Überblick

Salto Ángel abseilen: 979 Meter Abenteuer am höchsten Wasserfall der Welt

Den Salto Ángel abseilen, ohne acht Tage über einen Tafelberg zu trekken: genau dafür gibt es diese kürzere Version unseres Auyan Tepui Trekkings. Ein Helikopter setzt dich direkt auf dem Gipfel des Auyan Tepui ab, oben an der Kante, an der der höchste Wasserfall der Erde 979 Meter ins Leere kippt. Nach zwei Tagen zur Eingewöhnung steigst du in rund 14 Abseilfahrten die Ostwand hinunter, mit einer Nacht auf einem Felsband mitten in der Wand. Acht Tage insgesamt,
davon zwei am Seil.

Extremtour in Venezuela: 14 Abseilfahrten durch die Wand des Angel Falls

Der Helikopter ersetzt den Anmarsch, nicht die Anforderung. Die Wand ist dieselbe wie bei der langen Expeditionsvariante, der lokale Veranstalter stuft auch diese Tour mit 5 von 5 als extrem ein. Was du hier sparst, sind acht Tage Dschungel, Sumpf und vieeeel Schweiß. Was bleibt, ist der Teil, vor dem die meisten zurückschrecken: freies Hängen über fast tausend Metern Regenwald, zwei Nächte im Zelt auf dem Plateau und eine auf einem Felsband, das nur teilweise vor Regen schützt.

Auyan Tepui und Canaima Nationalpark: Venezuelas geheimnisvolle Welt über den Wolken

Der Auyan Tepui liegt im Canaima Nationalpark im Südosten Venezuelas, seit 1994 UNESCO-Weltnaturerbe und mit rund 30.000 Quadratkilometern größer als Belgien. In der Sprache der Pemón heißt der Berg „Haus des Teufels“ und die Schlucht, in die der Wasserfall stürzt, trägt bis heute den Namen Cañón del Diablo. Das Plateau selbst ist ein Felslabyrinth aus 1,7 Milliarden Jahre altem Roraima-Quarzit, mit Canyons, Türmen, Spalten und mehrere hundert Meter tiefen Löchern im Gestein. Was hier oben wächst, kommt oft nur auf diesem einen Tafelberg vor.

37 Jahre Tepui-Erfahrung: geführt von einem echten Salto-Ángel-Experten

Geführt wird die Expedition von einem venezolanischen Bergführer mit über 37 Jahren Erfahrung an den Tepuis, der die Wand des Salto Ángel zweimal geklettert und die festen Standplätze für die Abseilfahrten selbst neu eingerichtet hat. Wer sich das zutraut, steht auf einer sehr kurzen Liste von Menschen, die den höchsten Wasserfall der Welt von oben nach unten kennen.

Reiseroute

Karte für Salto Ángel abseilen: per Helikopter auf den Auyan Tepui und 979 Meter hinunter

Inkludierte Leistungen

  • Venezuela Expeditionsreise Abseilen am Auyan Tepui laut Programm, 8 Tage
  • 2x Übernachtung in einer einfachen Posada in Canaima (Mehrbettzimmer, Wechsel der Unterkunft gegen Aufpreis möglich)
  • 2x Übernachtung im Zelt auf dem Gipfelplateau des Auyan Tepui (Zweipersonen-Zelt)
  • 1x Biwak auf dem Felsband in der Wand des Salto Ángel
  • 2x Übernachtung in Hängematten (Isla Ratón und Camp Aonda)
  • Linienflug Caracas (Maiquetía) – Canaima – Caracas (Maiquetía), 23 kg Freigepäck und 5 kg Handgepäck
  • Helikopterflug Canaima – Gipfel Auyan Tepui inklusive Überflug des Salto Ángel
  • Alle Bootstransfers laut Programm (ab Isla Ratón sowie Laguna de Canaima, Salto El Hacha, Salto El Sapo, Mirador Ucaima)
  • Eintritts- und Gemeindegebühren für den Canaima Nationalpark sowie für Canaima und Kamarata
  • Beantragung und Abwicklung der INPARQUES-Genehmigungen
  • Spezialisierte Guides mit Zertifizierung in Seiltechnik und Abseilen während der gesamten Tour
  • Einheimische Pemón-Guides
  • Träger für das Gemeinschaftsgepäck (Zelte, Verpflegung, Küchenausrüstung, Seile)
  • Koch und komplette Küchenausrüstung
  • Zertifizierte Seile und Gruppenausrüstung für die Abseilfahrten am Salto Ángel
  • Zelte für zwei Personen
  • Abseiltraining vor Reisebeginn zur Materialkunde und Eingewöhnung
  • Persönliche Vorabberatung zu Ausrüstung und Vorbereitung
  • Erste-Hilfe-Ausrüstung
  • Satellitentelefon (ausschließlich für Notfälle)
  • Reise-T-Shirt
  • Mahlzeiten: 7x Frühstück, 7x Mittagessen, 7x Abendessen (vom Mittagessen am 1. Tag bis zum Frühstück am Abreisetag)

Optionale Leistungen

  • internationale Flüge nach und ab Caracas
  • Zusatznacht Caracas: ab 220 EUR pro Nacht im Einzelzimmer, ab 140 EUR pro Person und Nacht im Doppelzimmer, inklusive aller Flughafentransfers
  • Übergepäck auf dem Linienflug und auf dem Helikopterflug
  • persönliche Abseilausrüstung: Helm, Klettergurt, 3 Karabiner, 2 Abseilgeräte, Bandschlingen und Handschuhe
  • Isomatte und Schlafsack
  • Trinkgelder
  • persönliche Ausgaben
  • nationale und internationale Flughafen- und Ausreisesteuern
  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke in Caracas (ca. 120 EUR)
  • Mehrkosten für spezielle Verpflegung (vegan, Unverträglichkeiten, Allergien)
  • Gelbfieberimpfung und weitere reisemedizinische Vorsorge (die Gelbfieberimpfung ist für den Zugang zum Canaima Nationalpark verpflichtend)
  • Kosten für Rettung, Bergung und Evakuierung im Notfall
  • Reiseversicherung: Reisestorno, Reiseabbruch und Reise-Krankenversicherung inklusive Rückholung (diese ist obligatorisch). Achte darauf, dass Abseilen ausdrücklich eingeschlossen ist, viele Standardtarife schließen genau das aus. Der Abschluss einer Reisegepäckversicherung ist ratsam. Unsere detaillierten Angebote kannst du hier nachlesen: Reiseversicherungen

Informationen zur Reise

1. Tag: Caracas – Canaima, Anreise in den Canaima Nationalpark

Vom Flughafen Maiquetía bei Caracas fliegst du direkt nach Canaima, einer Pemón-Gemeinde mitten im gleichnamigen Nationalpark. Bereits während des Anflugs bekommst du einen ersten Eindruck davon, was dich in den nächsten Tagen erwartet: Unter dir breitet sich die Gran Sabana aus und zwischen dichtem Regenwald tauchen die ersten gewaltigen Tafelberge auf. Nach der Landung wird die bereits im Reisepreis enthaltene Parkgebühr entrichtet, anschließend beziehst du deine Posada.

Am Nachmittag erkundest du die Laguna de Canaima. Hier fällt der Río Carrao über mehrere Wasserfälle in eine weitläufige Lagune mit auffällig rosafarbenen Sandstränden. Ihre Farbe entsteht durch Quarz sowie durch Tannine aus dem umliegenden Regenwald. Ein besonderes Erlebnis wartet am Salto El Sapo: Ein schmaler Weg führt hinter dem Wasserfall entlang, direkt zwischen Felswand und herabstürzenden Wassermassen. Trocken bleibt dabei kaum jemand. Außerdem siehst du den Salto El Hacha und genießt die Aussicht von Ucaima. Später am Tag wird die Ausrüstung für die kommenden Etappen kontrolliert, sortiert und gewogen.

Übernachtung: Posada in Canaima, Mehrbettzimmer
Transport: Linienflug Maiquetía – Canaima, Boot, zu Fuß
Mahlzeiten: Mittagessen, Abendessen

2. Tag: Mit dem Helikopter auf den Gipfel des Auyan Tepui

Heute beginnt der außergewöhnlichste Teil deiner Reise. Nach dem Frühstück bringt dich ein Helikopter hinauf auf das Hochplateau des Auyan Tepui. Auf dem Weg dorthin fliegst du über den Salto Ángel. Anders als bei einem klassischen Rundflug führt die Route nicht einfach am Wasserfall vorbei, sondern hinauf zu jener gewaltigen Abbruchkante, an der das Wasser fast 1.000 Meter in die Tiefe fällt. Diese Perspektive erleben jedes Jahr nur sehr wenige Menschen.

Auf dem Plateau verändert sich die Landschaft vollkommen. Dunkler, stark verwitterter Quarzit prägt den Boden, dazwischen liegen helle Flächen aus Quarzsand. Wolken und Nebel ziehen innerhalb weniger Minuten auf und verschwinden ebenso schnell wieder. Du wanderst zu mehreren Aussichtspunkten oberhalb des Wasserfalls und blickst hinunter in den Cañón del Diablo. Dein Camp liegt nur etwa 20 Minuten von der Abbruchkante entfernt. Das Rauschen des Wasserfalls begleitet dich durch die Nacht.

Eine Landschaft aus einer anderen Zeit

Der Untergrund des Auyan Tepui besteht aus Roraima-Quarzit, dessen Alter auf rund 1,7 Milliarden Jahre geschätzt wird. Damit gehört dieses Gestein zu den ältesten Sedimentformationen der Erde. Fossilien sucht man hier vergeblich, denn zur Zeit seiner Entstehung existierten lediglich einfache einzellige Lebensformen.

Die fast senkrechten, bis zu tausend Meter hohen Felswände isolieren das Plateau seit sehr langer Zeit von der umliegenden Tiefebene. Dadurch konnten sich hier Pflanzen und andere Lebensformen weitgehend unabhängig entwickeln. Die nächsten Verwandten mancher Tepui-Pflanzen wachsen nicht in der benachbarten Gran Sabana, sondern in Afrika, das vor rund 120 Millionen Jahren noch mit Südamerika verbunden war. Da die Böden extrem nährstoffarm sind, haben sich zahlreiche fleischfressende Pflanzen angepasst. Heliamphora, Sonnentau und Wasserschlauch wachsen hier wild und gewinnen zusätzliche Nährstoffe durch das Fangen von Insekten.

Transport: Helikopter Canaima – Gipfel Auyan Tepui
Übernachtung: Zeltcamp nahe der Abbruchkante
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

3. Tag: Akklimatisierung und Abseiltraining auf dem Auyan Tepui

Heute bleibt der große Marsch aus, ruhig wird der Tag deshalb trotzdem nicht. An geeigneten Felsstellen trainierst du das Abseilen, überprüfst gemeinsam mit den Guides deine persönliche Ausrüstung und wiederholst die Abläufe, die ab morgen zuverlässig funktionieren müssen. Dabei beobachten die Guides genau, wie sicher du mit Gurt, Seil und Abseilgerät umgehst.

Danach bleibt Zeit, das Hochplateau intensiver zu erleben und zu fotografieren. Wolken, Nebel und Licht verändern die Landschaft innerhalb weniger Minuten. Auch der Blick über die gewaltige Kante erschließt sich erst nach und nach. Für Fotografen ist dieser Tag einer der spannendsten der gesamten Reise.

Am Abend wird die Ausrüstung für den Abstieg vorbereitet. Alles, was du am nächsten Morgen mit in die Wand nimmst, muss in einen einzigen Rucksack passen.

Übernachtung: Zeltcamp nahe der Abbruchkante
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

4. Tag: Erster Abseiltag am Salto Ángel und Biwak in der Wand

Der Tag beginnt noch vor Sonnenaufgang. Ein früher Einstieg verschafft dir möglichst viel Zeit in der Wand, und genau die ist hier entscheidend. Heute steigst du über die ersten rund 500 Höhenmeter ab.

Schon die ersten Abseilpassagen zeigen, weshalb diese Reise so außergewöhnlich ist. Teilweise hängst du vollständig frei im Seil, ohne Kontakt zur Felswand, während sich mehrere hundert Meter unter dir der Regenwald ausbreitet. Genau für diese Momente bist du hier.

Bis zum Abend arbeitest du dich Stück für Stück weiter nach unten. Die Nacht verbringst du auf der Cueva Vivac, einem breiten natürlichen Felsband mitten in der Wand. Es bietet etwas Schutz, ist jedoch nur teilweise gegen Regen abgeschirmt.

Deine persönliche Abseilausrüstung trägst du selbst. Dazu gehören Helm, Klettergurt, drei Karabiner, zwei Abseilgeräte, Bandschlingen und Handschuhe.

Dauer: ganztägig
Übernachtung: Biwak auf Felsband in der Wand
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

5. Tag: Zweiter Abseiltag bis zum Mirador Laime und zur Isla Ratón

Am zweiten Tag am Seil verändert sich das Gelände deutlich. Nun führt die Route durch den dicht bewachsenen, nahezu senkrechten Dschungel. Die Abseilstellen sind meist kürzer und weniger exponiert als am Vortag, dafür wird das Gelände unübersichtlicher. Zwischen Bäumen, Wurzeln und bewachsenen Felsbändern wechselst du immer wieder zwischen kurzen Abstiegen, kleinen Querungen und weiteren Seilpassagen.

Schließlich erreichst du den Fuß der Wand. Wenn es die Zeit und die Bedingungen erlauben, kannst du im Becken unterhalb des Wasserfalls baden.

Anschließend geht es zum Mirador Laime. Während die meisten Besucher den Aussichtspunkt von unten über den Wanderweg erreichen, kommst du nach zwei Tagen Abstieg aus genau der entgegengesetzten Richtung dort an. Du hast den Wasserfall nicht nur betrachtet, sondern bist von seinem Ursprung bis fast an seinen Fuß abgestiegen.

Von hier führt der Weg weiter zur Isla Ratón. Dort wartet bereits ein Einbaum, der dich zum Camp bringt.

Dauer: ganztägig
Übernachtung: Camp an der Basis des Salto Ángel, Hängematten
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

6. Tag: Mit dem Einbaum zum Camp Aonda

Nach dem Frühstück geht es mit dem Einbaum flussabwärts zum Camp Aonda. Nach den intensiven Tagen in der Wand steht heute Erholung im Mittelpunkt. Du kannst deine Ausrüstung reinigen, Kleidung waschen, schlafen und einfach den Blick auf den Auyan Tepui genießen.

Vom Camp aus siehst du die gewaltige Felswand noch einmal in ihrer ganzen Dimension. Jetzt kannst du auch die Route erkennen, über die du am Vortag abgestiegen bist. Für viele Teilnehmer ist genau dieser ruhige Tag der Moment, an dem das Erlebte langsam wirklich greifbar wird.

Übernachtung: Camp Aonda
Transport: Einbaum
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

7. Tag: Rückfahrt nach Canaima und Besuch der Orquesta Sinfónica

Mit dem Einbaum fährst du zurück nach Canaima. Nach den Tagen am Auyan Tepui bleibt am Nachmittag Zeit, noch einmal die Lagune zu genießen oder die Casa Cultural zu besuchen. Dort findest du Kunsthandwerk der Pemón und kannst ein besonderes Andenken an die Reise mitnehmen.

Am Abend erwartet dich noch einmal ein völlig anderes Erlebnis. Die Orquesta Sinfónica de Canaima, ein Jugendorchester mitten im Nationalpark, gibt dir einen Einblick in das kulturelle Leben dieser abgelegenen Region. Eine Konzerthalle liegt mehrere Flugstunden entfernt, und genau das macht diesen Programmpunkt so besonders.

Anschließend übernachtest du wieder in einer Posada. Nach fünf Nächten im Zelt, Biwak oder Camp schläfst du heute erstmals wieder in einem richtigen Bett.

Übernachtung: Posada in Canaima, Mehrbettzimmer
Transport: Einbaum
Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

8. Tag: Rückflug von Canaima nach Caracas

Nach dem Frühstück endet dein Abenteuer im Canaima Nationalpark. Mit dem Linienflug geht es zurück nach Maiquetía bei Caracas.

Beim Abflug kannst du den Auyan Tepui möglicherweise noch einmal aus der Luft sehen. Nur ist der Blick jetzt ein anderer als bei deiner Anreise. Du weißt inzwischen, wie die Landschaft auf dem Gipfel aussieht, wie sich die Wand aus nächster Nähe anfühlt und was es bedeutet, den Salto Ángel nicht nur von unten gesehen zu haben.

Transport: Linienflug Canaima – Maiquetía
Mahlzeiten: Frühstück

Das Wichtigste vorab

Schwierigkeit

5 von 5, extrem, laut Einstufung des Veranstalters

Aufstieg

per Helikopter auf das Plateau, kein Anmarsch zu Fuß

Am Seil

2 Tage, rund 14 Abseilfahrten, eine Nacht in der Wand

Tourstart und -ende

Caracas, Dauer 8 Tage

An- und Abreise

je mindestens einen Tag Puffer in Caracas einplanen

Reisezeit

nur in der Trockenzeit, Termine auf Anfrage

Häufige Fragen zum Abseilen am Salto Ángel mit Helikopteranflug

Den Weg nach oben. Bei der langen Variante läufst du acht Tage über den Auyan Tepui bis zur Abbruchkante, hier bringt dich ein Helikopter in einem einzigen Flug dorthin. Die Wand, die Abseilfahrten und die Nacht auf dem Felsband sind identisch. Diese Tour ist also die Wahl für alle, die den Salto Ángel abseilen wollen, aber keine acht Tage Anmarsch aufbringen können oder möchten.

Für Menschen mit guter Kondition, sicherer Seiltechnik und einem entspannten Verhältnis zu Höhe und Ausgesetztheit. Der Veranstalter stuft die Tour trotz Helikopteranflug mit 5 von 5 als extrem ein. Der Filter ist hier nicht die Ausdauer, sondern der Kopf: zwei Tage am Seil in einer fast tausend Meter hohen Wand, mit einer Nacht dazwischen auf einem Felsband. Wer noch nie abgeseilt hat oder wem bei Ausgesetztheit die Knie weich werden, sollte diese Reise nicht buchen.

Plane deine Anreise mindestens einen Tag vor dem offiziellen Tourstart nach Caracas. Der Anschluss an den Inlandsflug nach Canaima ist eng und Flugverbindungen nach Venezuela sind weniger stabil als anderswo. Wer am selben Tag ankommt und sich verspätet, verpasst den Start der Expedition.
Dasselbe gilt für den Rückweg: Plane mindestens einen zusätzlichen Tag in Caracas ein, bevor dein internationaler Flug geht. Der Helikopterflug hängt vom Wetter ab, Bootsetappen vom Wasserstand, Verschiebungen um einen Tag sind auf dieser Route normal. Gerne buchen wir dir die Übernachtungen in Caracas mit.

Kurz, laut und ziemlich spektakulär. Auf dem Weg zum Plateau überfliegt ihr den Salto Ángel. Das ist derselbe Blick, für den andere einen eigenen Rundflug buchen, nur dass du danach nicht umkehrst, sondern oben aussteigst. Pro Jahr sehen das nur wenige Dutzend Menschen.

Das ist das größte Planungsrisiko dieser Reise. Über dem Auyan Tepui bilden sich fast täglich Wolken und der Flug braucht ein Zeitfenster mit Sicht. Verzögerungen von einem Tag sind möglich und verschieben dann das gesamte Programm. Guides und Veranstalter entscheiden das vor Ort. Genau deshalb der Rat, am Ende einen Puffertag in Caracas einzuplanen und den internationalen Rückflug nicht knapp zu legen.

Wegen der Wand. In der Regenzeit führt der Salto Ángel enorme Wassermassen, der Fels ist nass, die Standplätze sind schwer zu erreichen und die Gischt macht die oberen Abseilfahrten gefährlich. Dazu kommen Gewitter, die dich in völlig exponiertem Gelände erwischen können, und schlechtere Flugbedingungen für den Helikopter. Deshalb gilt hier die umgekehrte Logik der klassischen Salto-Ángel-Touren: nicht möglichst viel Wasser, sondern möglichst wenig.

Ja, aber sei vorbereitet: Er führt dann deutlich weniger Wasser als auf den bekannten Fotos. In manchen Jahren ist er in der späten Trockenzeit nur noch ein schmaler Schleier, der auf dem Weg nach unten fast vollständig zu Nebel zerstäubt. Wer den Wasserfall in voller Wucht sehen will, bucht die Bootstour zum Mirador Laime in der Regenzeit. Wer ihn abseilen will, nimmt den niedrigen Wasserstand in Kauf. Beides gleichzeitig geht nicht und wir sagen dir das lieber jetzt als am Kraterrand.

Ja, und zwar selbstständig. Am dritten Tag ist ein kompletter Übungstag auf dem Plateau eingeplant, dazu kommen Vorabaktivitäten vor Reisebeginn, bei denen du Material und Abläufe kennenlernst. Ein Kurs ist das aber nicht. Wer mit Gurt, Abseilgerät und Selbstsicherung nicht sicher umgeht, bringt sich und die Gruppe in Gefahr. Vorerfahrung im Abseilen, Canyoning oder Klettern ist Voraussetzung.

Rund 14 Abseilfahrten, verteilt auf zwei Tage, über die Ostwand des Salto Ángel bis zum Mirador Laime. Am ersten Tag geht es um die oberen etwa 500 Meter, teilweise frei hängend ohne Wandkontakt. Am zweiten Tag folgt der senkrechte Dschungel mit kürzeren Abfahrten zwischen Bäumen, Wurzeln und bewachsenen Felsbändern.

In der Cueva Vivac, einem breiten Felsband mitten in der Wand. Es schützt teilweise vor Regen, mehr aber auch nicht. Das ist für viele der intensivste Moment der gesamten Reise und gleichzeitig der Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt.

Nein, und das ist der Kern dieses Produkts. Es gibt kurze Wege auf dem Plateau zu den Aussichtspunkten und am zweiten Abseiltag ein paar Querungen über bewachsene Felsbänder. Ein Trekking im eigentlichen Sinn findet nicht statt. Gute Grundfitness brauchst du trotzdem, denn zwei Tage am Seil sind körperlich anstrengender als es aussieht, vor allem für Arme, Schultern und Nacken.

Zwei bis drei Monate regelmäßiges Ausdauer- und Rumpftraining reichen als Basis. Wichtiger ist die Seiltechnik: Wenn du Zugang zu einem Klettergarten oder einer Halle hast, übe Abseilen, Standplatzwechsel und Selbstsicherung so lange, bis es Routine ist. Wer ein oder zwei Canyoningtouren mit langen Abseilstellen mitmacht, kommt deutlich entspannter in die Wand.

Auf dem Linienflug nach Canaima sind 23 Kilogramm aufgegeben und 5 Kilogramm Handgepäck erlaubt. Für den Helikopter gilt eine deutlich strengere Grenze, die sich aus der Nutzlast des Fluggeräts ergibt. Die genaue Zahl bekommst du von uns vor der Buchung. Was du nicht brauchst, lagerst du in Canaima ein. Entscheidend ist ohnehin die Wand: Vor den Abseilfahrten muss alles in einen einzigen Rucksack passen, der mit nach unten geht.

Trekkingrucksack um 50 Liter und ein kleiner Angriffsrucksack, zwei Garnituren Kleidung aus Schnelltrockenmaterial mit langen Ärmeln und langen Beinen, ein trockenes Set zum Schlafen in drei Lagen, Regenjacke und Poncho, feste Schuhe (sie werden nass), Sandalen fürs Camp, Stirnlampe, Sonnenschutz, Mückenschutz, persönliche Medikamente und Snacks für vier Tage. Packe alles doppelt wasserdicht in Ziplocks und Müllsäcke. Plane Kleidung für drei Tage ein, nicht für acht, jedes Kilogramm zählt.

Seile und die zertifizierte Gruppenausrüstung stellt der Veranstalter. Deine persönliche Ausrüstung trägst du von Beginn an selbst mit: Helm, Klettergurt, drei Karabiner, zwei Abseilgeräte, Bandschlingen für die Standplätze und Handschuhe. Die technischen Spezifikationen und Bezugsquellen bekommst du vorab von uns. Komm bitte nicht ohne dieses Material an, in Canaima lässt sich das nicht mehr beschaffen.

Eine kleine Gruppe, begrenzt durch die Kapazität des Helikopters und die Abläufe in der Wand. Die Reise findet erst statt, wenn die Mindestteilnehmerzahl erreicht ist. Bei einem Produkt dieser Komplexität ist das keine Formalie: Plane deine Flüge entsprechend und buche sie erst nach schriftlicher Durchführungsbestätigung.

Ein venezolanischer Bergführer mit über 37 Jahren Erfahrung an den Tepuis, der die Wand des Salto Ángel zweimal geklettert hat und die festen Standplätze für die Abseilfahrten selbst neu eingerichtet hat, dazu ein zweiter Guide mit Ausbildung in Seiltechnik, Höhenarbeit, Bergmedizin und Erster Hilfe sowie einheimische Pemón-Guides.

Die Temperaturen liegen laut Veranstalter zwischen 17 und 27 Grad. Das klingt angenehm, täuscht aber: Oben auf dem Plateau kann es durch Nebel, Wind und Nässe empfindlich kühl werden, besonders nachts. Auch in der Trockenzeit kann es regnen. Du wirst nass, entweder von oben oder von innen.

Nein. Ab dem Helikopterflug gibt es kein Netz und keinen Strom. Die Gruppe führt ein Satellitentelefon mit, das ausschließlich für Notfälle vorgesehen ist. Plane damit, dass du rund sechs Tage nicht erreichbar bist, und informiere deine Angehörigen vorher.

Das ist die wichtigste Frage der ganzen Reise. Es gibt in dieser Region keine organisierte Bergrettung und keinen verlässlichen Rettungsdienst. Eine Evakuierung aus der Wand oder vom Plateau dauert im besten Fall viele Stunden, realistisch eher Tage. Der Veranstalter stellt Erste-Hilfe-Ausrüstung und ein Satellitentelefon, schließt Rettungskosten aber ausdrücklich aus. Wer dieses Risiko nicht akzeptieren kann, sollte die Reise nicht buchen.

Ja, zwingend. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholung ist Pflicht. Achte darauf, dass Abseilen und Höhenaktivitäten ausdrücklich eingeschlossen sind, viele Standardtarife schließen genau das aus. Prüfe außerdem, wie sich eine bestehende Reisewarnung auf deinen Schutz auswirkt, denn manche Versicherer sind in solchen Fällen leistungsfrei. Kläre das schriftlich mit deinem Versicherer, bevor du buchst.

Ja, und zwar zwingend. Ohne gültigen Gelbfieber-Impfnachweis bekommst du keinen Zugang zum Canaima Nationalpark. Die Impfung muss mindestens zehn Tage vor der Einreise erfolgt sein, damit der Nachweis gültig ist. Plane sie also früh ein und nimm das gelbe Impfbuch im Original mit auf die Reise, eine Kopie reicht nicht. Wer sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, kann an dieser Reise nicht teilnehmen. Zu Malariaprophylaxe und weiteren Impfungen berät dich eine reisemedizinische Praxis, idealerweise sechs bis acht Wochen vor Abreise.

Ja, und das ist bei einer Expedition normal. Flugbedingungen für den Helikopter, Wetter, Wasserstände und die allgemeine Lage im Land können den Ablauf verschieben. Guides und Veranstalter haben bei Anpassungen der Route immer das letzte Wort. Zusatzkosten, die durch solche Änderungen entstehen, gehen laut den Bedingungen des Veranstalters zulasten der Teilnehmer. Genau deshalb der Rat, am Ende einen Puffertag in Caracas einzuplanen.

Die Lage ändert sich laufend, deshalb nennen wir hier keine Momentaufnahme, die morgen falsch sein kann. Maßgeblich sind die offiziellen Hinweise deines Heimatlandes: Auswärtiges Amt, BMEIA Österreich und EDA Schweiz. Die drei Länder bewerten die Lage unterschiedlich. Vor jeder Buchung besprechen wir die aktuelle Einschätzung offen mit dir und sagen dir auch, wenn wir von einem Termin abraten.

Drei Dinge. Erstens brauchst du Zeitpuffer zwischen internationalem Flug und dem Inlandsflug nach Canaima, denn Flugverbindungen nach Venezuela sind weniger stabil als in anderen Ländern. Zweitens ist konsularische Hilfe im Ernstfall nur eingeschränkt möglich. Drittens kann eine bestehende Reisewarnung deinen Versicherungsschutz und dein Rücktrittsrecht berühren. Wer diese Unsicherheiten nicht tragen will, ist mit einem anderen Ziel besser bedient und das sagen wir dir lieber vorher als hinterher.

Nein. Der beschriebene Ablauf startet und endet in Caracas. Den internationalen Flug planen wir mit dir separat. Du brauchst mindestens eine Übernachtung vor dem Inlandsflug nach Canaima sowie einen Puffertag vor dem Rückflug.

Die Einreisebestimmungen ändern sich, deshalb prüfe sie vor jeder Buchung auf den Seiten des Auswärtigen Amts. Grundsätzlich brauchst du einen Reisepass, der bei Einreise noch ausreichend lange gültig ist. Rechne mit gründlichen Kontrollen und längeren Wartezeiten bei Ein- und Ausreise.

In bar, in US-Dollar. Kartenzahlung funktioniert für Ausländer in Venezuela praktisch nicht und auf Geldautomaten kannst du dich nicht verlassen. Nimm deine Dollar in kleinen, sauberen und unbeschädigten Scheinen mit, beschädigte Noten werden oft abgelehnt. Kalkuliere eine Reserve für Unvorhergesehenes ein.

Der Veranstalter ruft 3.500 US-Dollar pro Person auf. Enthalten sind der Linienflug Caracas nach Canaima und zurück, der Helikopterflug auf das Gipfelplateau inklusive Überflug des Salto Ángel, die Gemeinde- und Nationalparkgebühren, alle Unterkünfte, sämtliche Mahlzeiten vom Mittagessen des ersten Tages bis zum Frühstück des Abreisetages, spezialisierte Guides und Pemón-Guides, Träger für das Gemeinschaftsgepäck, Koch und Küchenausrüstung, Zelte, zertifizierte Seile und Gruppenausrüstung, Bootstransfers, Erste-Hilfe-Ausrüstung und ein Satellitentelefon. Wir schlagen auf den Preis unserer Partner nichts auf.

Internationale Flüge, die Übernachtungen in Caracas vor und nach der Expedition, Übergepäck, die persönliche Abseilausrüstung, Isomatte und Schlafsack, Versicherungen und Rettungskosten, Mahlzeiten und Getränke außerhalb des Programms, Mehrkosten für spezielle Ernährung, die Gelbfieberimpfung sowie Trinkgelder.

Sag uns das bei der Buchung, nicht erst vor Ort. Die Verpflegung wird komplett eingeflogen, Nachbestellen ist unmöglich. Mehrkosten für spezielle Verpflegung trägst du selbst. Sehr eingeschränkte Ernährungsformen lassen sich auf dieser Tour nur begrenzt abbilden, das besprechen wir vorher ehrlich mit dir.

Der Veranstalter verlangt 40 Prozent Anzahlung zur Reservierung. Die Stornostaffel ist hart: Vier Wochen vor Reisebeginn werden bis zu 50 Prozent erstattet, drei Wochen vorher 30 Prozent, zwei Wochen vorher 15 Prozent und darunter nichts. Die Inlandsflugtickets sind nicht erstattungsfähig. Die für dich geltenden Bedingungen bekommst du vor Vertragsschluss schriftlich.

Ja. Es gibt Rundflüge ab Canaima und die klassische Bootstour den Río Churún hinauf zum Mirador Laime mit Übernachtung in Hängematten. Das ist die Variante für alle, die den höchsten Wasserfall der Erde sehen wollen, ohne sich an ein Seil zu hängen. Sprich uns an, wir stellen dir das passende Programm zusammen.

Ja. Den ausführlichen Reisebericht von Jasmin findest du hier: Erfahrungsbericht Auyan Tepui Trekking. Wenn du lieber zuhörst, gibt es den Podcast Venezuela bereisen. Beide beschreiben die Trekkingvariante ohne Abseilpassagen, geben aber ein gutes Gefühl für Land, Menschen und Bedingungen am Auyan Tepui.


Österreichische Abenteurer finden ihre Einreisebestimmungen beim Bundesministerium von Österreich und unsere Reisefreunde aus der Schweiz unter dem Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA. Abenteurern aller anderer Nationalitäten senden wir die entsprechenden Einreisebestimmungen gerne zu.

Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.

Du hast weitere Fragen? Dann wirf doch mal einen Blick auf unsere FAQs.

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des jeweiligen Veranstalters sowie die AGB der traveljunkies GmbH als Vermittler. Unsere AGB findest du hier.

Diagnose Reisesucht? Kontaktiere unsere Reiseexperten:

Frage stellen

Ähnliche Reisen entdecken

Merida in Venezuela Anden Trekking traveljunkies
Venezuela
Caracas
Caracas
Anaconda in den Los Llanos in Venezuela Trekking travelkunkies
Venezuela
Caracas
Caracas