1. Tag: Ankunft in Qaqortoq – Farben, Geschichten und erstes Eintauchen
Du landest in Qaqortoq, einem der charmantesten Orte des Landes – farbenfrohe Holzhäuser schmiegen sich an die Hänge, davor die Meerenge und über allem liegt diese besondere arktische Stille, die sofort entschleunigt.
Am kleinen Flughafen wirst du herzlich empfangen. Gemeinsam mit deinen Mitreisenden geht es zum Hotel, wo du in aller Ruhe eincheckst und bei einem kurzen Begrüßungstreffen erfährst, was dich in den nächsten Tagen erwartet.
Der Rest des Tages gehört dir – zum Ankommen, Durchatmen, Neugierigwerden. Qaqortoq überrascht auf den zweiten Blick: über 30 Steinskulpturen schmücken die Stadt als Teil des „Stone & Man“-Kunstprojekts. Es gibt ein kleines Museum im ehemaligen Kolonialhaus, eine traditionelle Gerberei, eine Kirche mit Geschichte – und tatsächlich auch die einzige öffentliche Brunnenanlage Grönlands mitten auf dem zentralen Platz. Wer mag, besucht die traditionelle Kajakvereinigung am Hafen oder gönnt sich im lokalen Café einen grönländischen Kaffee – mit Whisky, Kahlúa und einem Hauch Sahne.
Der Tag klingt entspannt aus. Vielleicht mit Blick auf die Bucht, wo Eisberge im goldenen Abendlicht treiben – und du langsam begreifst, dass du wirklich hier bist.
Aktivitäten: Empfang am Flughafen, Infotreffen, Freizeit in Qaqortoq
Distanz: Kurzer Transfer vom Flughafen zum Hotel
Übernachtung: Hotel Qaqortoq (oder ähnliche Unterkunft)
2. Tag: Qaqortoq – Eisberg-Safari & Weiterreise nach Narsaq
Der Tag beginnt mit Zeit für dich – und für Qaqortoq. Bevor die Reise weitergeht, hast du am Vormittag noch Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Vielleicht zieht es dich ins Qaqortoq Museum, wo in einem historischen Kolonialhaus Geschichten über Inuit, nordische Siedler und das Leben in der Region erzählt werden. Oder du schlenderst erneut durch die Sträßchen, entdeckst lokale Kunsthandwerksläden und lässt dir beim Hafen die kühle Meeresbrise um die Nase wehen.
Am Nachmittag wartet ein ganz besonderes Erlebnis auf euch: Mit dem RIB-Boat – einem wendigen, offenen Schnellboot – startet ihr in Richtung Narsaq. Doch der Weg durch das Fjordsystem ist mehr als nur eine Überfahrt. Es geht vorbei an bizarr geformten, leuchtend blauen Eisbergen. Manche ragen meterhoch aus dem Wasser, andere treiben lautlos dahin – ein stilles, fast ehrfürchtiges Schauspiel der Natur, das Gänsehaut erzeugt.
Ihr erreicht Narsaq, eine kleine, ruhige Siedlung zwischen Fjorden, Bergen und grünen Tälern. Der Ort wirkt fast wie gemalt – mit bunten Häusern, grasenden Schafen und einer Landschaft, die schon die Wikinger beeindruckt hat. Sonntags bleibt das Restaurant geschlossen – ein Detail, das fast charmant wirkt. Für euch ist gesorgt: Es gibt ein einfaches, aber liebevoll zubereitetes Abendessen direkt im Hotel.
Aktivitäten: Freizeit in Qaqortoq, RIB-Boat-Transfer mit Eisberg-Safari, Ankunft in Narsaq
Distanz: Bootsfahrt ca. 1,5–2 Stunden (je nach Wetter und Eisverhältnissen)
Übernachtung: Hotel Narsaq (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten:Frühstück, einfaches Abendessen
3. Tag: Eiswelten hautnah – Gletscherfahrt und Ice Trekking
Heute wartet eines der eindrucksvollsten Naturerlebnisse deiner Reise auf dich und deine Mitreisenden. Am Morgen geht es mit dem RIB-Boot entlang mächtiger Gletscherfronten, deren senkrechte Eiswände sich über viele Kilometer bis ins Meer schieben. Eisberge treiben lautlos durch den Fjord, manche leuchten milchig weiß, andere tiefblau. Was früher eine zusammenhängende Gletscherzunge war, ist heute durch den sichtbaren Einfluss des Klimawandels in drei Fronten geteilt, ein eindrücklicher, stiller Moment der Erkenntnis.
An einer der Gletscherfronten beginnt das eigentliche Abenteuer. Ausgestattet mit Steigeisen betretet ihr gemeinsam das Eis. Der Untergrund knirscht unter den Füßen, die Luft ist klar, die Dimensionen überwältigend. Das Ice Trekking ist bewusst so konzipiert, dass es auch ohne Vorerfahrung gut machbar ist. Schritt für Schritt bewegst du dich über eine der ältesten Eismassen unseres Planeten, vorbei an tiefen Spalten, Schmelzwasserkanälen, bizarr geformten Seracs und ständig wechselnden Eisstrukturen.
Ein erfahrener Bergführer begleitet euch. Er sorgt nicht nur für Sicherheit und die passende Ausrüstung, sondern teilt auch sein Wissen über die Besonderheiten der südgrönländischen Gletscherlandschaft. Seine Erklärungen machen das Erlebnis greifbar, ohne den Zauber des Moments zu stören.
Am Nachmittag kehrt ihr erfüllt und ein wenig ehrfürchtig zurück nach Narsaq. Ein Tag, der lange nachwirkt, selbst bei Reisenden, die schon viele Eislandschaften gesehen haben.
Aktivitäten: RIB-Boot-Fahrt entlang der Gletscherfronten, geführtes Ice Trekking mit Steigeisen
Distanz: Bootsfahrt und Gletscherwanderung, Dauer gesamt ca. 6–7 Stunden
Übernachtung: Hotel Narsaq (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Picknick-Mittagessen
4. Tag: Narsarsuaq, Flower Valley & Qassiarsuk – Natur, Gletscherblick und Wikingerkultur
Heute beginnt ein besonders abwechslungsreicher Reisetag – eine gelungene Mischung aus spektakulärer Natur, bewegender Geschichte und lebendiger Kultur. Morgens bringt euch das Zodiac-Boot über den Fjord nach Narsarsuaq, einen geschichtsträchtigen Ort, der einst als US-Militärflugplatz während des Zweiten Weltkriegs diente. Heute ist er ruhiger, aber nicht minder faszinierend: Einfach erstaunlich, wieviel Flora in diesem rauen Klima gedeiht.
Der Weg zur Ridge – einem beeindruckenden Aussichtspunkt – führt euch direkt durch dieses botanische Wunder. Im Sommer blüht hier das Flower Valley in satten Farben, und auf dem Pfad durch das Tal begleiten euch alpine Pflanzen, klare Bäche und weite Ausblicke. Oben angekommen öffnet sich der Blick auf den Kiattut-Gletscher, dessen weiße Zunge sich zwischen dunklen Bergen ins Tal schiebt – ein stilles Schauspiel, das kaum jemand hier oben erwartet.
Nach dem Abstieg geht es per Boot weiter nach Qassiarsuk, ein winziges Dorf mit großer Bedeutung. Nur etwa 50 Menschen leben heute hier – doch einst ließ Erik der Rote genau hier seinen Hof Brattahlid errichten, der Ausgangspunkt der nordischen Besiedlung Grönlands. Du erkundest die rekonstruierte Thjodhilds Kirche und ein traditionelles Langhaus, in dem das frühere Leben spürbar wird. Dazwischen liegen Überreste inuitischer Siedlungen und neue Spuren der heutigen grönländischen Landwirtschaft. Seit 2017 gehört dieser Ort zum Kujataa – UNESCO-Welterbe.
Nach so viel Entdeckung geht es zurück nach Narsaq – im Gepäck: eindrückliche Bilder, alte Geschichten und der Geruch von Wildkräutern im Wind.
Aktivitäten: Zodiac-Transfer nach Narsarsuaq, Wanderung zum Flower Valley bis zur Ridge mit Gletscherblick, Besuch der Wikingersiedlung Brattahlid in Qassiarsuk
Distanz: Wanderung ca. 5–6 km, mittlerer Anspruch
Übernachtung: Hotel Narsaq (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
5. Tag: Narsaq entdecken – Stadtleben auf Grönländisch & Rückkehr nach Qaqortoq
Am Vormittag erlebst du Narsaq noch einmal ganz anders: Nicht als Ausgangspunkt für Gletscherabenteuer, sondern als lebendige Kleinstadt, in der das grönländische Alltagsleben spürbar wird. Mit etwa 1.700 Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt Südgrönlands – und gleichzeitig überraschend ruhig, mit viel Platz zwischen den bunten Häusern, gepflegten Gärten und grasenden Schafen am Stadtrand.
Zusammen mit deinen Mitreisenden erkundest du die wichtigsten Orte: das lokale Museum, untergebracht in einem historischen Gebäude aus der Kolonialzeit, den Fischmarkt mit frischem Fang direkt aus dem Fjord, die kleine Holzkirche mit Blick aufs Wasser und eine Werkstatt für grönländisches Kunsthandwerk, wo aus Rentiergeweih, Knochen und Robbenfell kleine Unikate entstehen. Wer Lust hat, kann auch einfach durch die Sträßchen spazieren und beobachten, wie das Leben hier seinen eigenen, ruhigen Rhythmus hat.
Wenn die Zeit es erlaubt, kann eine kleine Wanderung in die nähere Umgebung unternommen werden – vielleicht entlang der Küste oder zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die weit verzweigte Fjordlandschaft.
Am Nachmittag heißt es Abschied nehmen. Per Boot kehrt ihr zurück nach Qaqortoq, wo eure Reise ihren letzten Abend findet. Zeit, um zurückzublicken, Geschichten auszutauschen – und vielleicht beim Abendessen schon vom nächsten Abenteuer zu träumen.
Aktivitäten: Stadtführung in Narsaq, Museumsbesuch, Fischmarkt, Kunsthandwerk, ggf. leichte Wanderung, Bootstransfer nach Qaqortoq
Distanz: Ortsbesichtigung zu Fuß, Bootsfahrt ca. 1,5 Stunden
Übernachtung: Hotel Qaqortoq (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
6. Tag: Abschied von Südgrönland – oder Verlängerung Richtung Nuuk?
Der letzte Tag deines Grönland Komfort Urlaubs beginnt entspannt. Bevor es zurück nach Island geht, bleibt noch Zeit für einen gemütlichen Spaziergang durch Qaqortoq, vielleicht ein letzter grönländischer Kaffee am Hafen oder ein Abstecher zu deinem Lieblingsplatz. Manche Eindrücke brauchen Raum, um nachzuwirken – heute ist genau der richtige Moment dafür.
Je nach Flugplan erfolgt der Transfer zum Flughafen, wo dein Rückflug nach Keflavík (Island) startet.
Oder du verlängerst deine Reise um zwei weitere Tage und entdeckst Nuuk, die Hauptstadt Grönlands – ein spannender Kontrast zu den abgelegenen Siedlungen Südgrönlands.
Optionale Verlängerung: Nuuk – Hauptstadtflair am Rand des Inlandeises
Wenn du dich für die Verlängerung entscheidest, reist du entweder:
• per Flugzeug direkt von Qaqortoq nach Nuuk am heutigen Tag, oder
• mit dem Küstenschiff Sarfaq Ittuk bereits am Abend des 5. Tages ab Narsaq – eine besondere Erfahrung auf See entlang der grönländischen Westküste.
In Nuuk erwartet dich eine überraschend lebendige Stadt mit moderner Kunstszene, Museen, kleinen Boutiquen und einer fantastischen Lage zwischen Fjord, Bergen und Eis. Nach einem spannenden Stadtrundgang endet dein Grönland-Abenteuer schließlich mit dem Rückflug von Nuuk nach Island.
Aktivitäten: Individuelle Erkundung von Qaqortoq, Rückflug nach Island oder Beginn der optionalen Nuuk-Verlängerung
Distanz: Flug Qaqortoq – Keflavík (oder Qaqortoq – Nuuk bzw. Fährfahrt Narsaq – Nuuk)
Mahlzeiten: Frühstück