1. Tag: Ankunft in Lima – Start deiner Amazonas Expeditionsreise
Ankommen in Peru und entspannt in die Amazonas Expeditionsreise starten
Individuelle Anreise nach Peru. In der Landeshauptstadt Lima wirst du bereits am Flughafen erwartet und begrüßt. Bei einer Ankunft zwischen 10:30 und 12:00 Uhr oder 17:30 und 19:00 Uhr wirst du von deinem deutschsprachigen Reiseleiter abgeholt und zu deinem Hotel in Flughafennähe gebracht. Bei anderen Ankunftszeiten erfolgt der Transfer mit einem spanischsprachigen Taxifahrer.
Die Zeit bis zum Abend steht dir zur freien Verfügung. Wir empfehlen einen Abstecher in die historische Altstadt oder nach Miraflores. Das elegante Viertel thront an der Steilküste direkt am Pazifik und lockt unter anderem mit köstlichen Spezialitäten wie Ceviche.
Am Abend findet die Expeditionsbesprechung statt, bei der euer Reiseleiter den genauen Ablauf der Amazonas Expeditionsreise erläutert und gerne alle offenen Fragen beantwortet. Falls Teilnehmer von den Vortouren noch nicht eingetroffen sind, wird die Besprechung auf den nächsten Tag verlegt.
Aktivitäten: Flughafentransfer, Freizeit
Übernachtung: Hotel Limaq (oder ähnliche Unterkunft)
2. Tag: Von Cuzco über Paucartambo nach Pillcopata
Von den Hochanden hinein in das dampfende Amazonasgebiet
Nach dem Frühstück geht es zurück zum Flughafen, um den Weiterflug nach Cuzco anzutreten. Nach der Ankunft lernst du die restlichen Teilnehmer kennen, die sich für das zusätzliche Programm der Vortour Cuzco & Machu Picchu Exkursion entschieden hatten.
Mit dem Kleinbus bahnt ihr euch den Weg über nur teilweise geteerte, kleine Straßen von den mächtigen Hochanden bis ins dampfende Amazonasgebiet. Bei einem Zwischenstopp besichtigt ihr die gut erhaltenen Grabtürme von Ninamarca aus der Prä-Inka-Zeit.
Anschließend geht es nach Paucartambo. Der Besuch des Museums offenbart euch interessante Details zur Geschichte und Kultur des Städtchens. Einst ein Standort des Inka-Reiches, verströmt Paucartambo mit seinen weiß getünchten Häusern und azurblauen Türen bis heute eine besondere Atmosphäre.
Am Manu-Nationalpark wird es Zeit für ein Mittagessen. Danach geht es weiter bergab, jedoch nur geografisch, denn das üppige Amazonasgebiet wartet mit all seinen Naturschätzen auf euch. Das erste große Highlight ist der Andenfelsenhahn, auch Andenklippenvogel genannt, der Nationalvogel Perus.
Übernachtet wird in einer einfachen Holzhüttenunterkunft im Dorf Pillcopata, die von Matsiguenka-Indigenen betrieben wird.
Aktivitäten: Zwischenstopp an den antiken Aymara-Begräbnistürmen von Ninamarca, Museumsbesuch in Paucartambo
Übernachtung: Gallito de Las Rocas Lodge der Matsiguenka-Indigenen (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
3. Tag: Mit dem Expeditionsboot zur Lodge am Rio Madre de Dios
Erste Tierbeobachtungen, Expeditionsboot und Nachtwanderung im Regenwald
Der heutige Tag startet mit einem kleinen Rundgang durch das Dorf Pillcopata. Ihr besucht unter anderem den zentralen Platz, den kleinen Markt und das örtliche Krankenhaus, um einen ersten Einblick in das Leben der Menschen im Amazonasgebiet zu erhalten.
Von Pillcopata aus geht es auf kurvigen Straßen weiter durch den Dschungel. Unterwegs haltet ihr bei einer Tierrettungsstation. Hier werden in Gefangenschaft geratene Wildtiere wie Tapire, Affen, Kaimane und Faultiere auf die Auswilderung vorbereitet. Etwas weiter im Dschungel unternehmt ihr einen Spaziergang über eine kleine Orchideenfarm.
Noch am Vormittag erreicht ihr den kleinen Hafen von Atalaya und tauscht den festen Boden unter den Füßen gegen das Expeditionsboot. Dort lernt ihr auch gleich die Crew sowie euren auf den Nationalpark spezialisierten Naturführer kennen.
Nach kurzer Bootsfahrt auf dem Rio Madre de Dios erreicht ihr eure am Fluss und mitten im Amazonas-Dschungel gelegene Unterkunft einer Matsiguenka-Familie. Das Volk der Matsiguenka wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von spanischen Franziskanern christianisiert. Dennoch ist die tiefe Verbundenheit zur Natur bis heute spürbar, Traditionen werden weiterhin gepflegt.
Am Nachmittag brecht ihr zu einem ersten Erkundungsausflug mit eurem Naturführer auf. An einem malerischen Dschungelsee besteigt ihr Holzflöße und gleitet am Ufer der Lagune entlang. Halte die Augen offen nach tropischen Bewohnern wie dem rätselhaften Hoatzin. Auch Schopf- und Zigeunerhühner lassen sich beobachten, mit etwas Glück sogar Riesenotter.
Nach Einbruch der Dunkelheit startet ihr zu einer Nachtwanderung, ein eindrucksvolles Erlebnis mitten im pulsierenden Dschungel und ein echter Höhepunkt dieser Amazonas Expeditionsreise.
Hinweis: kein Einzelzimmer möglich
Aktivitäten: Rundgang durch Pillcopata, Besuch einer Tierrettungs- und Auswilderungsstation, Spaziergang über eine Orchideenfarm, Erkundungswanderung und Holzfloßfahrt zur Tierbeobachtung, Nachtwanderung
Übernachtung: von Matsiguenka-Indigenen geführte Lodge (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
4. Tag: Shintuya, Thermalquellen und Tapirbeobachtung im Regenwald
Zwischen indigener Kultur, heißem Quellwasser und stiller Dschungelbeobachtung
Am Morgen macht ihr euch auf den Weg nach Shintuya und besucht das Dorf der Matsiguenka-Indigenen. Hier erhaltet ihr authentische Einblicke in das Leben der Gemeinschaft und ihre enge Verbindung zum Regenwald.
Im Anschluss erwartet euch eine wohltuende Pause in natürlichen Thermalquellen, eingebettet mitten in die üppige Dschungellandschaft, ein perfekter Moment zum Entspannen und Kraft sammeln.
Am Nachmittag unternehmt ihr eine Wanderung durch dichten Regenwald zu einer sogenannten Mineralienlecke. Von einer Beobachtungsplattform aus habt ihr mit etwas Glück die Möglichkeit, einen Tapir zu sehen, das größte an Land lebende Säugetier Südamerikas. Ein spannendes Naturerlebnis in ursprünglicher Umgebung.
Hinweis: kein Einzelzimmer möglich
Aktivitäten: Dorfbesichtigung in Shintuya, Besuch einer Thermalquelle im Amazonas, Wanderung durch den Regenwald zu einer Mineralienlecke
Übernachtung: einfache Holzhütte im Manu-Nationalpark (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
5. Tag: Papageien-Salzlecke, Diamante und Boca Manu
Bunte Papageien, Bootsleben und authentische Dörfer am Fluss
Noch vor Sonnenaufgang brecht ihr zu einer kurzen Wanderung zu einer Salzlecke der Loro-Papageien auf. Mit etwas Glück könnt ihr hier zahlreiche bunte Papageien beobachten, die sich an den mineralhaltigen Lehmwänden versammeln, ein beeindruckendes Naturschauspiel im morgendlichen Dschungel.
Anschließend geht es mit dem Boot weiter flussabwärts. Während der etwa drei- bis vierstündigen Fahrt durch den Regenwald wird unterwegs gefrühstückt. Haltet Ausschau nach Aras, Affen, Kaimanen und Faultieren, die sich entlang der Ufer zeigen.
Im indigen geprägten Dorf Diamante legt ihr einen Stopp ein und kommt mit Unterstützung eures Guides mit Einheimischen ins Gespräch. Am Nachmittag erreicht ihr schließlich Boca Manu, einst zur Zeit des Kautschukbooms gegründet und heute ein kleines Versorgungsdorf für Indigene und Goldsucher.
Hier besucht ihr einen lokalen Bootsbauer, der euch zeigt, wie die Expeditionsboote entstehen und aus welchen Materialien sie gefertigt werden. Den Tag lasst ihr entspannt bei einem kühlen Getränk in einer der kleinen Dorfkneipen ausklingen und erlebt das einfache, authentische Leben im Amazonas hautnah.
Hinweis: kein Einzelzimmer möglich
Aktivitäten: Wanderung zur Papageien-Salzlecke, Bootsfahrt mit Tierbeobachtung, Besuch des Dorfes Diamante, Besuch beim Bootsbauer in Boca Manu
Übernachtung: sehr einfache Unterkunft mitten in Boca Manu mit Gemeinschaftstoiletten und Gemeinschaftsduschen
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
6. Tag: Von Boca Colorado nach Puerto Maldonado
Vom wilden Flussleben hinein in das bunte Herz des peruanischen Amazonas
Schon vor Sonnenaufgang macht ihr euch auf den Weg zurück zum Expeditionsboot, wo die Crew bereits ein Frühstück vorbereitet hat. Während die ersten goldenen Sonnenstrahlen das Flusswasser zum Glitzern bringen, steuert ihr eine Stelle an, von der ihr eine tolle Sicht auf eine in der Regel sehr lebhafte Papageien-Salzlecke habt.
Am besten bringt ihr euch mit dem Fernglas in Position, denn mit etwas Glück tummeln sich hunderte Aras und weitere farbenfrohe Vogelarten direkt vor euren Augen. Nach diesem eindrucksvollen Naturschauspiel fahrt ihr weiter auf dem Fluss, vorbei an illegalen Flussgoldwäschern bis zum Dorf Boca Colorado, das sich bis heute den Charme eines Goldsucherdorfes erhalten hat.
Ab hier müsst ihr mehrfach umsteigen. Es geht weiter mit Offroad-Jeeps, wackligen Fähren und Kleinbussen auf abenteuerlichen Wegen bis auf die neue Trans-Oceanica-Verbindungsstraße. Ziel ist Puerto Maldonado, eine lebendige Stadt am Rand des Dschungels.
In Puerto Maldonado bieten sich viele Gelegenheiten, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, zum Beispiel auf dem bunten Markt, den ihr später am Nachmittag besucht. Hier werden Früchte, Gemüse, Fisch und lokale Speisen angeboten. Besonders erfrischend ist ein kühler Copoazu-Saft, den man hier an vielen Ecken probieren kann.
Wer die peruanische Lebensfreude noch intensiver erleben möchte, sollte am Abend unbedingt eine Tanzbar besuchen. Neben lateinamerikanischen Rhythmen erlebst du dort oft auch eine Cumbia-Liveband mit Tänzerinnen. Übernachtet wird in einem netten 3-Sterne-Hotel mit Pool.
Aktivitäten: Beobachtung einer Papageien-Salzlecke, Marktbesuch und Freizeit in Puerto Maldonado
Übernachtung: Hotel Cabana Quinta oder Hotel Copasu (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
7. Tag: Affeninsel, Lago Sandoval und Schamane im Tambopata-Nationalpark
Zwischen Riesenottern, Dschungelsee und uraltem Pflanzenwissen
Heute Morgen steigt ihr wieder in das Expeditionsboot, um dem Flusslauf des Madre de Dios zu folgen. Das erste Highlight ist die Affeninsel. Hier leben verschiedene Affenarten, angefangen von den Masquisapas und Achunis über die imposanten Frailes bis zu den kleinen Leoncitos.
Vom rechten Flussufer aus geht es etwa drei Kilometer über schmale Dschungelpfade unter einem gigantischen Blätterdach zum Lago Sandoval, einem Dschungelsee in paradiesischer Umgebung. Ursprünglich ein Flussarm des Madre de Dios, ist dieser See seit Jahrhunderten abgetrennt und dient bedrohten Riesenottern, schwarzen Kaimanen, Piranhas, Schildkröten, Wasserfledermäusen und zahlreichen Vögeln als Lebensraum.
In Begleitung eurer indigenen Naturführer erkundet ihr mit Kanus dieses wunderbare Stück Natur. Nach dem Mittagessen geht die Fahrt weiter durch den Tambopata-Nationalpark.
Ein abgelegen lebender Schamane heißt euch willkommen und führt euch stolz durch seinen Zauber- und Kräutergarten. Am Abend kannst du unter Anleitung und Aufsicht des Schamanen freiwillig an einer Zeremonie teilnehmen. Ihr übernachtet direkt vor Ort. Feldbetten mit Matratze, Schlafsack und Moskitonetz sind eure Schlafstätte, ein Plumpsklo und eine Außendusche machen das Dschungelabenteuer komplett.
Hinweis: kein Einzelzimmer möglich. Sollte ein Besuch beim Schamanen nicht möglich sein, findet die Übernachtung wieder in Puerto Maldonado statt.
Aktivitäten: Affeninsel, Dschungelwanderung und Kanufahrt auf dem Lago Sandoval, Aufenthalt und Übernachtung beim Schamanen
Übernachtung: offene Holzplattform beim Schamanen mit Feldbett, Schlafsack, Moskitonetz, Plumpsklo und Außendusche (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
8. Tag: Grenzüberquerung nach Bolivien und Dorf am Rio Madre de Dios
Grenzabenteuer abseits der üblichen Wege
Nach dem Frühstück überreicht ihr dem Bootsteam das Hauptgepäck und begebt euch mit eurem Tagesrucksack auf die Trans-Oceanica, die Verbindungsstraße zwischen Atlantik und Pazifik. Die Fahrt geht zur peruanischen Grenzstation, wo es den obligatorischen Ausreisestempel gibt.
Mit dem Kleinbus geht es noch ein Stück durch den Dschungel, bis keine Weiterfahrt mehr möglich ist. Zu Fuß legt ihr dann die nächsten 200 bis 2.000 Meter bis zum kleinen bolivianischen Polizei- und Militärposten zurück. Kein Wunder, dass man hier etwas argwöhnisch betrachtet wird, denn die Grenzüberquerungen in dieser Region sind selten.
Am nächsten Grenzposten erhält der Reisepass einen weiteren Stempel und schon befindet ihr euch in Bolivien. Danach geht es über teilweise ungeteerte Straßen weiter bis zu einem Versorgungsdorf am Rio Madre de Dios. Das Bootsteam ist bereits vor Ort und kümmert sich um die Feldbetten sowie ein leckeres Abendessen vom Grill.
Nach diesem abenteuerlichen Reisetag gönnst du dir vielleicht noch ein kühles Bier in einer der Farmer- und Goldsucherkneipen. Genau solche Momente machen die Amazonas Expeditionsreise so besonders ursprünglich.
Hinweis: kein Einzelzimmer möglich
Aktivitäten: Reisetag nach Bolivien
Übernachtung: Feldbetten in einem Versorgungsdorf (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Abendessen
9. Tag: Durch das Manuripi-Naturreservat und Besuch bei Paranussbauern
Mit dem Boot durch das Leben der Dschungelbauern
Zeitig geht es an Deck des Expeditionsbootes und auf dem Madre de Dios entlang des Manuripi- und Humayta-Naturreservats. Unterwegs kommt ihr an kleinen Siedlungen vorbei, die von der Paranussernte leben, auch illegale Goldwaschanlagen sind hier keine Seltenheit.
Während des Besuchs in einer kleinen, direkt am Fluss gelegenen Paranusssiedlung erfahrt ihr mehr über die harte Arbeit der Dschungelbauern. Die rund 55 bis 60 Meter hohen Bäume sind nicht kultivierbar, weshalb die Früchte aus Wildsammlungen aus bis zu zehn Kilometern Entfernung über enge Pfade transportiert werden müssen.
Eine Nussfrucht enthält 10 bis 25 Samen, in denen sich wiederum die handelsüblichen Paranüsse befinden. Übernachten werdet ihr heute in einem Versorgungsdorf der Paranuss-Sammler. Mit einem Kopf voller neuer Eindrücke kuschelst du dich auf deinem Feldbett in den Schlaf.
Hinweis: kein Einzelzimmer möglich
Aktivitäten: Besuch bei den Paranussbauern
Übernachtung: Feldbetten in einer Paranuss-Lagerhalle, Dusche am Wasserfall oder mit Brunnenwasser, Plumpsklo oder improvisierte Lösung mit Machete (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
10. Tag: Goldsucher am Rio Madre de Dios und Weiterfahrt nach Riberalta
Zwischen Goldstaub, Dschungelpisten und kolonialem Flair
Ein weiterer Morgen am Rio Madre de Dios beginnt. Heute erhaltet ihr spannende Einblicke in das Leben der Flussgoldgräber, die euch zeigen, wie sie den feinen Goldstaub aus dem Flusssand gewinnen und wie ihr Alltag in dieser abgelegenen Region aussieht. In der kleinen Siedlung América besteht, sofern geöffnet, die Möglichkeit, einen kurzen Blick in die örtliche Schule zu werfen.
Am Nachmittag erreicht ihr das Dorf Sena und verabschiedet euch von eurem Expeditionsboot. Auf der Ladefläche eines Pick-ups oder LKWs geht es anschließend rund drei Stunden durch dichten Dschungel bis in das kolonial geprägte Riberalta. Die lebendige Stadt am Fluss begrüßt euch mit bunten Häusern, kleinen Geschäften und geschäftigem Treiben rund um den zentralen Platz.
Übernachtet wird in einem charmanten ehemaligen Kolonialhaus, heute ein einfaches, aber gemütliches Hotel mit privatem Bad und Klimaanlage, nach den vergangenen Tagen im Regenwald ein willkommener Komfort.
Hinweis: Die heute eingesetzten Fahrzeuge entsprechen den örtlichen gesetzlichen Vorschriften, jedoch unter Umständen nicht den deutschen Sicherheitsstandards, unter anderem verfügen einige Fahrzeuge auf den Rücksitzen über keine Sicherheitsgurte.
Aktivitäten: Besuch bei Flussgoldgräbern, gegebenenfalls Schulbesuch, Fahrt durch den Dschungel nach Riberalta
Übernachtung: Hotel Colonial oder Hotel Jomali (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen
11. Tag: Paranussfabrik und koloniales Leben in Riberalta
Einblicke in den Alltag einer Amazonasstadt in Bolivien
Am Vormittag besucht ihr eine Paranuss-Verarbeitungsanlage, in der tonnenweise die kostbaren Nüsse geknackt, gewaschen und anschließend sorgfältig von Hand nach Qualitätsstufen sortiert werden. Die Verarbeitung der Paranüsse zählt zu den wichtigsten Einnahmequellen der Region und gibt euch einen authentischen Einblick in den lokalen Arbeitsalltag.
Am Nachmittag bleibt Zeit, Riberalta bei einem kleinen Spaziergang zu erkunden. Gegen Abend zieht es euch zum zentralen Platz der Stadt, wo Mopeds und Motorräder ihre Runden drehen und sich Einheimische wie Besucher zum geselligen Beisammensein treffen. Das lebendige Treiben rund um die Plaza vermittelt einen schönen Eindruck vom Alltag dieser kolonial geprägten Flussstadt.
Hinweis: Die Paranussfabrik in Riberalta ist von Mitte November bis Ende Februar gegebenenfalls geschlossen und kann in diesem Zeitraum unter Umständen nicht besichtigt werden.
Aktivitäten: Führung durch eine Paranuss-Verarbeitungsanlage, Freizeit und Spaziergang in Riberalta
Übernachtung: Hotel Colonial oder Hotel Jomali (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
12. Tag: Von Riberalta nach Porto Velho in Brasilien
Grenzwechsel nach Brasilien und weiter Richtung Amazonasmetropole
Heute steuert ihr das dritte Land eurer Reise an, Brasilien. Mit dem Taxi gelangt ihr zur Grenze am Fluss Rio Mamoré und setzt anschließend per Fähre über. Die Weiterfahrt führt euch durch den brasilianischen Bundesstaat Rondônia, dessen Landschaft von weiten Flächen geprägt ist, die nach Rodungen heute vor allem der Rinderhaltung dienen.
Am Nachmittag erreicht ihr die Stadt Porto Velho. Wenn es die Zeit erlaubt, unternehmt ihr noch einen kurzen Abstecher zum historischen Stellwerk mit alten Eisenbahnen sowie zum Hafen, Relikte aus der Zeit des Kautschukbooms. Am Abend bietet sich die Gelegenheit, bei tropischen Rhythmen den ersten echten Caipirinha auf brasilianischem Boden zu genießen.
Hinweis: Es kann sein, dass ihr bereits heute nach Manaus fliegt.
Aktivitäten: Grenzüberquerung nach Brasilien, Fährüberfahrt, optionaler Besuch des historischen Stellwerks und Hafens, Freizeit am Abend in Porto Velho
Übernachtung: Hotel Regina oder Hotel Central oder in Manaus im komfortablen Hotel Saint Paul nahe der Oper oder im ibis Styles Manaus (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
13. Tag: Flug nach Manaus und Besuch des Teatro Amazonas
Flug in die legendäre Stadt am Rio Negro
Am frühen Morgen verabschiedet ihr euch von Porto Velho und fliegt weiter in die Amazonasmetropole Manaus, Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Nach der Ankunft taucht ihr direkt in die bewegte Geschichte der Stadt ein und besucht das berühmte Teatro Amazonas, ein prachtvolles Opernhaus im Renaissance-Stil.
Es gilt bis heute als Wahrzeichen der Stadt und erinnert eindrucksvoll an die Zeit des Kautschukbooms, als Manaus zu den wohlhabendsten Städten Südamerikas zählte. Der restliche Tag steht zur freien Verfügung, um erste Eindrücke der lebendigen Amazonasstadt zu sammeln.
Aktivitäten: Inlandsflug nach Manaus, Besuch des Teatro Amazonas
Übernachtung: Hotel Saint Paul, zentral gelegen nahe der Oper oder im ibis Styles Manaus (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
14. Tag: Manaus und das Naturphänomen Treffpunkt der Gewässer
Zwischen Marktleben, Flusswundern und tropischer Großstadt
Im lebendigen Manaus, dem Tor zum Amazonas, entdeckt ihr heute die vielseitige Millionenstadt bei einem ausführlichen Rundgang. Zunächst besucht ihr den traditionsreichen Mercado Municipal Adolpho Lisboa, wo exotische Früchte, duftende Gewürze und beeindruckend große Amazonasfische angeboten werden. Das bunte Treiben zwischen Marktständen und Händlern vermittelt einen authentischen Einblick in den Alltag der Region.
Am Nachmittag unternehmt ihr eine Bootsfahrt zum Treffpunkt der Gewässer. Hier fließen das dunkle Wasser des Rio Negro und das milchig helle Wasser des Rio Solimões nebeneinander her, ohne sich sofort zu vermischen, ein faszinierendes Naturphänomen. Im Anschluss führt euch ein kurzer Spaziergang in ein nahegelegenes Dschungelgebiet, wo ihr mit etwas Glück die seltene Victoria-Regia-Seerose, eine der größten Seerosenarten der Welt, entdecken könnt.
Am Abend bleibt Zeit zur freien Verfügung. Wer möchte, genießt einen Caipirinha mit Blick auf das stimmungsvoll beleuchtete Teatro Amazonas und lässt den Tag entspannt ausklingen.
Aktivitäten: Stadtrundgang durch Manaus, Marktbesuch, Bootsausflug Treffpunkt der Gewässer, kurzer Dschungelspaziergang
Übernachtung: Hotel Saint Paul (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
15. Tag: Mit dem Frachtschiff über den Amazonas nach Santarém
Mit dem Frachtschiff über den Amazonas wie die Einheimischen reisen
Im Hafen von Manaus geht ihr an Bord eines Frachtschiffes. Nachdem verschiedene Güter fachmännisch verstaut wurden, legt das Schiff in Richtung Santarém ab. Diese Fahrt auf dem Amazonas garantiert ein einmaliges, ursprüngliches Abenteuer und zählt für viele zu den eindrucksvollsten Momenten der Amazonas Expeditionsreise.
Übernachtet wird auf dem oberen Hängemattendeck. Der Schiffskoch kümmert sich um die Verpflegung und ihr habt viel Zeit, mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Keine Scheu, der Reiseleiter hilft gerne bei der Übersetzung. Lehne dich zurück und beobachte, wie die gewaltige Amazonas-Landschaft langsam an dir vorbeizieht.
Hinweis: kein Einzelzimmer möglich
Aktivitäten: Freizeit auf dem Amazonas-Frachtschiff
Übernachtung: Hängematte auf dem Frachtschiff (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Abendessen
16. Tag: Von Santarém nach Alter do Chão am Rio Tapajós
Von der Flussexpedition an die Strände der Amazonas-Karibik
Nach der Ankunft in Santarém am Nachmittag begebt ihr euch in den kleinen Ort Alter do Chão am Seitenarm Rio Tapajós. Karibisch anmutende Strände und insbesondere die vorgelagerte Sandinsel Ilha do Amor ziehen Besucher und höchstwahrscheinlich auch dich magisch an.
Vielleicht möchtest du heute einen schönen Abend auf dem kleinen Plaza verbringen, mit leckerem Essen und jeder Menge brasilianischem Flair, spielenden Kindern, Naturschmuck verkaufenden Hippies und nicht selten einer spontanen Livemusik-Einlage.
Hinweis: kein Einzelzimmer möglich
Aktivitäten: Freizeit in Alter do Chão
Übernachtung: Hotel Mirante da Ilha, Hotel Beloalter oder in der Pousada Chalé Joana (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
17. Tag: Entspannen und optionale Ausflüge in Alter do Chão
Entspannen, baden und den Amazonas von seiner leichten Seite erleben
Heute kannst du den Tag in Alter do Chão ganz nach deinem Rhythmus gestalten. Begib dich zu einem der Traumstrände oder direkt zur Sandinsel Ilha do Amor, hänge die Beine ins Wasser und genieße einen Caipirinha zu leckeren Pinchos mit Fleisch oder gegrilltem Käse.
Wer es aktiver mag, kann vor Ort optionale Ausflüge buchen. Zur Auswahl stehen unter anderem eine Bootsfahrt auf dem Rio Tapajós, ein Besuch im Tapajós-Naturreservat, ein Abstecher in eine Caboclo-Siedlung oder der Besuch der Ford-Siedlung Belterra. Auch Aktivitäten wie Kayaking, Kanutouren, Sportfischen und Schnorchelausflüge sind möglich.
Aktivitäten: Entspannen an den Traumstränden von Alter do Chão, optionale Aktivitäten
Übernachtung: Hotel Mirante da Ilha, Hotel Beloalter oder in der Pousada Chalé Joana (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
18. Tag: Flug von Santarém nach Belém an die Atlantikküste
Zurück an die Küste und hinein in das koloniale Herz Amazoniens
Verabschiede dich von der Karibik des Amazonas. Gegen Mittag geht euer Flug von Santarém nach Belém in der Bucht Marajó an der Atlantikküste. Belém ist neben Manaus die wichtigste Stadt des brasilianischen Amazonasgebiets. Der Beiname Stadt der Mangobäume beschreibt die von Mangobäumen gesäumten Straßen der Innenstadt treffend.
Am späten Nachmittag macht ihr euch auf in das alte Hafengelände Estação das Docas. Aber keine Sorge, die Zeiten als zwielichtiges Viertel sind längst vorbei. Heute reihen sich hier moderne Geschäfte, Restaurants, die Brauerei Amazon Beer und eine der besten Eisdielen der Stadt aneinander. Ein wunderbarer Ort, um den Tag ausklingen zu lassen.
Aktivitäten: Inlandsflug nach Belém, Freizeit in Belém
Übernachtung: Hotel Princesa Louçã, Hotel Rede Andrade Belem De Docas oder ibis Styles Belém Batista Campos (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
19. Tag: Von Belém auf die Ilha de Marajó
Märkte, Mangobäume und erste Begegnungen mit den Wasserbüffeln
Der alte und ursprünglichste Teil Beléms will entdeckt werden. Vorbei am Teatro da Paz geht es Richtung Hafen zum Fischmarkt und dem berühmten Markt Ver-O-Peso. Hier findest du allerlei Gesundheit aus den Wäldern des Amazonas in Form von Pülverchen, Wurzeln und sogar eingelegten Skorpionen. Das alte Wissen der Schamanen und Kräuterfrauen ist hier noch in beeindruckender Vielfalt präsent.
Anschließend überquert ihr die Bucht Marajó mit der öffentlichen Fähre, um zur Ilha de Marajó, der größten Insel Brasiliens, zu gelangen. Euer Ziel ist das Städtchen Soure. Mangobäume spenden hier Mensch und Tier Schatten, denn es kommt durchaus vor, dass Wasserbüffel durch den Ort schlendern.
Ansonsten grasen die gut angepassten Tiere zusammen mit Zebus in den Sumpfgebieten, umgeben von Flamingos, Papageien, Tukanen, Enten, Fischreihern und roten Ibissen mit ihren auffallend gebogenen Schnäbeln. Am Nachmittag kannst du dich im Dorf umsehen. Viele Bewohner leben vom Fischfang, außerdem ist die Insel Marajó bekannt für ihre Keramikkultur und viel unberührte Natur.
Hinweis: kein Einzelzimmer möglich
Aktivitäten: Besuch des Marktes Ver-O-Peso in Belém, Freizeit in Soure auf Ilha de Marajó
Übernachtung: einfache Wasserbüffel-Pousada (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
20. Tag: Strände, Keramik und Fazenda auf Marajó
Zwischen einsamen Stränden, rotem Ibis und traditioneller Keramikkunst
Am Vormittag fährst du mit einem abenteuerlichen Moto-Taxi durch eine Fazenda, wo scharlachrote Ibisse auf den Bäumen sitzen und sich auf Krustentiere stürzen, die im Schlamm auftauchen. Nach etwa 40 Minuten erreichst du den einsamen Strand Caju Una, von wo aus du am Strand entlang zu einem kleinen Fischerdorf mit bunten Häusern läufst, das wegen seiner Abgeschiedenheit noch fast unberührt ist.
Hier bleibt Zeit zum Relaxen, bevor ihr gemeinsam zum Mittagessen an den Palmenstrand Praia Barra Velha weiterfahrt. Der Strand ist ein Favorit der Einheimischen. Strandbars, kaltes Água de Coco, leckere Fischgerichte und Musik bestimmen das Bild.
Nach dem Mittagessen geht es zu Fuß weiter zum Töpfer Ronaldo, der nach traditionellen indigenen Techniken herrliche Keramiken herstellt. Als Werkzeuge dienen unter anderem Wildschwein-Stoßzähne oder Rochenstachel. Sämtliche Stücke stehen auch zum Verkauf.
Nach einer einstündigen Fahrt im Kleinbus steigst du anschließend auf ein Schnellboot um, um dem Fluss Paracauary zu folgen, bis die Gruppe den Anleger einer typischen Büffel-Fazenda erreicht. Von dort geht es weiter bis zum Hauptgebäude der Farm, wo du dein wohlverdientes Abendessen an einer langen Tafel genießt.
Hinweis: kein Einzelzimmer möglich
Aktivitäten: Ausflug zum Strand Caju Una
Übernachtung: Büffel-Fazenda mit einfachen Zimmern mit Gemeinschaftsbad (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Abendessen
21. Tag: Fazenda-Leben und Naturerlebnisse auf Marajó
Fazenda-Leben, Vaqueiros und Sonnenuntergang über den Weiten der Insel
Den ganzen Tag tauchst du ein in das Leben auf der Fazenda. Vielleicht hast du Lust, gemeinsam mit den Vaqueiros, den brasilianischen Cowboys, durch die Felder der Ranch zu reiten, um die Büffelherden zu ihrem Nachtquartier zu treiben. Das ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene ein besonderes Erlebnis.
Optional sind auch Bootsausflüge durch die kleinen Kanäle der größten Flussinsel der Welt möglich, um Kaimane und Tukane zu beobachten sowie Açai- und Maniok-Plantagen zu besuchen. Dein Tag endet nach einem romantischen Sonnenuntergang mit einem herzhaften Abendessen auf der Farm.
Hinweis: kein Einzelzimmer möglich
Aktivitäten: Freizeit auf der Farm mit optionalen Ausflugsmöglichkeiten
Übernachtung: Büffel-Fazenda mit einfachen Zimmern mit Gemeinschaftsbad (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
22. Tag: Rückkehr von der Ilha de Marajó nach Belém
Letzte Inselmomente und stimmungsvoller Abschied in Belém
Vor dem Frühstück begleitest du die Vaqueiros zum Melken, um anschließend beim typischen Farmfrühstück die frische Büffelmilch zu probieren. Danach geht es unter fachkundiger Anweisung zum Büffelreiten auf die Felder der Farm. Die besonders ruhigen Reittiere werden mit einem Nasenring geführt. Alternativ wird eine weitere Bootstour durchgeführt.
Am Nachmittag kommt ihr mit dem Boot zurück nach Belém. Am Abend lohnt sich ein Besuch an den Docks in einer Tanzbar, um das Ende dieser intensiven Reise gebührend zu feiern. Auf die gemeinsamen Erlebnisse stößt man am besten mit einem frischen brasilianischen Caipirinha an.
Aktivitäten: Büffelreiten, Freizeit am Abend in Belém
Übernachtung: Hotel Princesa Louçã, Hotel Rede Andrade Belem De Docas oder ibis Styles Belém Batista Campos (oder ähnliche Unterkunft)
Mahlzeiten: Frühstück
23. Tag: Abschied in Belém und Ende der Amazonas Expeditionsreise
Abschied von einer außergewöhnlichen Amazonas Expeditionsreise
Nun heißt es Abschied nehmen von neuen Freunden und einer intensiven Amazonas Expeditionsreise, die jedem noch lange in Erinnerung bleiben wird. Nach dem Frühstück wirst du zum Flughafen von Belém gebracht.
Beachte auch die individuellen Verlängerungsmöglichkeiten. Gerne helfen wir dir bei der Buchung von Zusatznächten in Belém oder bei der Planung einer weiteren Tour. Es lohnt sich.
Aktivitäten: Tourende
Mahlzeiten: Frühstück