht es quer durch den Süden bis San Juan del Sur an den Pazifik, wo du an der Strandpromenade auf eigene Kosten frischen Fisch essen kannst. Am Nachmittag setzt du von San Jorge mit der Fähre nach Ometepe über. Die Insel besteht aus den zwei Vulkanen Concepción und Maderas, die direkt aus dem See aufsteigen.
An Tag 15 fährst du über die Insel, durch kleine Dörfer und vorbei an Bananenplantagen. Auf der Finca Magdalena erfährst du, wie hier Kaffee angebaut wird, und siehst präkolumbianische Petroglyphen, in Stein geritzte Zeichen früherer Bewohner. Am Nachmittag geht es zum Playa Mango zum Baden. Optional paddelst du dort mit dem Kajak.
Zum Sonnenuntergang färbt sich der See. Die beiden Vulkane stehen als Silhouetten über dem Wasser.
ÜbernachtungHotel Villa Paraíso, Playa Santo Domingo, oder ähnlich, 2 Nächte
Verpflegung2 Frühstück, 1 Mittagessen, 2 Abendessen
Strecke1 Std. Boot, rund 150 km, 1 Std. Fähre
Hürdelanger Transfertag
Fähre, Kochkurs, Isletas
Tag 16 bis 18: Granada, Masaya und Abschied
Mit der Fähre geht es zurück aufs Festland und weiter nach Granada, der ältesten Kolonialstadt Nicaraguas. In einem lokalen Restaurant lernst du in einem Kochkurs, wie Gallo Pinto, Vigorón oder Tortillas gemacht werden, und isst danach dein eigenes Mittagessen. Am Nachmittag zeigt dir die Reiseleitung das Kloster San Francisco mit präkolumbianischen Skulpturen, den Turm der Kirche La Merced, die Casa de los Tres Mundos und den Markt. Dazu besuchst du das Projekt Tío Antonio, in dem Menschen mit Hör- und Sprachbehinderung Hängematten herstellen.
Tag 17 beginnt auf dem Wasser: Das Boot fährt durch Las Isletas, über 300 kleine Vulkaninseln im Nicaraguasee. Danach blickst du von Catarina auf die Laguna de Apoyo, besuchst das Töpferdorf San Juan de Oriente und den großen Kunsthandwerksmarkt in Masaya. Am späten Nachmittag fährst du in den Nationalpark Vulkan Masaya. Wie nah du an den Krater kommst, hängt von der aktuellen Aktivität ab. Am Abend gibt es ein gemeinsames Abschiedsessen.
An Tag 18 bringt dich der Transfer je nach Abflugzeit zum Flughafen Managua.
ÜbernachtungHotel Estrada, Granada, oder ähnlich, 2 Nächte
Verpflegung3 Frühstück, 2 Mittagessen, Abschiedsessen
Streckerund 95 km, 55 km, 50 km, dazu Fähre und Boot
AbreiseTag 18 je nach Abflugzeit