Eine Kreuzfahrt für Tierfans, nicht für Liegestuhl-Urlauber
Auf den Galapagos-Inseln haben Tiere keine Scheu vor Menschen. Seelöwen schlafen auf dem Landungssteg, Blaufußtölpel tanzen einen Meter neben dem Pfad und beim Schnorcheln schwimmen Schildkröten an dir vorbei. Dafür stehst du früh auf, gehst über Lava und steigst mehrmals am Tag in ein Schlauchboot. Erholung ist das nicht, aber ein Erlebnis, von dem du lange erzählst.
- Tiere aus nächster Nähe sehen willst, statt Programmpunkte abzuhaken
- gern schnorchelst und keine Angst vor kühlerem Wasser hast
- mit einer kleinen Gruppe und Englisch an Bord gut klarkommst
- die stilleren, wilderen Inseln im Westen den bekannten vorziehst
- schnell seekrank wirst, die Überfahrten laufen nachts und von Juli bis Dezember ist die See oft rau
- in deiner Mobilität eingeschränkt bist, das schließt der Veranstalter ausdrücklich aus
- mit Kindern unter 12 Jahren reisen möchtest
- eine bestimmte Kabine brauchst, sie werden in der Reihenfolge der Buchung vergeben
Die Route: die westlichen und zentralen Galapagos-Inseln
Von Santa Cruz geht es hinüber nach Isabela, der größten Insel des Archipels und weiter nach Fernandina. Auf dem Rückweg liegen Santiago, die rote Insel Rábida und zum Schluss North Seymour mit seinen Brutkolonien. Die Route legt die Nationalparkverwaltung fest, kurzfristige Änderungen sind möglich.
Isabela: die größte Insel und ihr aktiver Vulkan
Isabela ist aus sechs Schildvulkanen zusammengewachsen. Du wanderst an den Rand des Sierra Negra, dessen Krater rund zehn Kilometer misst und der zuletzt im Juni 2018 ausgebrochen ist. In Puerto Villamil besuchst du die Aufzuchtstation der Riesenschildkröten und eine Lagune mit Flamingos, an der Südwestküste geht es mit dem Schlauchboot durch die Mangroven der Elizabeth Bay.
Fernandina: die jüngste Insel des Archipels
Auf Punta Espinoza liegen Meerechsen dicht an dicht auf der schwarzen Lava, dazwischen Seelöwen und Galapagos-Pinguine. Hier lebt auch der Stummelkormoran, der das Fliegen verlernt hat, weil er an Land keine Feinde hatte. Fernandina ist einer der aktivsten Vulkane der Welt und weitgehend unberührt.
Santiago, Rábida und North Seymour
Bei Puerto Egas auf Santiago schnorchelst du mit Rochen, Schildkröten und Riffhaien. Rábida ist bekannt für ihren roten Sand, gefärbt von eisenhaltigem Gestein. Auf North Seymour balzen die Blaufußtölpel direkt neben dem Pfad und die Fregattvögel blasen ihre roten Kehlsäcke auf.
Warum der Westen der Galapagos-Inseln so besonders ist
Kaltes Wasser, junge Vulkane und Tiere, die es nur hier gibt
Im Westen trifft eine kalte, nährstoffreiche Tiefenströmung auf die Inseln. Sie sorgt für reichlich Fisch und erklärt, warum ausgerechnet am Äquator Pinguine leben. Gleichzeitig sind Isabela und Fernandina die geologisch jüngsten Inseln: viel nackte Lava, wenig Vegetation und Landschaften, die aussehen, als wären sie gerade erst entstanden.
Im Westen ist das Wasser deutlich kälter als in den zentralen Inseln. Neoprenanzüge sind an Bord, du brauchst sie wirklich.
Tagsüber um 30 Grad, ruhigere See, beste Sicht unter Wasser von Januar bis März. Juni bis Dezember ist kühler und oft bewölkt.
In dieser Zeit ist die See am bewegtesten. Wer zu Seekrankheit neigt, nimmt Tabletten mit.
Galapagos-Pinguine und Stummelkormorane gibt es nur auf diesen Inseln, die meisten davon im kalten Westen.













