Luftaufnahme eines Flusses, der sich durch den dichten Amazonas-Regenwald schlängelt

Amazonasreisen im Vergleich






Amazonasreisen im Vergleich: Lodge, Kreuzfahrt, Expedition oder Survival | traveljunkies


Selbst getestet in 5 Ländern

Amazonasreisen im Vergleich.
Lodge, Kreuzfahrt, Expedition oder Survival.

4,8
★★★★★
4,8 von 5 Sternen
135 Google-Bewertungen

Der Urwald ist derselbe. Die Art, ihn zu erleben, könnte unterschiedlicher nicht sein. Wir stellen dir alle vier Varianten vor, damit du die richtige für dich findest.

PeruEcuadorBrasilienVenezuelaGuyanaKein Preisaufschlag24/7 Support
10+
Jahre Erfahrung
1.500+
Reisen weltweit
50+
geprüfte Partner
1.300+
Abenteurer pro Jahr

Du kannst morgens in einer Lodge aufwachen, in der das Badezimmer offen zum Urwald steht und nach dem Frühstück mit dem Kanu zu einer Ara-Salzlecke paddeln. Du kannst sieben Tage auf einem Schiff über den Rio Ucayali gleiten und den Dschungel an dir vorbeiziehen lassen, ohne einmal die Schuhe nass zu machen. Du kannst dich mit einem Profi im Nirgendwo aussetzen lassen und herausfinden, was du wirklich kannst, wenn niemand mehr für dich kocht. Oder du kannst wochenlang durch mehrere Länder ziehen, auf Frachtschiffen schlafen und den Amazonas so kennenlernen, wie ihn die Menschen dort erleben.

Alles davon ist eine Amazonasreise. Und alles davon führt zu einem komplett anderen Erlebnis.

Wir zeigen dir hier die vier Reisearten und die Länder, in denen sie am besten funktionieren: Peru mit dem Tambopata-Reservat und den Flusskreuzfahrten ab Iquitos, Ecuador mit dem Cuyabeno Wildlife Reserve, Brasilien als Bühne für das kompromissloseste Survival-Training im Regenwald, Venezuela mit den Tepuis am Orinoco und Guyana mit dem letzten fast unbesuchten Regenwald Südamerikas.

Kein Ziel auf dieser Seite ist beliebig. Wir haben bewusst Orte ausgewählt, an denen der Amazonas noch Amazonas ist. Keine Tagesausflüge ab Manaus mit Bustransfer und Schaudorf, sondern Reservate, in die du nur mit dem Boot kommst, Wasserfälle, die erst seit wenigen Jahren dokumentiert sind und Tafelberge, die aussehen wie eine andere Welt.

Damit du am Ende die Variante findest, die wirklich zu dir passt.

Direkter Vergleich

Alle Amazonasreisen auf einen Blick

Fünf Reisearten, verglichen nach den Kriterien, die wirklich über deine Zufriedenheit entscheiden. Klick auf eine Reiseart, um direkt zum ausführlichen Abschnitt zu springen.

ReiseartTierweltAbenteuerKomfortFamilienFotografenEinsteigerLänderAnreiseDauerPreis
LodgeFeste Basis im Reservat●●●●●10/10●●●●8/10●●●●●9/10●●●●●10/10●●●●●10/10●●●●●10/10Peru
Ecuador
Aufwendig3 bis 8 Tage€€€€
FlusskreuzfahrtSchiff als Basislager●●●●●9/10●●●●7/10●●●●●10/10●●●●8/10●●●●●10/10●●●●●9/10PeruLeicht4 bis 8 Tage€€€€
ExpeditionDurchquerung über Wochen●●●●8/10●●●●●10/10●●●●●5/10●●●●2/10●●●●●10/10●●●●●4/10Peru
Bolivien
Brasilien
Leicht3 bis 4 Wochen€€€
SurvivalAusgesetzt mit Profi●●●●●5/10●●●●●10/10●●●●1/10●●●●●0/10●●●●7/10●●●●●0/10BrasilienMittel5 bis 20 Tage€€€
Pionier-ExpeditionOrte vor ihrer Entdeckung●●●●●10/10●●●●●10/10●●●●2/10●●●●●0/10●●●●●10/10●●●●1/10Guyana
Venezuela
Aufwendig8 bis 20 Tage€€€

In fünf Sekunden entschieden

Wenn du das suchst, empfehlen wir das

Die Tabelle oben zeigt dir alle Kriterien im Detail. Diese hier beantwortet die eigentliche Frage.

Wenn du
Dann empfehlen wir
zum ersten Mal in den Amazonas reist
mit Kindern reist
möglichst viele Tiere sehen möchtest
maximalen Komfort möchtest
fotografieren möchtest
drei bis vier Wochen Zeit hast
deine Grenzen austesten möchtest
etwas erleben willst, das kaum jemand kennt

Die vier Reisearten im Detail

Was jede Variante ausmacht

Komfort, Anreise, Land, Preis und die ehrliche Antwort darauf, für wen sie nicht passt.

Bevor du weiterliest

Eine ehrliche Sache über den Amazonas

Die meisten Anbieter erzählen dir das nicht, deshalb machen wir es.

Der Regenwald ist kein Safari-Park. Du wirst keine Herden über die Lichtung ziehen sehen. Am Boden kommt nur etwa ein Prozent des Sonnenlichts an, das meiste Leben spielt sich zwanzig bis vierzig Meter über dir in den Baumkronen ab. Ein Jaguar braucht mehrere hundert Quadratkilometer Revier. Die Chance, einen zu sehen, ist verschwindend gering und jeder, der dir etwas anderes verspricht, verkauft dir eine Illusion.

Was du stattdessen bekommst, ist besser: die Geräuschkulisse bei Sonnenaufgang, wenn die Brüllaffen einsetzen und du zum ersten Mal verstehst, warum sie so heißen. Kaimanaugen, die im Lichtkegel der Taschenlampe rot aufleuchten. Rosa Flussdelfine, die für zwei Sekunden auftauchen und wieder weg sind. Blattschneiderameisen in einer endlosen grünen Prozession über den Waldboden. Eine Anakonda, zusammengerollt auf einem Baumstumpf, die du ohne deinen Guide nie gefunden hättest.

Genau darum ist die Wahl des Guides und der Region wichtiger als jedes Sternesymbol an der Lodge. Und genau darum stehen auf dieser Seite nur Reisen, bei denen wir wissen, wer vor Ort führt.

Tierbeobachtung im direkten Vergleich

Welche Tiere kannst du auf welcher Amazonasreise sehen?

Der Amazonas ist kein Zoo und keine Sichtung lässt sich garantieren. Trotzdem unterscheiden sich die Chancen je nach Region, Lebensraum und Reiseart deutlich. Diese Übersicht zeigt dir, wo deine Chancen besonders gut sind und wo du eher Glück brauchst.

Tierart
Lodge
Peru

Lodge
Ecuador

Flusskreuzfahrt
Peru

Amazonas-
Expedition

Survival
Brasilien

Guyana &
Venezuela
🐬Rosa Flussdelfinam besten in großen Fluss- und Überschwemmungsgebieten
●●●●●selten●●●●gut●●●●●sehr gut●●●●gut●●●●●möglich●●●●●selten
🦜Aras und Papageienbesonders stark an Lehmlecken in Südperu
●●●●●sehr gut●●●●gut●●●●●möglich●●●●gut●●●●●selten●●●●●möglich
🐒Affenmehrere Arten, häufig im Kronendach und am Flussufer
●●●●●sehr gut●●●●●sehr gut●●●●gut●●●●gut●●●●●möglich●●●●gut
🐊Kaimanebei Nachtfahrten und an ruhigen Gewässern
●●●●●sehr gut●●●●●sehr gut●●●●●sehr gut●●●●gut●●●●●möglich●●●●gut
🦥Faultieregut getarnt, mit erfahrenen Guides deutlich leichter
●●●●gut●●●●gut●●●●gut●●●●●möglich●●●●●selten●●●●●möglich
🦦Riesenotterstark an bestimmten Altarmseen und Feuchtgebieten
●●●●●sehr gut●●●●●möglich●●●●gut●●●●●möglich●●●●sehr selten●●●●gut
🐆Jaguarüberall selten, Sichtungen bleiben außergewöhnlich
●●●●●selten●●●●sehr selten●●●●sehr selten●●●●●möglich●●●●●selten●●●●gut
🦅Harpyievorhanden, aber ohne bekannte Nester nur schwer zu finden
●●●●●selten●●●●●selten●●●●sehr selten●●●●●selten●●●●sehr selten●●●●gut
🐍Anakondastark abhängig von Wasserstand, Habitat und purem Glück
●●●●●möglich●●●●gut●●●●●möglich●●●●●selten●●●●●möglich●●●●●möglich
🦣Tapirmeist nachts, an Salzlecken oder am Flussufer
●●●●gut●●●●●möglich●●●●●selten●●●●gut●●●●●möglich●●●●gut
🐸Frösche und AmphibienNachtwanderungen und feuchte Lodgeregionen sind ideal
●●●●gut●●●●●sehr gut●●●●●selten●●●●gut●●●●●sehr gut●●●●gut
🦋Schmetterlinge und Insektenpraktisch überall, besonders intensiv auf Wanderungen
●●●●●sehr gut●●●●●sehr gut●●●●●möglich●●●●●sehr gut●●●●●sehr gut●●●●●sehr gut
🦤Tukane und Hoatzinean Waldrändern, Altarmseen und im Kronendach
●●●●●sehr gut●●●●●sehr gut●●●●gut●●●●gut●●●●●möglich●●●●gut
🐢Schildkrötenhäufiger an Flüssen, Sandbänken und Lagunen
●●●●●möglich●●●●gut●●●●●sehr gut●●●●gut●●●●●möglich●●●●●möglich
Beste Gesamtchancen
Lodges in Peru und Ecuador
Geführte Ausflüge, feste Beobachtungsplätze, Altarmseen und Nachtwanderungen sorgen für besonders konstante Chancen auf Affen, Kaimane, Vögel, Frösche und viele kleinere Dschungelbewohner.
Beste Wassertiere
Flusskreuzfahrt in Peru
Rosa Flussdelfine, Kaimane, Wasservögel und Affen am Ufer lassen sich vom kleinen Beiboot besonders gut beobachten. Große Landtiere bleiben dagegen meist selten.
Seltene Glücksmomente
Pionier- und Expeditionsreisen
Abgelegene Gebiete bieten Lebensraum für Jaguar, Harpyie, Tapir und Riesenotter. Die Tiere sind dort vorhanden, doch größere Distanzen und fehlende Beobachtungsroutinen machen Sichtungen weniger planbar.
So liest du die Übersicht: Die Bewertung beschreibt realistische Chancen innerhalb der jeweiligen Reiseart, keine Garantie. Wetter, Wasserstand, Saison, Reisedauer und die Erfahrung der Guides können die tatsächlichen Sichtungen stark beeinflussen. ●●●●● sehr gute Chancen · ●●●●● regelmäßig möglich · ●●●● seltene Glückssichtung

Unsere auserlesenen Favoriten

Amazonasreisen mit dem meisten Erlebnis

Jede dieser Reisen ist ein eigenes Juwel. Wir stellen sie dir einzeln vor, mit allem, was sie besonders macht.

Peru · Lodge

Tambopata: wo drei Highlights auf einer Reise zusammenkommen

Das Tambopata-Nationalreservat im Südosten Perus ist einer der artenreichsten Flecken der Erde und die Lodge liegt genau da, wo du sie haben willst: nicht am Stadtrand von Puerto Maldonado, sondern flussaufwärts, mitten im Schutzgebiet.

Das Paket startet und endet am Flughafen Puerto Maldonado. Von dort geht es mit dem Boot den Fluss hinauf und mit jeder Minute wird es stiller. Bei den Flügen ab Lima oder Cusco helfen wir dir gerne, das lässt sich sauber in eine Peru-Rundreise einbauen.

Der Sandoval Lake
Ein Altarmsee, den du nur nach einer Wanderung durch den Palmensumpf und anschließend im Kanu erreichst. Hier lebt eine Familie von Riesenottern, dazu Hoatzine, Kaimane und Rotbrustaras in den Palmen am Ufer. Der See ist morgens spiegelglatt und der wahrscheinlich beste Ort in ganz Peru, um Wildtiere in Ruhe zu beobachten.
Die Ara-Salzlecke
Kurz nach Sonnenaufgang sammeln sich hunderte Papageien und Aras an einer Steilwand aus mineralhaltigem Lehm, um Salze aufzunehmen. Das ist kein arrangiertes Spektakel, sondern natürliches Verhalten und die Farbexplosion aus Rot, Blau und Gelb vor der Lehmwand gehört zu den Bildern, die hängen bleiben.
Die Spezialtouren
Neben dem Standardprogramm gibt es spezialisierte Touren für Vogelbeobachtung, Fotografie und Nachtexkursionen, die deutlich tiefer gehen als der übliche Dschungelspaziergang. Wenn du mit einem konkreten Interesse anreist, sag uns Bescheid, dann bauen wir das ein.

Sinnvoll sind 3, 4 oder 5 Tage. Wer die Ara-Salzlecke und den Sandoval Lake beide erleben will, sollte mindestens 4 Tage einplanen. Längere Kombinationen sind möglich und lohnen sich.

Riesenotter-Familie am Sandoval Lake im Tambopata-Nationalreservat in Peru

Ecuador · Lodge

Cuyabeno und die Jamu Lodge: Komfort ohne Wand zum Dschungel

Das Cuyabeno Wildlife Reserve in der Provinz Sucumbíos im Nordosten Ecuadors umfasst über 590.000 Hektar und gilt zusammen mit dem Yasuní-Nationalpark als eines der artenreichsten Gebiete der Erde. Der entscheidende praktische Vorteil: du kommst ohne Inlandsflug hin. Nachtbus ab Quito, morgens Frühstück am Reservatseingang, dann zwei Stunden im motorisierten Kanu durch einen Tunnel aus Bäumen.

Untergebracht bist du in der Jamu Lodge und die ist der eigentliche Grund, warum wir Cuyabeno so mögen. „Jamu“ bedeutet in der Sprache der Siona Gürteltier und der Name ist Programm: unauffällig, tief im Wald, mit möglichst wenig Spuren.

Die Lage macht den Unterschied
Die Lodge liegt direkt am Río Cuyabeno, nur 15 Minuten flussabwärts der Laguna Grande. Das klingt nach einem Detail, ist aber der Grund, warum die Sonnenuntergangs- und Nachtfahrten auf der Lagune überhaupt so entspannt funktionieren. Wer weiter weg wohnt, verbringt die schönste Tageszeit auf dem Transferweg.
Solarbetrieb und bewusst keine Steckdosen im Zimmer
Die Lodge arbeitet nach einer konsequenten Politik minimaler Umweltauswirkung und läuft über Sonnenkollektoren. In den Zimmern gibt es Licht, aber keine Steckdosen. Geladen wird in den Gemeinschaftsbereichen. Klingt erst mal ungewohnt, sorgt aber dafür, dass abends niemand am Handy hängt, sondern alle zusammen sitzen und dem Wald zuhören.
Der Dschungel bleibt nicht draußen
Zimmer ohne Fensterscheiben, nur mit Moskitonetz, damit du die Nacht hörst. Badezimmer, die offen zum Wald stehen. Pfahlbautenbrücken über den feuchten Waldboden. Dazu Zimmer und Suiten bis 60 Quadratmeter für eine bis fünf Personen, was die Lodge auch für Familien und kleine Gruppen praktikabel macht.

Das ist Komfort, der die Natur nicht aussperrt, sondern hereinholt. Und der Grund, warum die Lodge gleichzeitig für Einsteiger und für Familien mit Kleinkind funktioniert.

Auf dem Programm stehen die Laguna Grande mit Sonnenuntergang und Bademöglichkeit, Nachtsafaris auf der Suche nach Boas und Kaimanen, Dschungelwanderungen und der Besuch der Tarapuy Gemeinschaft, bei dem traditionell Casabe-Brot aus Maniok hergestellt wird.

Es gibt 3-, 4- und 5-Tage-Touren an festen Wochentagen, jeweils mit Shuttlebus-Anreise über Nacht ab und bis Quito.

Erfahrungsbericht: Wie eine Amazonasreise mit einem zweieinhalbjährigen Kind gelingt und was dich auf einer mehrwöchigen Expedition erwartet, hat unsere Kollegin Jasmin in ihren persönlichen Reiseberichten ausführlich festgehalten.

Sonnenuntergang über der Laguna Grande im Cuyabeno Wildlife Reserve in Ecuador mit überflutetem Regenwald und Einbaum

Für wen: Familien, Einsteiger, alle die maximale Naturnähe bei planbarem Ablauf wollen. Auch für Alleinreisende hervorragend, weil die Gruppen klein und gemischt sind.
Peru · Flusskreuzfahrt

Die komfortabelste Art, den Fluss zu verstehen

Wenn du den Amazonas nicht punktuell, sondern in seiner ganzen Ausdehnung erleben willst, ist das Schiff die beste Antwort. Die Route führt ab Iquitos, der größten Stadt der Welt, die man nicht auf dem Landweg erreichen kann, hinein in das Pacaya-Samiria-Reservat, das größte Überschwemmungsgebiet des peruanischen Amazonas.

Das Prinzip: Das Schiff ist dein Basislager und bewegt sich, während du schläfst. Morgens und nachmittags geht es mit kleinen Beibooten in die Seitenarme, wo die eigentliche Tierbeobachtung stattfindet. Dazwischen sitzt du an Deck, siehst zu, wie der Regenwald vorbeizieht und musst nichts.

Das Schiff selbst ist ein Argument für sich. Die Amatista ist ein klassischer Amazonas-Flussdampfer mit begrenzter Kabinenzahl, was bedeutet: kleine Gruppe, ruhige Atmosphäre, keine Warteschlangen. Kabinen mit eigenem Bad und Panoramafenster, ein Sonnendeck, ein Speisesaal mit peruanischer Küche, die deutlich besser ist, als man es mitten im Dschungel erwarten würde.

Was auf keiner der Lodge-Reisen möglich ist: das Zusammentreffen von Rio Marañón und Rio Ucayali zu sehen, an dem der Amazonas offiziell entsteht. Und deutlich höhere Chancen auf rosa Flussdelfine, weil du permanent auf dem Wasser bist.

Erfahrungsbericht: Sieben Tage an Bord, ehrlich aufgeschrieben.

Amatista Flusskreuzfahrtschiff auf dem Amazonas im Pacaya Samiria Nationalreservat bei Iquitos in Peru

Für wen: Alle, die viel sehen und wenig schleppen wollen. Paare. Reisende, die nicht mehr zwanzig sind und trotzdem in den Regenwald wollen. Fotografen, weil das Boot dich lautlos an Stellen bringt, die zu Fuß unerreichbar sind.
Guyana · Wildnisreise

Der Regenwald, den kaum jemand kennt

Eine ehrliche Einordnung vorweg: Guyana ist keine klassische Amazonasreise. Das Land liegt im nördlichen Amazonasgebiet, gehört zum Guayana-Schild und hat seinen eigenen Charakter aus Regenwald, Savanne und Tafelbergen.

Genau deshalb steht es hier.

Über achtzig Prozent Guyanas sind bewaldet und der Tourismus ist so gering, dass du auf vielen Etappen die einzige Reisegruppe weit und breit bist. Das ist der Unterschied, den man nicht in Zahlen ausdrücken kann: keine anderen Boote auf dem Fluss, keine zweite Gruppe an der Aussichtsplattform, kein geteilter Guide.

Kaieteur Falls stürzt hier 226 Meter in einem einzigen ungebrochenen Fall in die Tiefe, fast fünfmal so hoch wie die Niagarafälle und es gibt kein Geländer, keinen Souvenirshop und in der Regel keine anderen Besucher. Dazu Riesenotter, Harpyien, Riesenameisenbären und im Rupununi die Chance auf Jaguare, die hier tatsächlich realistisch ist, weil die Tiere kaum bejagt werden.

Kaieteur Falls in Guyana, 226 Meter hoher Wasserfall im unberührten Regenwald des Guayana-Schilds

Für wen: Reisende, die den Amazonas schon kennen und etwas suchen, das nicht auf jeder Liste steht. Wer Wert darauf legt, Orte zu sehen, bevor sie entdeckt werden.
Brasilien · Survival

Die extremste Variante: unser Amazonas Survival Trip

Diese Reise führt nach Brasilien und das ist kein Zufall.

Rund sechzig Prozent des gesamten Amazonasbeckens liegen auf brasilianischem Staatsgebiet. Es ist der größte zusammenhängende tropische Regenwald der Erde und es ist die Region, in der die Weite noch so groß ist, dass ein einzelner Mensch darin schlicht verschwindet. Wer Überleben lernen will, lernt es dort, wo der Wald keine Ränder hat. Genau deshalb haben wir uns für Brasilien entschieden und genau deshalb ist es die einzige Reise auf dieser Seite, die vollständig dort stattfindet.

Hier hört Urlaub auf.

Du wirst mit einem erfahrenen Survival-Guide in den brasilianischen Regenwald gebracht und dort abgesetzt. Kein Zimmer, kein Buffet, kein Programmpunkt. Was du hast, sind eine Machete, eine Hängematte, dein Wissen und der Mann neben dir, der weiß, was er tut.

Die ersten Stunden
Wasser finden und trinkbar machen. Ein Camp bauen, bevor es dunkel wird und im Regenwald wird es schnell dunkel. Feuer machen mit nassem Holz, was schwieriger ist, als jedes Video vermuten lässt.
Danach wird es ernst
Welche Pflanzen essbar sind und welche dich umbringen. Wie man Fisch fängt. Wie man einer Fährte folgt. Wie man sich ohne Kompass orientiert, wenn man den Himmel nicht sehen kann.
Die Nächte
Du liegst in der Hängematte unter dem Moskitonetz und hörst zu. Der Regenwald ist nachts lauter als tagsüber und irgendwann hörst du auf, jedes Geräusch zuzuordnen und schläfst einfach.

Wir sagen es klar: Diese Reise ist unangenehm. Du wirst durchnässt sein, du wirst Hunger haben, du wirst dich fragen, warum du das gebucht hast. Und du wirst mit einer Selbstsicherheit zurückkommen, die du dir vorher nicht kaufen konntest. Wer schon einmal ohne fremde Hilfe im brasilianischen Dschungel eine Nacht überstanden hat, sieht danach vieles anders.

Selbst gebautes Survival Camp mit Hängematten und Moskitonetzen im brasilianischen Amazonas Regenwald

Für wen: Wer wissen will, wozu er fähig ist. Menschen, die Komfortverzicht nicht als Verlust, sondern als Ziel verstehen. Kein Einstieg für die erste Fernreise.
Peru, Bolivien, Brasilien · Expedition

Die längste Variante: Amazonas Expeditionsreise intensiv

Das ist unsere ausführlichste Amazonas Expedition und sie macht etwas, das keine kurze Reise leisten kann: Sie zeigt dir, wie unterschiedlich der Amazonas in den einzelnen Ländern ist.

Der peruanische Amazonas ist ein anderes Erlebnis als der bolivianische Tieflandregenwald und Brasilien wiederum ist eine eigene Welt aus schwarzem und weißem Wasser, Hängemattendecks und Flusstankstellen. Wer nur einen Punkt besucht, glaubt, er kennt den Amazonas. Wer ihn durchquert, weiß, dass er es nicht tut.

Auf dieser Reise fährst du auf einem echten Frachtschiff mit, schläfst in der Hängematte zwischen Einheimischen und isst, was der Schiffskoch kocht. Du siehst das Zusammentreffen der Gewässer bei Manaus, wo sich das kaffeebraune Wasser des Rio Negro und das milchige Wasser des Solimões kilometerlang nicht vermischen. Du bist in Nationalparks unterwegs, in denen es keine ausgebauten Wege gibt.

Komfortverzicht gehört dazu, aber es bleibt gemütlich. Das ist keine Selbstkasteiung wie beim Survival Trip, sondern einfaches, ehrliches Reisen. Du hast ein Dach, du hast Essen, du hast eine Gruppe. Nur eben nicht immer ein Zimmer mit Klimaanlage.

Erfahrungsbericht: So fühlt sich die Reise wirklich an.

Traditionelles Amazonas Flussschiff bei Sonnenuntergang in Brasilien. Ausgangspunkt für mehrwöchige Expeditionen durch den Regenwald

Für wen: Reisende mit Zeit und Neugier. Wer den Amazonas nicht abhaken, sondern verstehen will.
Für echte Pioniere

Expeditionen, die kaum jemand anbietet

Die folgenden vier Reisen sind der Grund, warum diese Seite anders ist als jede andere Amazonas-Übersicht im deutschsprachigen Netz. Das sind keine Programme, die man in einem Katalog findet.

Venezuela · Trekking-Expedition

Salto Duruhuäyae: ein Wasserfall, den fast niemand gesehen hat

Es gibt auf dieser Erde nicht mehr viele Orte, die erst vor wenigen Jahren dokumentiert wurden. Der Salto Duruhuäyae ist einer davon.

Der Weg dorthin führt über Flüsse, durch dichten Regenwald und durch Gebiet, in dem indigene Gemeinschaften leben, die diesen Wasserfall seit Generationen kennen, lange bevor er auf irgendeiner Karte auftauchte. Übernachtet wird in der Hängematte, teils in den Dörfern selbst. Das ist keine inszenierte Begegnung mit Tanzvorführung, sondern schlicht die Realität: Es gibt dort nichts anderes und die Menschen, bei denen du unterkommst, sind gleichzeitig deine Guides und Bootsführer.

Am Ende stehst du vor einer Wasserwand mitten im Nichts, ohne Aussichtsplattform, ohne Absperrung, ohne Menschenmenge. Das Gefühl, das sich dabei einstellt, lässt sich schwer beschreiben und genau deshalb fahren Leute hin.

Salto Duruhuäyae Wasserfall im unberührten Regenwald Venezuelas während einer Trekking Expedition

Für wen: Wer einen Ort sehen will, bevor er bekannt wird. Trittsicherheit und Bereitschaft zu einfachen Bedingungen sind Voraussetzung.
Venezuela · Tepui-Expedition

Autana Tepuy: der heilige Berg der Piaroa

Der Cerro Autana ragt gut 1.200 Meter senkrecht aus dem Regenwald im venezolanischen Amazonasgebiet. Für die Piaroa ist er der Stumpf des Lebensbaums, aus dem einst alle Früchte der Welt kamen. Für Geologen ist er ein Relikt aus einer Zeit, als Südamerika und Afrika noch zusammenhingen.

Das Besondere: Durch den Tepui zieht sich in großer Höhe ein Höhlensystem quer durch den Fels, eine der bemerkenswertesten Quarzithöhlen der Welt. Von unten sieht man an bestimmten Stellen den Himmel durch den Berg hindurch.

Die Anreise erfolgt über Puerto Ayacucho und dann per Boot den Orinoco und seine Nebenflüsse hinauf. Übernachtet wird in Hängematten in Camps und indigenen Dörfern. Das venezolanische Amazonasgebiet gehört zu den am wenigsten bereisten Regionen des Kontinents und das merkst du an jedem einzelnen Tag.

Cerro Autana Tepui im venezolanischen Amazonas, heiliger Tafelberg der Piaroa, umgeben von unberührtem Regenwald

Für wen: Reisende mit Erfahrung, die eine Landschaft sehen wollen, die auf der Erde nur an sehr wenigen Stellen existiert.
Guyana · Wildlife-Expedition

Kanuku Mountains: der Wald, der lebt

Die Kanuku Mountains im Süden Guyanas sind eines der letzten Gebiete Südamerikas, in dem noch alle ursprünglich heimischen Säugetierarten vorkommen. Der Name bedeutet in der Sprache der Wapishana so viel wie „der Wald, der lebt“ und das ist keine Marketingübersetzung, sondern eine Beschreibung.

Hier liegt eines der wichtigsten Rückzugsgebiete für Harpyien, die größten Greifvögel Amerikas. Riesenotter, Riesengürteltiere, Ameisenbären, Jaguare. Die Wahrscheinlichkeit einer Sichtung ist hier höher als fast überall sonst, einfach weil die Tiere keinen Jagddruck kennen und der Besucherstrom praktisch bei null liegt.

Die Expedition arbeitet mit lokalen Gemeinschaften zusammen, die als Guides und Bootsführer unterwegs sind. Übernachtet wird in Camps und Hängematten.

Hängematten Camp am Fluss in den Kanuku Mountains in Guyana während einer Wildlife Expedition

Für wen: Naturbegeisterte und Wildlife-Fotografen, denen Sichtungen wichtiger sind als Betten.
Guyana · Trekking-Expedition

Guyana Highlands: durch unbetretenes Gelände

Das Hochland von Guyana ist die Landschaft, die Arthur Conan Doyle zu „The Lost World“ inspiriert hat. Tafelberge, die seit Jahrmillionen isoliert sind und auf denen sich eigene Arten entwickelt haben, die es nirgendwo sonst gibt. Dazwischen Regenwald, Savanne und Flüsse, die man nur zu Fuß und im Boot erreicht.

Diese Trekking-Expedition ist körperlich die anspruchsvollste unserer Guyana-Reisen. Es gibt Etappen ohne Weg, Flussdurchquerungen und Tage, an denen der Fortschritt in Kilometern lächerlich klein und in Erlebnissen riesig ist. Wer schon einmal an einem Punkt stand, an dem es nachweislich noch keine ausgetretenen Pfade gibt, weiß, warum sich das lohnt.

Einbaum auf einem Fluss vor einem Tepui in den Guyana Highlands während einer Trekking Expedition

Für wen: Erfahrene Trekker mit guter Kondition und der Bereitschaft, mehrere Tage ohne jede Infrastruktur unterwegs zu sein.
Aus der Beratungspraxis

Typische Fehler bei der Amazonasreise

Das sind die Punkte, die uns in Beratungsgesprächen immer wieder begegnen. Wer sie kennt, spart Geld, Zeit und Enttäuschung.

01

Zu kurz buchen

Zwei oder drei Tage klingen nach genug, sind es aber nicht. Bei einer Lodge gehen Anreise und Abreise fast komplett für Bus, Boot und Registrierung drauf. Von drei Tagen bleibt oft nur ein einziger echter Tag im Dschungel.

Besser: Mindestens vier Tage einplanen. Erst ab der zweiten Nacht stellt sich das Gefühl ein, wirklich angekommen zu sein.
02

Den Amazonas als Anhängsel planen

Machu Picchu, Cusco, Titicacasee und dann noch schnell zwei Tage Dschungel. So wird der Amazonas zum Programmpunkt statt zum Erlebnis und meistens ist es genau der Teil, an den man sich später am stärksten erinnert.

Besser: Entweder richtig einplanen oder bewusst weglassen und beim nächsten Mal als eigene Reise machen.
03

Erwartungen aus Naturdokus mitbringen

Ein Filmteam sitzt monatelang für dreißig Sekunden Jaguar. Wer mit diesen Bildern im Kopf anreist, ist am zweiten Tag frustriert, obwohl er gerade eine Anakonda gesehen hat, die neunundneunzig Prozent aller Besucher übersehen hätten.

Besser: Auf Details einstellen statt auf Großwild. Der Amazonas beeindruckt im Kleinen und durch die Geräusche.
04

Die Reisezeit ignorieren

Ein Trekking-Programm mitten in der Regenzeit oder eine Bootstour bei extremem Niedrigwasser: Beides funktioniert, aber deutlich schlechter als andersherum. Viele buchen nach Urlaubskalender statt nach Wasserstand.

Besser: Willst du laufen, komm in der Trockenzeit. Willst du paddeln und fahren, komm bei Hochwasser.
05

Nur auf den Preis schauen

Die günstigste Lodge liegt oft am Stadtrand, hat große Gruppen und Guides, die nach Schema führen. Der Preisunterschied zu einer Lodge tief im Reservat ist kleiner als gedacht, der Erlebnisunterschied riesig.

Besser: Nach Lage im Schutzgebiet und Gruppengröße fragen, nicht nur nach dem Nachtpreis.
06

Mückenschutz unterschätzen

Tagsüber ist kaum etwas los, deshalb wird abends nachlässig gecremt. Genau dann drehen die Mücken auf, besonders beim Abendessen und im offenen Badezimmer. Das ist der einzige Punkt, an dem wirklich Disziplin nötig ist.

Besser: Repellent mit hohem Wirkstoffanteil, lange helle Kleidung ab dem späten Nachmittag und konsequent nachlegen.
07

Baumwolle einpacken

Baumwolle saugt sich voll und trocknet bei achtzig bis hundert Prozent Luftfeuchtigkeit praktisch nie wieder. Wer nur Baumwollshirts dabei hat, zieht ab Tag zwei jeden Morgen etwas Feuchtes an.

Besser: Schnelltrocknende Funktionskleidung, lange Ärmel, plus ein Set, das ausschließlich zum Schlafen dient und trocken bleibt.
08

Die Gelbfieberimpfung zu spät angehen

Sie ist für viele Amazonasgebiete empfohlen oder für die Einreise in Nachbarländer vorgeschrieben, muss aber rechtzeitig vor Abreise erfolgen und wird nicht von jeder Praxis angeboten. Das wird regelmäßig zu spät bemerkt.

Besser: Spätestens sechs Wochen vor Abflug einen Termin bei einer Gelbfieber-Impfstelle oder einem Tropenmediziner machen.
Persönliche Amazonas Beratung

Warum du deine Amazonasreise über traveljunkies buchen solltest

Weil wir da waren.

Das ist kein Slogan. Unser Team hat die Varianten auf dieser Seite selbst getestet, in unterschiedlichen Ländern und in unterschiedlichem Komfortlevel. Jasmin war mit ihrer damals zweieinhalbjährigen Tochter in Cuyabeno und weiß, wie eine Nachtwanderung mit schlafendem Kind auf der Schulter funktioniert. Wir kennen die Kreuzfahrt von innen und haben aufgeschrieben, was daran wirklich berührt. Wir haben die Expeditionsreise gemacht und wissen, wie sich Nacht drei auf einem Frachtschiff anfühlt.

Deshalb können wir dir sagen, welche Reise zu dir passt und noch wichtiger: welche nicht. Wir haben schon Leuten vom Survival Trip abgeraten und ihnen stattdessen eine Lodge empfohlen und wir haben Leute in die Expedition geschickt, die eigentlich eine Kreuzfahrt buchen wollten. Beides war richtig.

Du zahlst bei uns denselben Preis wie beim Veranstalter direkt, wir schlagen nichts auf. Wir arbeiten mit über 50 geprüften Partnern weltweit und sind seit über zehn Jahren dabei. Und wenn im Dschungel etwas nicht nach Plan läuft, sind wir rund um die Uhr erreichbar, nicht nur zu Bürozeiten.

✓ selbst getestet in 5 Ländern✓ gleicher Preis wie beim Veranstalter✓ ehrliche Empfehlung, auch mal dagegen✓ 24/7 erreichbar
Häufige Fragen

Alles, was du über Amazonasreisen wissen willst

Welche Länder eignen sich für eine Amazonasreise?

Das Amazonasbecken erstreckt sich über neun Länder, aber nicht alle sind gleich gut bereisbar. Wir arbeiten mit fünf davon:

Peru ist das vielseitigste Ziel. Das Tambopata-Reservat im Süden bietet Lodges mit Ara-Salzlecke und Sandoval Lake, ab Iquitos im Norden starten die Flusskreuzfahrten ins Pacaya-Samiria-Reservat. Peru lässt sich außerdem hervorragend mit Machu Picchu und Cusco kombinieren.

Ecuador punktet mit dem Cuyabeno Wildlife Reserve und einem entscheidenden praktischen Vorteil: Du kommst ohne Inlandsflug hin, per Nachtbus ab Quito. Das macht es zum besten Einstiegsland, besonders für Familien.

Brasilien ist mit rund sechzig Prozent des Beckens der größte Anteilseigner am Amazonas und die Region mit der größten unberührten Weite. Bei uns findest du Brasilien als Schauplatz des Survival Trips sowie als Etappe der langen Expeditionsreise.

Venezuela ist das Land der Tepuis, dieser senkrecht aus dem Regenwald ragenden Tafelberge, die es in dieser Form fast nirgendwo sonst auf der Erde gibt. Das venezolanische Amazonasgebiet gehört zu den am wenigsten bereisten Regionen Südamerikas.

Guyana gehört streng genommen zum Guayana-Schild und nicht zum klassischen Amazonasbecken, bietet aber über achtzig Prozent Waldbedeckung, praktisch keinen Tourismus und die realistischsten Chancen auf Jaguar-, Harpyien- und Riesenottersichtungen des gesamten Kontinents.

Welche Reiseart passt zu mir?

Die Faustregel: Je weniger Komfort, desto intensiver das Erlebnis und desto mehr musst du selbst mitbringen.

Lodge, wenn du zum ersten Mal in den Regenwald willst, mit Familie reist oder Natur erleben willst, ohne auf Bett und Dusche zu verzichten. Feste Basis, geführte Ausflüge, planbarer Ablauf.

Flusskreuzfahrt, wenn du viel sehen willst, ohne täglich umzuziehen. Das Schiff fährt nachts, du wachst jeden Morgen woanders auf. Bestes Verhältnis von Erlebnis zu Anstrengung.

Expedition, wenn du Zeit hast und den Amazonas nicht als Ausflug, sondern als Durchquerung verstehen willst. Mehrere Länder, einfache Unterkünfte, echte Reise statt Programm.

Survival oder Pionier-Expedition, wenn du an deine Grenze willst oder Orte sehen möchtest, bevor sie bekannt werden. Hängematte, kein Handynetz, hohe Eigenverantwortung.

Wenn du unsicher bist: Sag uns, wie viele Tage du hast, wie fit du bist und wie wichtig dir ein eigenes Bad ist. Nach diesen drei Antworten wissen wir meistens schon, welche Reise passt.

Was kosten Amazonasreisen?

Die Spanne ist groß, weil die Reisearten so unterschiedlich sind.

Ein Lodge-Aufenthalt über 3 bis 5 Tage startet im mittleren dreistelligen Bereich und ist damit der günstigste Einstieg in den Regenwald. Flusskreuzfahrten liegen deutlich höher, weil Vollverpflegung, Kabine mit eigenem Bad und die permanente Bootslogistik enthalten sind. Expeditionen über mehrere Wochen bewegen sich im vierstelligen Bereich, kosten aber pro Tag oft weniger als eine Kreuzfahrt. Survival- und Pionier-Expeditionen liegen im mittleren Segment, weil hier nicht Komfort bezahlt wird, sondern Guides, Logistik und Sicherheit.

Dazu kommen in jedem Fall die internationalen Flüge und je nach Route Inlandsflüge. Wir sagen dir vorher ehrlich, was realistisch dazukommt, statt dich mit einem Lockpreis zu ködern. Und du zahlst bei uns denselben Preis wie beim Veranstalter direkt.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Amazonasreise?

Der Amazonas ist ganzjährig bereisbar, die Jahreszeit verändert aber, was du erlebst.

In der Trockenzeit (grob Juli bis November, je nach Region) sinkt der Wasserstand, Wanderungen im Wald sind einfacher, Strände und Sandbänke tauchen auf und Tiere sammeln sich an den verbliebenen Wasserstellen. Das ist die stärkste Zeit für Trekking, Survival und alle Reisen, bei denen du viel zu Fuß unterwegs bist.

In der Regenzeit (Dezember bis Mai) steht der Wald teils meterhoch unter Wasser. Du kommst mit dem Kanu in Bereiche, die sonst unerreichbar sind, die Vegetation ist üppiger und es sind weniger Reisende unterwegs. Für Flusskreuzfahrten ist Hochwasser tendenziell die bessere Zeit.

Kurz: Willst du laufen, komm in der Trockenzeit. Willst du paddeln und fahren, komm bei Hochwasser.

Welche Tiere kann ich im Amazonas sehen?

Realistisch und regelmäßig: Affen (Totenkopf-, Brüll-, Kapuzineraffen), Kaimane, Faultiere, Aras und Papageien, Tukane, Piranhas, Blattschneiderameisen, Vogelspinnen und verschiedene Schlangenarten. Mit etwas Glück rosa Flussdelfine, Riesenotter und Hoatzine.

Selten und nicht planbar: Jaguare, Tapire, Harpyien, Anakondas. Die einzige Ausnahme ist Guyana, wo die Chancen deutlich besser stehen, weil dort kaum gejagt wird und der Besucherstrom praktisch bei null liegt.

Was du wissen solltest: Wie viel du siehst, hängt vor allem vom Guide ab, nicht vom Preis der Lodge. Ein guter Guide erkennt Bewegungen im Uferdickicht, die du ohne ihn nie bemerken würdest. Deshalb achten wir bei der Auswahl unserer Partner vor allem darauf.

Welche Reise ist sicher, welche komfortabel und welche besonders abenteuerlich?

Am sichersten und komfortabelsten sind Flusskreuzfahrt und Lodge. Feste Unterkunft, medizinische Erreichbarkeit, geführte Ausflüge in kleinen Gruppen, Wildtiere ausschließlich aus sicherer Entfernung. Beides ist für Einsteiger, Familien und ältere Reisende problemlos machbar. Die Cuyabeno-Lodge ist sogar mit Kleinkind machbar, wie Jasmins Erfahrungsbericht zeigt.

Im Mittelfeld liegt die Expeditionsreise. Du verzichtest auf Komfort, aber nicht auf Struktur: Es gibt eine Gruppe, eine Reiseleitung, ein Dach und Verpflegung. Nur eben nicht immer ein eigenes Zimmer.

Am abenteuerlichsten sind der Survival Trip in Brasilien und die Pionier-Expeditionen zum Salto Duruhuäyae, zum Autana Tepuy und in die Guyana Highlands. Hier gehören Hängematte, mehrtägige Bootstransfers, Etappen ohne Weg und fehlendes Handynetz zum Konzept. Diese Reisen sind sicher in dem Sinne, dass sie von erfahrenen Guides geführt werden, aber sie verlangen körperliche Fitness, Eigenverantwortung und die Bereitschaft, unbequem zu sein.

Ganz konkret: Anakondas und Kaimane sind auf keiner dieser Reisen das Problem. Die realen Themen sind konsequenter Mückenschutz jeden Abend, ausreichend trinken, gutes Schuhwerk und Respekt vor den Ansagen des Guides.

Wo kann ich konkrete Amazonasreisen vergleichen und buchen?

Direkt hier auf dieser Seite. Jede der vorgestellten Reisen ist verlinkt und führt zur vollständigen Beschreibung mit Reiseverlauf, Terminen, Leistungen und Preis. Du kannst dort direkt anfragen oder buchen.

Wenn du zwischen zwei oder drei Varianten schwankst, ruf uns an oder schreib uns. Wir vergleichen die Reisen mit dir gemeinsam durch, sagen dir ehrlich, wo die Unterschiede liegen und empfehlen dir auch mal die günstigere Variante, wenn sie besser passt. Die Beratung ist kostenlos und es gibt keinen Aufschlag auf den Reisepreis.

Brauche ich Impfungen für den Amazonas?

Für die meisten Amazonasgebiete wird eine Gelbfieberimpfung empfohlen oder für die Einreise vorgeschrieben, teils auch beim Weiterreisen in Nachbarländer. Dazu kommen die Standardimpfungen sowie je nach Reise Hepatitis A und Typhus. Ob eine Malariaprophylaxe sinnvoll ist, hängt stark von der konkreten Region ab. Sprich das rechtzeitig mit einem Tropenmediziner durch, mindestens sechs Wochen vor Abflug.

Kann ich als Alleinreisender eine Amazonasreise machen?

Ja und das ist einer der häufigsten Fälle bei uns. Die Lodge- und Kreuzfahrtprogramme laufen in kleinen gemischten Gruppen, in denen du automatisch Anschluss findest. Bei den Expeditionen wächst die Gruppe ohnehin schnell zusammen, weil man gemeinsam durch anstrengende Etappen geht.

Dein Amazonas wartet.

Fünf Länder, vier Reisearten, ein Team, das jede Variante selbst erlebt hat. Sag uns, was du suchst und wir finden es gemeinsam.